Käsekuchen 2.0 und eine Liebeserklärung an Tirol

Kopie vonIMG_55631

Da bin ich nun wieder!
Wieder mit einem Rezept, wieder mit neuem Elan und mit einer neuer Küche.
Der Umzug ist zwar schon ein paar Wochen her, aber bisher habe ich einfach keine Zeit gehabt meine Gerichte zu fotografieren. Man muss aber auch sagen, dass ich etwas Angst davor hatte.
Es war nicht die Angst, dass die Gerichte auf dem Teller nicht schön aussehen, sondern eher die Angst um das Thema Licht. Ich denke viele Blogger kennen dieses Problem.
Da ich keine Softboxen, externe Blitze oder ähnliches habe, muss ich mit dem vorhandenen Licht in meiner Wohnung zurechtkommen.
In meiner alten Wohnung war das ein Traum. Ich hatte diesen kleinen süßen Erker und da ist einfach jedes Bild (mit ein paar kleinen Aufhellungen – mehr aber nicht) sehr gut geworden.
Jetzt hatte ich natürlich Angst. Mein jetziger Esstisch steht nicht mehr am Fenster (geschweige denn an einem Erker). Er steht ziemlich weit weg von einem Fenster. Klar ist die Wohnung sehr hell, aber das Licht kommt nur einseitig und ich war mir einfach unsicher. Deshalb habe ich das Fotografieren raus gezogen.
Ein bisschen wie das Phänomen von Schrödingers Katze – wenn ich es nicht ausprobiere kann ich auch nicht sagen, dass es nicht funktioniert.
Aber irgendwann musste ich ja doch ran. Also wurde die Kiste mit der Katze aufgemacht – und siehe da! Sie lebt!! (ich hoffe jeder versteht die Metapher 🙂 )
Und wie kann man am besten das Licht ausprobieren? Na klar, mit einem Kuchen!! Der wird nicht kalt (denn er ist es ja schon), er sieht eh schon gut aus und man kann ganz gut mit dem Licht spielen, ohne Stress beim fotografieren zu haben.
Ja und jetzt kommt die Liebeserklärung an meine wahlheimat Tirol. Tirol ist einfach toll. Na klar, jeder Tiroler liiiiiebt Tirol (manch einer vielleicht ein bisschen zu sehr – obwohl der Tiroler sagen würde, dass das nicht geht!). Aber ich liebe Tirol langsam auch. Es war kein leichter Weg, aber wir zwei mögen uns langsam. Und vor allem liebe ich das tiroler – und vor allem das haller – Wetter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich es – als kleine Frostbeule – finde, dass eigentlich jeden Tag die Sonnen scheint. Nicht immer den ganzen Tag und auch nicht immer so warm, wie im Sommer aber fast jeden Tag für ein paar Stunden macht der Himmel sich frei und lässt die Sonne ein bisschen auf die schönen Berge und auf unseren neuen Balkon strahlen.
Und genau das liebe ich! Und das liebe nicht nur ich, sondern auch meine Kamera, denn dann werden die Bilder einfach super! Und, ja! Ihr seht ja das Ergebnis, durch die Sonne und die große Fensterfront unserer Wohnung, kommt von der Sonne so viel in der Wohnung an, dass die Fotos noch besser werden als in der alten Wohnung.
Ich war so glücklich und stolz, als ich meine Fotos gesehen habe. Und ich musste NICHTS, NICHTS, NICHTS bearbeiten. Nichts heller machen, keinen Kontrast verstärken etc. So, wie ich sie geknipst habe, so habe ich sie hier hochgeladen! (Okay – mein Logo musste ich einfügen – erwischt 😀 )

So jetzt hören wir auf über das Wetter und Tirol zu schwärmen, sondern schwärmen beim Kuchen weiter. 😛
Mein Käsekuchen ist einfach mein Lieblingskäsekuchen ❤ Das hängt bestimmt damit zusammen, dass meinen Mutter den schon immer gemacht hat und damit natürlich immer sehr viele tolle Kindheitserinnerungen verbunden sind. Ich liebe diesen Kuchen aber auch, weil er einfach nur ein ganz ehrlicher Käsekuchen ist. Keinen Boden (den doch beim Käsekuchen eh keiner braucht, oder?), ganz frisch und saftig.
Normalerweise gibt es den Käsekuchen bei uns nur so – also ohne Früchte –  weil er aber ein Geburtstagskuchen werden sollte musste ich ihn ein bisschen pimpen – daher auch Käsekuchen 2.0!

So jetzt höre ich auf zu schwärmen, gebe euch das Rezept und hoffe er schmeckt euch so gut wie mir!

