Eine unerwartete Liebesgeschichte

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Am Heiligen Abend gibt es ein kleines Märchen, was zu dieser besinnlichen und lieblichen Stimmung passt. Es ist ein Märchen, was uns Zeigt, dass es für die Liebe nie zu spät ist und dass man bei der Liebe auch vielleicht  zweimal (oder noch öfter) hinsehen muss, bevor man sie sieht!

Die Protagonisten dieses Märchens sind zu Einen das Kochbienchen und zum Anderen der Kürbis.
Der Kürbis und das Kochbienchen haben nie wirklich viel miteinander zu tun gehabt. Das Kochbienchen hat in ihrer Kindheit  mal von ihm gehört, gesehen hat es ihn natürlich auch an so manchen Gruseltagen im Herbst, aber gegessen hat es ihn nie.
Die Schuldige in dieser Geschichte war wohl die Mutter des Kochbienchens, denn die ist kein Freund vom Kürbis und hat ihn deshalb nie in die Familie des Kochbienchens eingeladen – nicht mal als gruselige Deko!
Und so lebten der Kürbis und das Kochbienchen viele Jahre glücklich und zufrieden nebeneinander her – ohne, dass sie sich große begegneten.
Das sollte sich aber bald ändern.
Wie es nun mal so ist zog das Kochbienchen aus und musst selber kochen. Natürlich kochte sie so, wie es die Mutter es ihr beigebracht hatte.
Doch irgendwann fragte sich das Kochbienchen, was es denn alles noch so gibt und was es denn alles nicht kennt. Und da war er, der Moment, an dem das Kochbienchen und der Kürbis sich gegenüberstanden. Aber das Kochbienchen wusste nicht recht, was sie mit ihm anfangen soll und so blieb die Begegnung eine sehr kurze.
Eines Tage aber – das Kochbienchen lebt jetzt in Österreich und lebt mit einem Mann namens Mr. Bee zusammen – wurde das Paar von Freunden zum Essen eingeladen. Da war er der magische Moment. Der Kürbis und das Kochbienchen mussten sich nun (so will es der gute Ton) besser kennen lernen.
Der Anfang war sehr schwer, denn das Kochbienchen war noch sehr skeptisch und wusste nicht Recht, was es tun sollte, aber mit jedem Happen wurden der Kürbis und das Kochbienchen bessere Freunde.
Am Ende des Tages blieben eine nette Erinnerung und eine allmähliche Annäherung.
Diese sollte aber nicht in intensiver Erinnerung bleiben.
Doch, wie es der Zufall will, bekam das Kochbienchen eines kühlen Herbstages einen kleinen, süßen, orangenen Kürbis geschenkt. Der Kürbis lag lange in der Wohnung des Kochbienchens. Jeden Tag schauten sie sich an und wussten nicht recht, was sie tun sollten.
Aber eines Tages wachte das Kochbienchen auf, nahm sich ein Herz und ging zum Kürbis und veredelte ihn. Seither sind der Kürbis und das Kochbienchen sehr gute Freunde und der Kürbis ist aus dem Leben des Kochbienchens nicht mehr wegzudenken.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ❤

Der Ein oder Andere wird gemerkt haben, dass es in dem Märchen um mich geht und er wird auch gelesen haben, dass es kein klassisches Märchen ist, aber ich finde trotzdem, dass wir vieles lernen können. Auf jeden Fall lernen wir, dass wir nie auslernen!

Wie es hier auf meinem Blog so üblich ist, will ich euch nicht nur mit schnulzigen Märchen oder ärmlichen Metaphern abspeisen, sondern möchte auch noch ein bisschen lehren.
Wenigstens ein bisschen was möchte ich zum Kürbis schreiben – obwohl eigentlich eine schier endlose Informationsmenge zum Kürbis herrscht – deshalb halte ich mir hier auch eher knapp.

