Flammekuchen, Flammkuchen, Tarte flambée, Flammkuche, Flammwaie

Flammkuchen 1
Viele Begriffe, eine Gericht: Der Flammkuchen!
Als ich vor ein paar Wochen im Elsass war kam ich natürlich nicht drum herum mir einen Flammkuchen zu genehmigen. Ich hatte eine sehr feste Vorstellung, wie dieser zu schmecken hat, man kann ihn hier ja oft genug essen und ich hab ihn auch schon oft genug daheim selber gemacht.
Nur dann saß ich da und er schmeckte irgendwie gar nicht nach dem, was ich mir so als Flammkuchen vorgestellt habe.

Flammkuchen essen

Ich dachte er ist irgendwie aromatischer. Ich hatte den ganz typischen mit Speck und Zwiebeln, aber irgendwie was er sehr … naja … neutral im Geschmack. Aber so wird er wohl gemacht. Ich habe dann man ganz viel gelesen, wie ein Flammkuchen wirklich geht. Und das hat eben nicht mit dem übereingestimmt, mit dem was ich darunter verstehe.
Ich hatte immer eine Crème Fraîche Masse mit Schnittlauch und etwas Knoblauch, viel Zwiebeln und Speck vor Augen.
Der Elsässer Flammkuchen bzw. die Tarte Flambée besteht aus einer Sahne Mischung, mit Zwiebeln. Die Zwiebeln werden vorher in einer Pfanne gebraten und dann mit Sahne aufgegossen. Das kommt dann auf den sehr dünnen Flammkuchen Teig und wird mit Speck belegt.
Wenn ich jetzt so an den Urlaub zurückdenke, war es eigentlich doch lecker, hatte nur etwas anderes erwartet.
Durch reisen lernt man doch eine ganze Menge 🙂
Ich habe heute also auch wieder zwei Rezeptvarianten. Der Teig ist bei beiden gleich, aber einmal gibt es den typischen Elsässer Belag (den ich aber noch nicht ausprobiert habe) und einmal gibt es meinen Flammekuchen.
Und ja ich sagen dazu Flammekuchen, weil es eben kein typischer Flammkuchen ist, dann habe ich eben den Flammekuchen erfunden!
Also viel Spaß beim nachbacken und guten Abbo!!

Flammkuchen 2

Rezept für eine Elsässer Tarte Flambée

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 250 g Mehl
• 125 ml Wasser
• 2 EL Olivenöl
• etwas Salz

Für den Belag
• 1 Zwiebel
• Butter
• 40 cl Rahm
• Salz, Pfeffer
• Speck (gewürfelt)

Zubereitung

1 Für den Teig das Wasser, Mehl, Salz und Öl zu einem Teig verkneten.
2 Die Zwiebeln in Streifen schneiden und mit Butter in einer Pfanne dünsten und mit dem Rahm aufgießen – würzen.
3 Jetzt den Teig gaaaanz dünn ausrollen. Man sollte durchschauen können!
4 Auf den Teig das Zwiebel – Rahm Gemisch auftragen und bei 250 °C ca. 10 Minuten in den Ofen, bis die Ränder schön knusprig sind. – Fertig!

Flammkuchen 3

Rezept für einen Flammekuchen à la Kochbienchen

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 250 g Mehl
• 125 ml Wasser
• 2 EL Olivenöl
• etwas Salz

Für den Belag
• 2 Becher Crème Fraîche
• 1 Knoblauch Zehe (zerdrückt)
• viel Schnittlauch
• Pfeffer
• Speckwürfel
• 3 – 4 Schalotten
• wahlweise Pfifferlinge

Zubereitung

1 Für den Teig das Wasser, Mehl, Salz und Öl zu einem Teig verkneten.
2 Für den Belag die Crème Fraîche mit dem Knoblauch, Schnittlauch und Pfeffer verrühren.
3 Dann die Pfifferlinge und die Schalotten in kleine Stücke und Ringe schneiden.
4 Jetzt den Teig gaaaanz dünn ausrollen. Man sollte durchschauen können!
5 Jetzt nur noch die Masse und die Pfifferlinge, sowie den Speck und die Zwiebeln auf den Teig legen und im Ofen bei 250 °C ca. 10 Minuten backen lassen.