Kopie vonIMG_5616

Rezept für einen Käsekuchen ohne Boden

Zutaten

für den Kuchen
• 1 kg Quark
• 320 g Zucker
• Rum
• 1 Vanillezucker
• 125g Nüsse (Mandelstücke gehackt)
• 1 Zitrone
• 125 g Butter
• 3 – 4 Eier (nach Eigröße)
• 1 Vanillepudding
• 3 EL Gries

für die Sauce und Beeren

• 1 Packung TK Beeren (ca. 400 g)
• Zucker oder Sirup zum süßen
• ca. 7 Blatt Gelatine
• Frische Beeren zum verzieren

Zubereitung

1 Zuerst den Ofen auf Umluft mit 175 °C einstellen und die Beeren auftauen lassen.
2 Eischnee erst schlagen und beiseite stellen.
3 Dann die restlichen Zutaten zusammen rühren.
4 Jetzt den Eischnee unterziehen.
5 Die Form einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.
6 Den Kuchen jetzt ca. eine Stunde in den Ofen schieben.
7 Wären der Kuchen abkühlt die Sauce herrichten, dazu die Gelatine ca. 5 min in kaltem Wasser einweichen.
8 Die Beeren pürieren, etwas süßen und durch ein Sieb streichen.
9 Die Gelatine erwärmen bis sie flüssig ist (nicht kochen lassen, sonst geliert sie nicht mehr – max. 80 Grad) und mit den Beeren vermischen und kurz im Kühlschrank an gelieren lassen.
10 Dann über den Kuchen schütten und mit Beeren garnieren.

 

Advertisements

Ravioli mit Spinat – Topfen Füllung

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 1Soo heute bin ich wieder da! In letzter Zeit ist bei mir ganz schön viel los.
Beide meine Brüder sind da gewesen, wir haben meinen Vater am Ritten – in der Nähe von Bozen – besucht und der kleine (mittlerweile viel größerer) Bruder ist für gute 3 Wochen zum Arbeiten da. Er arbeitet mit Mr. Bee im Fischladen zusammen.
Ich musste die ganze Woche arbeiten und da kam bei mir das Kochen leider etwas zu kurz. Mein Gefrierfach ist jetzt wieder leer und ich kann wieder neue Gerichte kochen und einfrieren 😛
Heute war also seit langem wieder mal Zeit etwas zu kochen und wie kann es anders sein hab ich mal wieder Ravioli gemacht.
Warum? Naja ich liebe Ravioli, aaaber es gibt noch einen Grund.
In ein paar Tagen habe ich Geburtstag und weil ich an diesem Tag meinen Vater nicht sehe hab ich mein Geschenk schon vorher bekommen. Und was war es? Raviolistempel! Ich habe in Bozen einen Laden entdeckt, der genau die Stempel hat, die ich haben will.
Im Internet hab ich tolle Stempel gefunden, aber die sind sehr teurer. Aber trotzdem wollte ich die haben, nicht die billigen. Als ich dann in Bozen einen Laden entdeckt habe, der genau DIE Stempel aus dem Netz hat, musste ich sie unbedingt haben.

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 4

Und obwohl ich schon viele Ravioli gemacht habe, habe ich eigentlich nichts um sie auszustechen. Ich habe immer irgendwelche Plätzchenausstecher oder Gläser zweckentfremdet. Also gab’s für mich einen meiner ersten Raviolistempel und ein Teigrad. Alles original italienisch! Naja original italienisch ist nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität (ich sag nur Fiat), aber Raviolistempel können sie!
Ich MUSSTE den Stempel also ausprobieren. Und ich muss sagen ich bin absolut überzeugt. Er stempelt perfekt aus. Man braucht kein Wasser oder Ei zum verkleben der Ravioli. Einfach den Teig mit der Masse belegen, eine weitere Bahn drauf legen und einfach ausstempeln. Dadurch, dass er außen sehr scharfe Zacken hat und innen einen beweglichen „Kern“ lassen sich die Ravioli perfekt vom restlichen Teig trennen und nichts klebt.
Es ging echt super schnell und aus sehen tun sie auch noch schön.

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 3

Ich bin absolut begeistert und muss unbedingt noch mehr davon kaufen *top*!
Nun aber zu meinem Rezept.

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 2

Rezept für Ravioli mit Spinat – Topfen Füllung

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 125 g Weizenmehl
• 55 g Hartweizengries, Semola rimacinata
• 5 Eigelb (bei kleinen Eigelb können es auch 7 werden)
• etwas Eiweiß
• 1 EL Olivenöl

Für die Füllung
• 150 g TK Spinat (ca. 300 g frischer Spinat)
• 50 g Zwiebeln kleingeschnitten
• 1/2 Knoblauchzehe
• 2 EL Pinienkerne
• 100 g Topfen
• 1 EL Schnittlauch
• 4 EL geriebenen Parmesan
• Salz
• Pfeffer
• Muskat

Zubereitung

1 Für den Teig alle Zutaten vermengen und mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen. Mehr zum Thema Nudelteig gibt’s hier oder hier.
2 Während der Teig ruht für die Füllung den Spinat auftauen lassen oder blanchieren.
3 Die Pinienkerne schnell ohne Öl in einer Pfanne anrösten und aus der Pfanne nehmen.
4 Dann die kleingeschnittene Zwiebel und den kleingeschnittenen Knoblauch in einer Pfanne anschwitzen und dann den Spinat dazu und die ganze Feuchtigkeit einkochen lassen.
5 Jetzt alle Zutaten (außer den Topfen / Quark) zusammen klein mixen.
6 Zum Schluss den Topfen unterziehen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
7 Die Masse nur noch auf den ausgerollten Nudelteig geben und ausstechen.
8 Die Ravioli ca. 3 Minuten im wallenden Salzwasser gar kochen und mit brauner Butter, Schnittlauch und Parmesan servieren.