Vom Kürbis gibt es mehr als hundert verschieden Sorten, die beliebteste ist bei uns bestimmt der Hokkaido Kürbis. Dieser, doch eher kleine Kürbis, ist einfach zu verarbeiten – eigentlich kann man ihn in allen verschiedenen Garmetoden zubereiten.  Besonders toll dabei ist, dass man die Schale mitessen kann. Zu Beachten ist aber, dass diese eine etwas längere Garzeit hat, deshalb sollte man immer darauf achten, ob diese schon gar ist – sonst ist es kein so großes Essvergnügen.
Das krause Innere des Kürbisses muss (wie bei wahrscheinlich jeder Sorte) herausgenommen werden. Die Kerne kann man im Ofen „trockenbacken“, muss man aber nicht.
Doch wo kommt diese Kürbissorte überhaupt her? Naja eigentlich ganz einfach – Hokkaido klingt ja schon danach. Er stammt aus Japan!
Aber keine Angst, an all diejenigen, die Regional und Saisonal kochen wollen. Natürlich wird er auch bei uns angebaut.
Auf die anderen Kürbis Sorten werde ich eingehen, wenn ich mal mit ihnen koche, denn wie ihr ja jetzt wisst ist die Liebe zwischen mir und dem Kürbis noch eine sehr junge!
Zum Schluss noch ein unheimlich wichtiger Fakt 😉 : Der Kürbis hat die Avocado abgelöst! 😀 Bei Instergram und Co. sah man immer Bilder auf denen Brote mit Avocado und viel Gemüse (für die Fleischesser auch mit Hähnchen) zu sehen war. Jetzt wird die Avocado langsam abgelöst vom Kürbis. Ja genau – den Kürbis kann man im Ofen backen und ihn dann pürieren – mit Gewürzen abschmecken und auch aufs Brot essen. Genau wie bei der Avocado wird dann natürlich auch noch viel Gemüse drauf gepackt (jaa … und für den Fleischessen auch Fleisch).
Wir werden also in Zukunft immer mehr mit dem Kürbis konfrontiert werden!
Das ist auch gut so, denn der Kürbis ist sehr Kalorienarm und sehr reich an Vitaminen – wenn ihr mögt könnt ihr das hier nachlesen. Naja und schmecken tut er auch noch!!

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Rezept für Kürbissuppe mit King Prawns

Zutaten für 4 Personen
• ca. 400 g King Prawns (kommt drauf an, wie viele man gerne in der Suppe hat)
• 1 Hokkaido Kürbis
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 3 Kartoffeln
• 1 Karotte
• 1/4 Sellerieknolle
• (wer mag kann auch noch ein wenig Pastinake hinein schneiden – aber Vorsicht vor der Süße!)
• 1 Chili (das ist natürlich auch wieder von Person zu Person verschieden)
• 2 cm frischen Ingwer (wie gehabt – manche Personen mögen mehr Ingwer – für meine Mutter kann es nie genug sein)
• Gemüsebrühe (so viel, dass die Zutaten im Topf grade bedeckt sind – ca. 1/2 Liter)
• Olivenöl
• Butterschmalz
• Salz

Zubereitung

1 Die Zwiebeln schneiden und mit Butterschmalz im Topf bei mittlerer Hitze schön glasig braten.
2 In der Zwischenzeit den Kürbis, die Kartoffeln, Karotten, den Sellerie und die Pastinake wenn nötig schälen und in grobe Stücke schneiden.
3 Wenn die Zwiebeln glasig sind, dann das Gemüse dazu und etwas anbraten.
4 Jetzt mit der Brühe aufgießen, sodass das Gemüse bedeckt ist – sollte die Konsistenz nicht passen, kann man das nach dem mixen immer noch regeln.
5 Nun die gehackte Chili, den kleingeschnitten Knoblauch und den geriebenen Ingwer dazu geben.
6 Das alles nun mit Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen – bis alles gar ist (besonders auf die Schale des Kürbisses achten).
7 Während die Suppe kocht können die Kind Prawns geputzt werden.
8 Wenn das Gemüse gar ist, die Suppe mit einem Mixstab mixen und mit Salz abschmecken – ich finde die Suppe braucht fast keine anderen Gewürze.
9 Jetzt können noch die King Prawns von beiden Seiten in Olivenöl angebraten werden. Wer mag kann hier noch etwas Chili ins Öl geben, dann haben die Garnelen eine angenehme schärfe. Mit Salz würzen und garnieren! Fertig!
10 Ach noch ein Tipp – das Öl in denen die Garnelen gebraten wurden kann man gut über die Suppe träufeln.

