Food Pairing, oder einfach nur: Champignon – Carbonara

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Heute gibt es mal ein ganz schnelles Gericht mit wenigen Zutaten. Wenig Zutaten und wenig Zeit muss aber nicht heißen, dass das Essen nicht besonders gut ist. Man muss einfach wissen, was man kombiniert und vor allem wie!
Es gibt viele einfache Rezepte, die großen und aufwändigen Gerichten die Show stehlen können. Die „normale“ Carbonara zum Beispiel. Sie besteht aus wenigen Zutaten und geht super schnell und ist einfach nur super lecker.
Ich habe eigentlich bei diesem Rezept nicht sehr viel verändert. Ich habe nur den Speck durch die Pilzen ersetzt und in die Eier etwas Sahne gemischt und schon war ein einfaches und schnelles Mittagessen gezaubert.
Wichtig ist bei solchen Kreationen, dass man sich überlegt, was passt zusammen?! Wie bei der Kleidung! Zu viel ist oft nicht das Optimale – zu wenig von dem Falschen natürlich auch nicht!
Der Begriff Food Pairing taucht in diesem Zusammenhang oft auf. Aber was ist das?
Übersetzt heißt es einfach „Essens – Paare“. Also sind es Lebensmittel die gut zusammen passen, aber nicht nur das. Sie passen nicht nur gut zusammen, sondern entfalten auch erst zusammen den besten Geschmack.
Ein paar kennt bestimmt jeder! Sie sind auch durch die Gesellschaft und Lebensmittelindustrie, in uns verankert. Beispiele wären: Schokolade und Orange, Zimt und Zucker, Karotte und Erbsen, Huhn und Speck, Leber und Apfel, Zwiebel und Leber, Kartoffel und Muskat, Ei und Salz, Spargel und Schinken, etc. ich könnte ewig so weiter machen.
Aber natürlich gibt es nicht nur Food Paare, die uns sofort einleuchten, sondern auch solche, die wir erst verstehen, wenn wir sie probieren.
Jedes gute Gericht besteht mindestens aus einem Paar, wenn nicht aus vielen, die sich sogar ergänzen. Das ist die Genialität vieler so guter Köche.
Als Genial würde ich mich noch lange nicht schimpfen, aber es ist wichtig sich mit diesem Thema auseinanderzusetzten um den eigenen Geschmack zu schärfen und weiterzuentwickeln.
Bei diesem Gericht habe ich zwei Lebensmittel miteinander kombiniert, die perfekt zusammen passen: Pilz und Ei.
Ich hatte kurz nachgedacht den Speck in dem Gericht zu lassen, denn Speck und Pilze passen auch sehr gut zusammen, aber ich wollte, dass der Geschmack des Pilzes das Gericht dominiert und deshalb habe ich mich gegen den Speck und für etwas Zwiebeln entschieden. Die Zwiebel unterstreicht den Pilz eher, als ihn zu übertünchen.
Wichtig ist bei diesem Rezept ein guter Pfeffer. Auf keinen Fall ein schon gemahlener Pfeffer. Ich habe mich für einen Pfeffer aus Madagaskar entschieden – Voatsiperifery Pfeffer. Dieser Pfeffer ist schön scharf und sehr aromatisch. Es ist schwer zu beschreiben, wie er schmeckt, wenn er gemahlen ist riecht er unheimlich blumig und genau so schmeckt er auch.

Ich hoffe dieser kleine und schnelle Eintrag heute zeigt euch, dass es nicht immer heißt, dass ein gutes Essen mehrere Stunden dauern muss. Es geht einzig und alleine um das Wissen: Was schmeckt wie und was passt mit diesem Geschmack zusammen, dass es einen Geschmacksexplosion gibt.

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Rezept für Champignon – Carbonara

Zutaten für 2 Personen

• 200 g Nudeln (kleine, feine Nudeln)
• 15 Champignons
• 1 Zwiebel
• 2 TL gehackte Petersilie
• 2 Eier
• 75 ml Sahne
• Salz
• Pfeffer (z.B.: Voatsiperifery Pfeffer)
• 4 EL Parmesankäse (für den Parmesanchip)

Zubereitung

1 Als erstes die Hälfte der Zwiebel in Halbringe schneiden und in Butterschmalz leicht braun anbraten – beiseite Stellen zum verzieren.
2 Die zweite Hälfte der Zwiebel in kleine Würfel schneiden, dann die Champignons in kleine Würfel schneiden.
3 Die Zwiebel mit Butterschmalz dünsten und mit Salz würzen.
4 Wenn die Zwiebeln gedünstet sind, dann die Pilze dazu und vielleicht noch etwas Öl oder Butterschmal dazu geben – Pilze sind nun mal Schwämme, die viel Fett aufsaugen.
5 In der Zwischenzeit die Nudeln al dente kochen und die zwei Eier mit der Sahne verquirlen.
6 Nachdem die Pilze schön braun sind mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie dazu geben.
7 Jetzt nur noch die Nudeln auf die Pilzmasse geben und etwas Nudelwasser dazu geben.
8 Die Ei Masse auf das Nudel – Pilzgemisch geben  – aber NICHT mehr kochen lassen. Sonst stock das Ei zu sehr und die Nudeln werden trocken.
9 Ach jaa – die Parmesanchips: Ganz einfach! Nur den geriebenen Parmesan auf ein Blech mit Backpapier häufen und bei ca. 180 Grad in den Ofen, bis sie schön braun sind! Fertig