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Petersiliennudeln mit Eierschwammerln

Petersiliennudeln mit Eierschwammerl 1
Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich Eierschwammerl ergattert habe. Da musste ich natürlich zugreifen und die gab es gestern.
Als ich vor ein paar Wochen die ersten Eierschwammerl gesehen habe, hab ich die ganz Zeit überlagt, was ich damit machen kann. Und weil ich finde, dass Petersilie und Eierschwammerl sehr gut harmonieren habe ich einfach Petersiliennudeln gemacht.
Dazu habe ich nur zum Grundteig zwei Bund fein gehackte Petersilie untergemischt. Das hat super funktioniert und hat sehr gut geschmeckt.
Bei den Eierschwammerln habe ich nicht viel gemacht nur ein wenig Speck und ein bisschen Sahne. Ich wollte den Geschmack nicht übertünchen, sondern einfach nur den Schwammerl-Geschmack mit den Nudeln unterstützen.
So jetzt sitze ich hier und überlege, was ich noch zu dem Gericht schreiben soll. Es war super lecker, aber es gibt keine ausschweifend lange Geschichte dazu. Beim kochen ist nichts Schlimmes passiert und das Rezept ist auch nicht sehr schwer, deshalb habe ich mal im Internet gekramt und habe eine schöne Phrase gefunden.
Ihr kennt doch bestimmt alle das Sprichwort: „Das ist mir keinen Pfifferling wert.“ Ganz genau kann man es natürlich nicht sagen, aber was man weiß ist, dass früher Pfifferlinge Massenwahre waren. (Die guten alten Zeiten 😛 ) Und zu dieser Zeit muss wohl auch dieses Sprichwort entstanden sein, weil es früher wohl so viele Pfifferlinge gab waren sie nichts wert und so muss dieses Sprichwort wohl zustande gekommen sein.
Und es geht weiter mit (un)nützem Wissen über Pfifferlinge:
Ich weiß jetzt nämlich, wo meine Eierschwammerl herkommen. In Osteuropa wachsen sie nämlich noch viel besser als hier und deshalb kommt der Löwenanteil der Eierschwammerl daher – Sogar von Ende Juni bis Oktober/November.
Wartet noch … es gibt noch was zu sagen. Der Pfifferling ist sehr Kalorienarm! Juhu!! Da er aus über 90% Wasser besteht kann ja auch nicht so viel in den restlichen 10% an Kalorien zu finden sein. 100 g Pfifferlinge haben grade mal 15 Kalorien. Boa da muss ich wohl reinhauen!
Jetzt nochmal ganz kurz zum Thema Waschen und Pilze allgemein. Man sollte Pilze (bis vielleicht auf ein paar Ausnahmen) NICHT waschen. Warum? Er saugt sich mit Wasser voll und wird ganz schwammig und glitschig. Wenn man trotzdem die Nadeln oder die Erde herunter haben möchte – weil wir wollen ja nicht auf Steine beißen im essen nicht wahr Mr. Bee – sollte man sie mit einem Pinsel oder Dick und Durstig (für alle die nicht wissen, was das ist: Küchentuch) putzen.
Jetzt bin auch ich mit meinem Pfifferlinglatein am Ende und werde euch jetzt mein Rezept übermitteln.
Viel Spaß beim nachkochen und vor allem beim Essen!!

Petersiliennudeln mit Eierschwammerl 2

Rezept für meine Petersiliennudeln mit Eierschwammerln

Zutaten für 2 Personen (eine davon hatte viel, viel Hunger)

Für die Nudeln
• 400 g Mehl (Typ 00)
• 3 Eier
• 2 Bund Petersilie/ganz klein gehackt
• Salz

Für die Eierschwammerl
• 400 g Eierschwammerl
• 60 g geräucherten Speck
• 1 Schalotte
• 1 Becher Sahne
• Pfeffer

Zubereitung

1 Als erstes für den Nudelteig alle Zutaten verkneten und den Teig mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.
2 In der Zwischenzeit die Pilze putzen, klein schneiden, die Zwiebel auch klein schneiden und den Speck in dünne Streifen schneiden. (Man kann auch Würfel nehmen, aber ich hab lieber ganz dünne Speckfäden, die verbinden sich besser mit dem Rest.)
3 Dann den Speck leicht anbraten und dann die Zwiebeln dazu und nochmal 2 Minuten mitbraten, dann die Schwammerl dazu und alles gut durchbraten.
4 Jetzt die Nudeln mit der Nudelmaschine formen und im heißen Wasser ca. 3-5 Minuten kochen lassen.
5 In der Zwischenzeit die Schwammerl nochmal erwärmen und mit Sahne aufgießen und anschließend Pfeffern. Mehr braucht man eigentlich nicht.
6 Zum Schluss noch die Nudeln mit den Pilzen vermissen und sofort servieren.