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So jetzt wünsche ich euch gaaaaanz schöne Weihnachten mit euren Lieben. Genießt die kleine Auszeit nach den stressigen Vorweihnachtstagen, die Zeit mit eurer Familie und natürlich das gute und meist viel zu reichhaltige Essen – und wer weiß – vielleicht besucht uns Frau Holle und taucht die Welt in ein weißes Winterwunderland?

Euer
Bildunterschrift

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Von der Perfektion und ein paar Graupen

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Ja da bin ich wieder o.O Das hat lange gedauert, aaaaber ich habe eine fast gute Ausrede.
Die Perfektion! Die Perfektion ist ganz schön gemein. Ich neige sowieso zum Perfektionismus und dieser kleine Block hat mich darin bestärkt und ich konnte nicht mehr kochen.
Alles war zu profan, zu wenig ausgefallen und zu wenig „back to the rules“.
Also hab ich fast nichts mehr gekocht. Ich hatte auch gar keine Lust, weil ich mich so verzettelt habe.
Aber heute hat es mich wieder gepackt und ich habe es geschafft die Perfektion kurz zu verdrängen und präsentiere mal wieder ein Rezept, das zum heutigen Wetter super passt!
Diese Suppe oder schon fast der Eintopf ist einfach perfekt, wenn man nicht so viel Zeit hat und trotzdem eine gehaltvolle, gesunde und wärmende Suppe haben möchte.
Bei Suppen ist es ja immer das Gleiche. Sie schmecken gut, aber die meisten füllen einen nur kurzfristig den Magen und man hat gleich wieder Hunger und sucht in der Wohnung nach Essbarem, was dann meist ungesund ist.
Das ist bei dieser Suppe nicht der Fall.

So dann hier mein bzw. das meiner Oma und Mutter Rezept für die beste Graupensuppe der Welt :*

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Rezept für Graupensuppe

Zutaten für 4 Personen

• 1 Scheibe Wammerl (Geräucherter Bauchspeck)
• 200 g Kassler (hier Selchfleisch)
• 200 g Gaupen (ich nehme immer mehr – ich mag´s dick 😛 )
• 2 Liter Wasser
• 1 Brühwürfel
• 1 Karotte (gehobelt)
• 1 Petersilienwurzel (gehobelt)
• 1/4 Sellerieknolle (gehobelt)
• 1 große Kartoffel
• 1 kleine Stange Lauch
• 1 Bund Petersilie
• 1 Zwiebel
• Salz/Pfeffer

Zubereitung

1 Wammerl, Kassler und Graupen mit Wasser und Brühwürfel in den Schnellkochtopf für 10 Min.
2 Das Fleisch raus, kleinschneiden und wieder rein.
3 Kartoffel, Sellerieknolle, Karotte, Zwiebel und Petersilienwurzel Grob reiben und in die Suppe.
4 Kurz vor Ende die Petersilie und den Sellerie Lauch dazu. 😛
5 Pfeffern und vielleicht noch etwas salzen – fertig!

 

Pfannkuchensuppe

Pfannkuchensuppe 1

Halllllooooo ihr alle!! Fast pünktlich zum 1. Oktober melde ich mich wieder. Ausgeruht und voller neuer Kochideen komme ich aus unserem Urlaub wieder nach Hause.
Der Urlaub war sehr abwechslungsreich. Ich hab mal einen ganz anderen und flachen Teil von Österreich kennen gelernt. In Ungarn habe ich erkannt, dass ich dort nicht unbedingt nochmal hin muss und in Griechenland hat uns endlich der Sommer wunderschöne warme Tage beschert.
In Griechenland haben wir uns 4 mehr oder weniger schöne Inseln angesehen, die doch sehr abwechslungsreich waren. Mein persönliches High Light war eine Bucht auf der Insel Lefkas. Ich selber bin nicht unbedingt der Meer und Strand Typ – viel zu viel Sand und Salzwasser. Aber diese Bucht hat mich so beeindruckt, dass ich einfach reinspringen musste und gar nicht mehr hinaus wollte!!

