Rinderrouladen

Rinderroulade 1

Wikipedia sagt: Rinderrouladen ist ein Sonntagsessen. Bei uns war es ein Mittwochsessen, dafür gab es nur Nudeln dazu und kein Kartoffelpüree. Zu meiner Verteidigung – wie kann es anders sein – es musste mal wieder schnell gehen, wir waren noch fürs Kino verabredet.
Damit es nicht ganz so doof ausschaut hab ich bunte Nudeln genommen, passt als „schnell Lösung“ auch ganz gut dazu.
Meine Rinderrouladen waren eher Involtini (übersetzt Rolle, aber kleine Rollen). Ich hatte leider nur Rinderschnitzel, die habe ich platt geklopft und gefüllt. Süß waren sie schon 😛
Das Rezept – wie kann es anders sein – stammt von meiner Mutter und diesmal ist es auch genauuuu so geworden, wie ich es kenne.
Die Füllung besteht bei uns aus Paprika, Zwiebel, Petersilie, Essiggurken und Speck. Das alles wird kleinegewürfelt und die Rouladen damit gefüllt. Ich halte nicht so viel davon, wenn die Zutaten für die Füllung in Streifen oder sogar im Ganzen in die Roulade kommt, da verbindet sich der Geschmack nicht so gut!
Was noch anders ist, ist wieder der Schnellkochtopf. (Mir fällt auf, dass ich den sehr oft benutze.) Damit sind die Rouladen in 20 Minuten ganz zart und man muss eigentlich nichts mehr machen!
Hier also zum Rezept:

Rinderroulade 2

Rezept für Rinderrouladen

Zutaten für 2 Personen (Mr. Bee hat ganz schön viel gegessen)

• 6 Rinderschnitzel oder Rinderrouladen
• 2 – 3 Essiggurken (gewürfelt)
• 1 rote Paprika (gewürfelt)
• 1 Zwiebel (gewürfelt)
• 1 Scheibe Bauchspeck (gewürfelt)
• Petersilie (gehackt)
• 1 Becher (125 ml) saure Sahne
• Senf
• 1 – 2 EL Tomatenmark
• Mehl
• Paprikapulver
• Salz / Pfeffer

Zubereitung

1 Die Rinderschnitzel bzw. Rinderrouladen auf beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.
2 Dann die Rouladen mit Essiggurken, roter Paprika, Zwiebel, Speck und Petersilie füllen und rollen. Mit einem kleinen Fleischspieß schließen.
3 Die Rouladen mehlieren und im Schnellkochtopf von beiden Seiten scharf anbraten. (Sollte noch Füllung übrig sein – einfach mitbraten)
4 Das Tomatenmark dazu und mit Wasser aufgießen. Nicht zu viel sonst wird die Sauce wässrig.
5 Zum Schluss noch die saure Sahne dazu und verrühren. Den Deckel schließen und 20 Minuten mit 3 Ringen kochen lassen.
6 Wenn die Rouladen fertig sind, die Sauce nochmal abschmecken und bei Bedarf mit Gustin verdicken. Fertig!

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Gulasch mit Kartoffelknödel

Gulasch mit Kartoffelknödel 2
Thema Gulasch: Gulasch in Deutschland ist nicht immer das, was ich unter Gulasch verstehe. Oft wird Gulasch mit Rindfleisch, Schweinefleisch und Pilzen gemacht. Das Gulasch hat aber eine lange Geschichte und wird eher weniger mit halb Schwein und halb Rind gemacht.
Das Rezept geht zurück bis ins Mittelalter. Damals aßen die ungarischen Hirten eine Suppe aus geröstetem Fleisch und Zwiebeln, die überm offenen Feuer gebrutzelt wurden.
Ende des 18. Jahrhunderts entstand das ungarische Nationalgericht „Gulyas-hus“, was immer noch hauptsächlich von den Bauern gegessen wurde.
1819 wurde das erste Gulasch Rezept im Prager Kochbuch veröffentlicht.
1827 wurde das Gulasch als erstes in einem österreichischen Kochbuch erwähnt, unter dem Namen: Ungarisches Kolaschfleisch.
Gulyás ist aber in Ungarn eine Gulaschsuppe mit Mehl und Paprikapulver, Paprika und Fleisch langsam eingeschmort.
Das was wir unter Gulasch verstehen heißt in Ungarn „Pörkölt“ und hat die gleichen Zutaten wie das Gulyás, wird aber viel mehr eingekocht.
Das österreichische Rindergulasch, was natürlich auf das ungarische Pörkölt zurück geht, besteht aus magerem Rinderfleisch und Zwiebeln, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran und Thymian.