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Ravioli mit Spinat – Topfen Füllung

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 1Soo heute bin ich wieder da! In letzter Zeit ist bei mir ganz schön viel los.
Beide meine Brüder sind da gewesen, wir haben meinen Vater am Ritten – in der Nähe von Bozen – besucht und der kleine (mittlerweile viel größerer) Bruder ist für gute 3 Wochen zum Arbeiten da. Er arbeitet mit Mr. Bee im Fischladen zusammen.
Ich musste die ganze Woche arbeiten und da kam bei mir das Kochen leider etwas zu kurz. Mein Gefrierfach ist jetzt wieder leer und ich kann wieder neue Gerichte kochen und einfrieren 😛
Heute war also seit langem wieder mal Zeit etwas zu kochen und wie kann es anders sein hab ich mal wieder Ravioli gemacht.
Warum? Naja ich liebe Ravioli, aaaber es gibt noch einen Grund.
In ein paar Tagen habe ich Geburtstag und weil ich an diesem Tag meinen Vater nicht sehe hab ich mein Geschenk schon vorher bekommen. Und was war es? Raviolistempel! Ich habe in Bozen einen Laden entdeckt, der genau die Stempel hat, die ich haben will.
Im Internet hab ich tolle Stempel gefunden, aber die sind sehr teurer. Aber trotzdem wollte ich die haben, nicht die billigen. Als ich dann in Bozen einen Laden entdeckt habe, der genau DIE Stempel aus dem Netz hat, musste ich sie unbedingt haben.

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Und obwohl ich schon viele Ravioli gemacht habe, habe ich eigentlich nichts um sie auszustechen. Ich habe immer irgendwelche Plätzchenausstecher oder Gläser zweckentfremdet. Also gab’s für mich einen meiner ersten Raviolistempel und ein Teigrad. Alles original italienisch! Naja original italienisch ist nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität (ich sag nur Fiat), aber Raviolistempel können sie!
Ich MUSSTE den Stempel also ausprobieren. Und ich muss sagen ich bin absolut überzeugt. Er stempelt perfekt aus. Man braucht kein Wasser oder Ei zum verkleben der Ravioli. Einfach den Teig mit der Masse belegen, eine weitere Bahn drauf legen und einfach ausstempeln. Dadurch, dass er außen sehr scharfe Zacken hat und innen einen beweglichen „Kern“ lassen sich die Ravioli perfekt vom restlichen Teig trennen und nichts klebt.
Es ging echt super schnell und aus sehen tun sie auch noch schön.

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Ich bin absolut begeistert und muss unbedingt noch mehr davon kaufen *top*!
Nun aber zu meinem Rezept.

Ravioli mit Spinat-Topfen Füllung 2

Rezept für Ravioli mit Spinat – Topfen Füllung

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 125 g Weizenmehl
• 55 g Hartweizengries, Semola rimacinata
• 5 Eigelb (bei kleinen Eigelb können es auch 7 werden)
• etwas Eiweiß
• 1 EL Olivenöl

Für die Füllung
• 150 g TK Spinat (ca. 300 g frischer Spinat)
• 50 g Zwiebeln kleingeschnitten
• 1/2 Knoblauchzehe
• 2 EL Pinienkerne
• 100 g Topfen
• 1 EL Schnittlauch
• 4 EL geriebenen Parmesan
• Salz
• Pfeffer
• Muskat

Zubereitung

1 Für den Teig alle Zutaten vermengen und mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen. Mehr zum Thema Nudelteig gibt’s hier oder hier.
2 Während der Teig ruht für die Füllung den Spinat auftauen lassen oder blanchieren.
3 Die Pinienkerne schnell ohne Öl in einer Pfanne anrösten und aus der Pfanne nehmen.
4 Dann die kleingeschnittene Zwiebel und den kleingeschnittenen Knoblauch in einer Pfanne anschwitzen und dann den Spinat dazu und die ganze Feuchtigkeit einkochen lassen.
5 Jetzt alle Zutaten (außer den Topfen / Quark) zusammen klein mixen.
6 Zum Schluss den Topfen unterziehen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
7 Die Masse nur noch auf den ausgerollten Nudelteig geben und ausstechen.
8 Die Ravioli ca. 3 Minuten im wallenden Salzwasser gar kochen und mit brauner Butter, Schnittlauch und Parmesan servieren.