Lefkas - Strand von Katsiki

Aber um was geht es hier nicht? Genau ums Reisen und naja eigentlich um alles was nichts mit Kochen zu tun hat. Also werde ich euch nicht mit meinen Urlaubsbildern neidisch machen und zum Thema „Kochen“ zurück kommen.
Nach dem Urlaub hat man ja auf genau das Hunger, was man im Urlaub nicht bekommt. Und was kann das sein? Tiroler Küche und heiße Suppen! Wer hat schon in Griechenland Lust eine heiße Suppe zu essen und noch mehr zu schwitzen, als man eh schon tut.
Da hat mir das Haller Wetter gut in die Karten gespielt, weil hier war es definitiv nicht mehr so warm, dass man schwitzt, also gab es meine heißersehnte Suppe.
Ja etwas ganz besonderes ist es nicht und es ist auch kein BOMBASTISCHER Auftakt nach einem Monat Pause, aber darauf hatte ich nun mal Lust, als gab es das auch 😛
Die Suppe ist eine klare Rinderbrühe mit Pfannkuchenstreifen (oder wie man im Schwabenländle sagt „Flädle“ – gää Mario :* ) (oder wie man hierzulande sagt „Frittaten“ – gää Mr. Bee) ( oder wie wir es daheim sagen – „Pfannkuchen“ – gää Mami) und viel Schnittlauch.
Als kleinen Bonus habe ich aber heute auch einen Tipp von meiner Oma, wie man eine Rinderbrühe gaaanz schnell machen kann, wenn man keine Zeit hat und schnell eine Rinderbrühe haben will ohne das böse Pulver zu verwenden.
Also jetzt ist Schluss mit meinem Redeschwall und los geht’s mit dem Rezept.
Mahlzeit und viel Spaß beim Aufwärmen!

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Rezept für eine wärmende Pfannkuchensuppe

Zutaten für 2 Personen

Für die Suppe
• 500 g Beinfleisch ohne Knochen
• 400 g Rinderknochen
• 2,5 Liter Wasser
• 2 Packungen Suppengrün
• 2 Zwiebeln
• 2 Lorbeerblätter
• 2 Thymianzweige
• 1 Rosmarinzweig
• 2 Wacholderbeeren
• Salz / Pfeffer

Für die Eierpfannkuchen
• 4 Eier
• 3 – 4 EL Mehl
• Milch
• Salz
• Schnittlauch

Zum garnieren
• viel Schnittlauch

Zubereitung

1 Für die Suppe das Wasser (kalt) in einen Schnellkochtopf, dann das Fleisch dazu, das Gemüse und die Zwiebeln in groben Würfeln dazu. Dann die Gewürze und Kräuter dazu und den Schnellkochtopf schließen.
2 Bei mir mit zwei Ringen und 20 Minuten die Suppe kochen lassen und abkühlen lassen.
3 Wenn die Suppe etwas abgekühlt ist das Fleisch aus der Suppe nehmen und den Rest durch ein Sieb abgießen, dabei die Suppe in einem extra Topf auffangen.
4 Für die Eierpfannkuchen die Eier etwas aufschlagen, das Mehl dazu und so viel Milch, dass es eine fließende Masse ist. Zum Schluss noch mit Salz würzen und 2 EL Schnittlauch dazu geben.
5 Jetzt nur noch die Pfannkuchen hintereinander backen und rollen, damit man sie leichter zu Streifen schneiden kann.
6 Die Suppe erwärmen und die Pfannkuchen mit der Suppe aufgießen und mit Schnittlauch bestreuen – Fertig!

BONUS von meiner Oma!
Wer es schneller haben will, der macht die Rinderbrühe so:

Zutaten

• Wasser
• Rinderhackfleisch
• 1 Packung Suppengrün
• 1 Zwiebel
• Salz / Pfeffer
• Lorbeerblätter
• Thymianzweige
• Rosmarinzweig
• Wacholderbeeren

Zubereitung

1 Die Zutaten, je nachdem, wie viel Suppe man haben will zusammen in einen Topf schmeißen, einmal aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen.
2 Die Suppe durch ein Sieb in einen weiteren Topf abgießen angießen – Fertig!