Soviel zur Geschichte! Was ich damit nur sagen wollte ist, dass Gulasch eine sehr lange Geschichte hat und es natürlich noch viele Variationen des Schmorgerichtes gibt. Grundsätzlich finde ich aber das typische Rindergulasch am besten!

In mein Gulasch kommen auch nur viele Zwiebeln, Rinderfleisch, Paprika, Tomatenmark und Gewürze hinein. Diese landen bei mir alle in den Schnellkochtopf, werden gut angebraten und dann 25 Minuten gekocht.
Zum Schluss binde ich die Sauce noch etwas mit Gustin (Speisestärke) ab. Man kann, wenn man das nicht möchte, das Fleisch beim würzen auch mit Mehl bestäuben, dann dickt die Sauce gleich beim Kochen ein.
Jetzt aber hier das Rezept zum nachkochen.

Ach was noch was vergessen 😛 Die Knödel natürlich!
Das Rezept hab ich von einem gewissen Herrn Lafer, was eigentlich ganz lecker ist. Die Knödel sind nur sehr weich, aber schmecken sehr Kartoffelig, das finde ich gut!

Jetzt aber zum Rezept und viel Spaß beim Nachkochen!

Gulasch mit Kartoffelknödel 1

Rezept für ein Rindergulasch mit Kartoffelknödeln

Zutaten für 4 Personen

Für das Gulasch
• 600 g Rindergulasch
• 7 Zwiebeln
• Paprika
• Tomatenmark
• Mehl
• Speisestärke (Gustin)
• Kümmel (ganz und gemahlen), Paprikapulver, Majoran
• Salz und Pfeffer
• Wasser

Für die Kartoffelknödel
• 900 g Kartoffel (mehlige)
• 3 Eigelb
• 75 g Speisestärke (Gustin)
• 50 g flüssige Butter
• Salz

Zubereitung

1 Für das Gulasch die Zwiebeln und Paprika klein schneiden.
2 Die Zwiebeln und das Fleisch scharf in einem Schnellkochtopf anbraten und würzen (auch Mehl), das Tomatenmark dazu geben und zum Schluss noch die Paprika.
3 Mit Wasser ablöschen, den Schnellkochtopf schließen und 25 Minuten (mit drei Ringen) köcheln lassen.
4 Nach dem kochen alles noch abschmecken und gegebenenfalls mit Gustin die Sauce binden.
5 Für die Knödel die Kartoffeln im Schnellkochtopf gar kochen – 15 Minuten im Schnellkochtopf.
6 Wenn sie gar sind, schälen und im Ofen bei 150 °C 10-15 Minuten ausdämpfen lassen.
7 Dann die Kartoffeln zwei Mal durch eine Kartoffelpresse drücken. Warum zwei Mal? Dann werden die Knödel nachher besonders glatt.
8 Jetzt die restlichen Zutaten dazu und zu einem glatten Teig verrühren.
9 Nun nur noch Knödel formen (am besten mit nassen Händeln) und in heißem Wasser gar ziehen lassen. Nicht mehr kochen lassen. Wenn sie an die Oberfläche kommen sind sie gar.