 

Kartoffelsuppe oder auch Gemüsesuppe

Kartoffelsuppe 1
Heute ist es zwar ziemlich warm draußen und da denkt man nicht grade an eine heiße dampfende Suppe – ich weiß: schlechte Gerichtwahl.
Obwohl es ja heißt, dass man etwas Heißes essen soll damit einem kalt wird! Finde ich ziemlich doof, mir wird dann immer nur unheimlich heiß.
Trotzdem gibt’s bei mir heute Suppe. Warum? Erstens schmeckt die Suppe lauwarm auch sehr gut und dann passt sie auch wieder zur warmen Jahreszeit und außerdem bin ich dieser Woche auch die meiste Zeit am arbeiten und deshalb muss es mal wieder etwas schneller gehen.
Diese Suppe geht schnell, schmeckt und ich hab meine Kartoffeln los geowerden, die in meiner heißen Wohnung nicht länger als zwei Wochen überleben.
Außerdem hat meine Küche wieder Zuwachs bekommen, die Flotte Lotte ist da und für die Suppe wird eine benötigt.
Als ich sie das erste Mal ausprobiert habe war ich ziemlich genervt, weil sie wieder gehakt hat und nicht gut funktioniert hat. Aber dann habe ich nachts davon geträumt. (Ja etwas peinlich, dass man von einer Flotten Lotte träumt und nicht von einem heißen Kerl – aber der liegt ja neben mir *schleim* 😀 ) In diesem Traum ging es darum, dass ich den Siebeinsatz, den man unten an der Lotte befestigt, mal andersherum ausprobieren sollte.
Heute hab ich mir das Ding – was schon im Korb zum Umtauschen lag – nochmal geschnappt und siehe da, plötzlich ging es wie geschmiert! Ich muss mich also bei der armen Lotte (sie heißt jetzt Lottchen) entschuldigen, die ich versehentlich beschuldigt hatte nicht zu funktionieren.
Heute konnte ich sie dann auch gleich einsetzten und jetzt bin ich sehr zufrieden, sie tut was man ihr sagt, hakt nicht und sitz fest auf dem Topf, was will man mehr.
Jetzt zum Ende muss ich noch schnell erwähnen, dass ich am Freitag Geburtstag habe und ich an dem Tag mit meiner Mutter, meinem einen Bruder und deren Freundin den ganzen Tag durch München shoppen werde. Ich werde also wieder ein paar schöne Kochsachen ergattern! Freu mich schon wie ein Kind auf den Tag! Abends geht’s dann in ein kleines Restaurant in dem es ganz viele verschiedene Dumplings gibt.
Dumplings sind – schnell erklärt – sowas wie chinesische Ravioli 😛
Ich bin mal gespannt, wie es dort schmeckt. Vielleicht gibt es dann sowas hier auch mal zum nachkochen!

Jetzt hör ich aber auf zu quatschen und es gibt unsere Familienrezept von einer Kartoffelsuppe – so heißt sie bei uns – mit Kartoffeln, Suppengemüse, Majoran und etwas Butter. Wer mag kann gerne noch ein paar Wiener Würstchen oder Backerbsen hineingeben.

Kartoffelsuppe 2

Rezept für eine Kartoffelsuppe

Zutaten für 4 Personen

• 6 Kartoffeln
• 1 Packung Suppengrün (2 Karotten, Sellerie, Lauch etc.)
• 1 Zwiebel
• Tomatenmark oder 2 Tomaten
• ca. 2 Liter Wasser
• Majoran
• Salz
• Butter

Zubereitung

1 Einen Schnellkochtopf mit den 2 Liter Wasser füllen und die Kartoffeln, die Zwiebel und das Suppengrün geschält und klein geschnitten in den Topf geben.
2 Das Tomatenmark und das Salz dazu. Den Schnellkochtopf verschließen.
3 Wenn zwei Ringe beim Schnellkochtopf erscheinen die Uhr auf 15 Minuten stellen und das Gemüse darin garen lassen.
4 Wenn die 15 Minuten um sind, den Schnellkochtopf öffnen und die Suppe mit dem Gemüse durch die Flotte Lotte in einen anderen Topf gießen.
5 Nun das ganze Gemüse durchdrehen. Sollte die Suppe zu dick sein etwas Wasser nachgießen. Sollte sie zu dünn sein, einfach etwas einkochen lassen.
6 Zum Schluss mit Salz und Majoran abschmecken und mit Butterflocken servieren!

 

Tajarin in Brodo con Gnocchetti di Pollo – oder auch: Brühe mit Hähnchenklößen und Eierbandnudeln

Brühe mit Hähnchenklößen und Eiernudeln 2
Für heute hab ich mir eine Suppe eingebildet und weil es nicht einfach nur eine normale Suppe sein soll ist es eine italienische Hühnersuppe mit Tajarin und Hähnchenklößen geworden.
Tajarin (so steht es in meinem klugen Buch) sind kleine dünne Eierbandnudeln aus der Gegend von Piemont. In Piemont werden sie gerne mit Trüffeln gegessen, was es heute bei mir NICHT gibt 😛
Die Rezeptidee stammt – wieder mal – aus dem Kochbuch „Pasta“ von Antonio Carluccio, aber ich habe ein paar Sachen verändert, was mir persönlich besser schmeckt.
Bei den letzten Beiträgen habe ich die kleinen Geschichten um die Rezepte etwas vernachlässigt, heute gibt es aber etwas mehr, versprochen.

Vor ein paar Wochen war ich bei meiner Oma beim Essen und es gab Hähnchen Suppe. Eigentlich nichts besonderes, aber da wurde ich dran erinnert, wie so eine Suppe schmecken soll. Die letzten Hühnersuppen, die ich gemacht habe, hatten eher den Geschmack von Putzwasser. Bei meiner Oma schmeckte sie sooo gut und genau so eine Suppe wollte ich daheim auch haben.
Ich habe den Fehler gemacht, dass ich nur Putenbrüste genommen habe. Wenn ich das hier so schreibe schäme ich mich fast etwas, wie kann man denn denken, dass NUR durch Hähnchenbrüste mit ein bisschen Gemüse eine schmackhafte Hühnersuppe entstehen kann. Nach ein paar kleinen Oma-Tipps kann auch ich jetzt soo eine wunderbare Suppe und die verrate ich euch heute auch noch.
Die Suppe, die Grundlage des Gerichtes, mach ich immer im Schnellkochtopf. Ja ich bin ein Fan vom Schnellkochtopf. Nicht unbedingt, weil es schneller geht. Ich finde, dass es eine sehr gute und schonende Methode ist Lebensmittel zu garen. Naja und außerdem hab ich es von meiner Mutter, die hat es von ihrer Mutter und die von ihrer.
Meine Oma erzählt heute noch gerne, wie ihre Mutter damals einen der ersten Schnellkochtöpfe zusammengebaut hatte.
Diese Töpfe von damals sind kein Vergleich zu den stylischen Töpfen von heute, die man sogar mit dem Smart Phone verbinden kann (ich habe so einen leider nicht *schnief*).
Aber auch um den Schnellkochtopf von heute gibt es in unserer Familie immer wieder schöne kleine Geschichten. Meiner Oma ist so ein Ding mal um die Ohren geflogen und mir auch fast.
Das war so: Vor ein paar Monaten war ich noch nicht im Besitz eines Induktions Herdes sondern, eines sehr billigen Elektroherdes. Aufgewachsen bin ich aber mit Gas und auf Gas geht das mit dem Schnellkochtopf ganz einfach. Man wartet, bis die gewünschte Anzahl Ringe raus kommen und dreht das Gas ganz runter und wartet die Zeit ab, die das Gericht im Topf bleiben soll. Fertig. Gaaanz einfach. Mit Gas geht übrigens alles leichter, lasst euch das gesagt sein 😀
Mein böser Elektroherd war da nicht so. Bei dem war es eher ein Glücksspiel. Man wartet bis die gewünschte Anzahl Ringe draußen ist und…und? Naja, nix! Runter drehen bringt eigentlich nichts! Eigentlich müsste man neben dran eine Herdplatte erwärmen, die so mittlere Temperatur hat und dann den Topf umstellen.
An dem besagten Tag habe ich ihn aber schlicht und einfach vergessen. Ich habe ihn erst gehört, als er lauthals getrötet hat. Da stürmte ich schnell in die Küche, doch Mr. Bee war vor mir und wusste nicht was tun und versperrte mir den Weg. Also schupste ich ihn auf die Seite und zerrte den Topf sofort von der Platte. Nur leider schon etwas zu spät. Überall klebten Suppenreste und die Küche sah aus, wie ein Schlachtfeld. So schnell kann es leider gehen, aber seither habe ich den Schnellkochtopf NIE mehr vergessen. Und mit meinem Induktionsfeld geht das auch mit dem Schnellkochtopf wie am Schnürchen. Mit Induktion geht übrigens auch alles viel besser, lasst euch das gesagt sein 😀
Soviel zum Thema Schnellkochtopf und Suppe und drum herum.
Den Nudelteig für die Tajarin habe ich natürlich auch selber gemacht. Diesmal ist er mir wieder besonders gut gelungen. Ich habe festgestellt, dass wenn ihn von Anfang an mit der Hand knete und keine Knethaken benutze wird er viel besser. Ist leider eine etwas dreckigere Angelegenheit, aber das Ergebnis ist viel besser.
Die Suppe eignet sich heute besonders gut, weil es hier eher kühl ist und regnet. Am besten schmeckt sie wahrscheinlich im Winter in eine dicke Decke gemummelt. Aber auch als Gute-Besserungssuppe ist sie toll.
Jetzt gibt es hier mal das Rezept.

Brühe mit Hähnchenklößen und Eiernudeln 1

Rezept für Tajarin in Brodo con Gnocchetti di Pollo

Zutaten

Für die Suppe
• 800 g Hähnchenschenkel (ein ganzes Huhn geht natürlich auch)
• 500 g Suppengrün (Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel etc.)
• 1 große Zwiebel
• 1 Zweig Petersilie
• 1 Lorbeerblatt
• Pfefferkörner zerstoßen
• Senfkörner
• Rosmarin/Thymian
• Salz

Für die Hähnchenklöße
• 2 Hähnchenschenkel
• 1 kleine Knoblauchzehe
• 3 EL gehackte Petersilie
• 1 EL Semmelbrösel
• 1 Ei
• 30 g Parmesan (gerieben)
• Salz

Für die Nudeln (1 Person)
• 100 g Mehl (Typ 00)
• 1 Ei
• Salz

Zubereitung

1 Sämtliche Zutaten für die Suppe in einen Schnellkochtopf mit kaltem Wasser und 20 Minuten auf dem 2. Ring kochen lassen.
2 Die Hähnchenschenkel herausnehmen und die Brühe durch ein Sieb gießen.
3 2 Hähnchenschenkel für die Klöße beiseite stellen, die anderen anderweitig verwenden. Zum Beispiel als Suppeneinlage für das nächste Mal.
4 Für die Nudeln das Mehl, Ei und Salz zu einem festen Teig kneten und eine halbe Stunde stehen lassen. Je nach Konsistentes in einer Frischhaltefolie im Kühlschrank oder einfach so draußen.
5 Für die Hähnchenschenkel alle Zutaten zu einer Farce pürieren und kleine Klößchen darauf formen. Dazu am besten die Hände immer etwas nass machen und die Klöße darin formen.
6 Jetzt den Nudelteig noch mit Hilfe der Nudelmaschine zu dünnen Nudeln formen.
7 Zum Schluss die Suppe zum kochen bringen und die Klöße und die Nudeln hinein geben und einige Minuten gar kochen.
Damit die Suppe noch etwas mehr Geschmack bekommt und eine schönere Farbe bekommt wird bei uns in der Familie die Suppe mit Curry gewürzt. Toller Geschmack, grade zum Hähnchen und sieht einfach auch toll aus.
8 Wer mag kann das Ganze noch mit Selleriegrün garnieren und mit Parmesankäse bestreuen.