Gnocchi mit Salbeibutter

Gnocchi mit Salbeibutter2

Nach laaanger Zeit gibt es mal wieder ein Rezept. Ein schnelles, aber irgendwie doch lange dauerndes Essen.
Die Salbeibutter geht ziemlich schnell und ist kein Hexenwerk, aber bei den Gnocchi muss man ein paar Minuten einplanen.
Vor allem mich haben die Dinger waaaaaaahnsinnig gemacht! Wie können einen so kleine Kartoffeldinger so wahnsinnig machen? Bei mir gibt es selten Sachen beim Kochen, die total schief gehen. Natürlich gibt es vieles, was mir nicht schmeckt, aber wenig, was einfach nicht gelingt!
Aber Gnocchi sind mir mehrere Male nicht gelungen! Deshalb bin ich auf dieses simple Gericht ganz besonders stolz.
Ich kann ja mal eine Geschichte vom Misserfolg bzw. vom Erfolg erzählen – es gingen nämlich nicht alle Versuche schief.
Ein Versuch (ein halb positiver) begann an einem heiß ersehnten freien Tag (an einem Dienstag? äh Mittwoch? – ach ich weiß es nicht mehr – is ja auch wurscht 😛 ). Ich musste also nicht arbeiten und bildete mir ein den ganzen Tag an den perfekten Gnocchi zu arbeiten.
Genug Kartoffeln waren da, ein Rezept auch und Motivation sowieso.
Für dieses Rezept lässt man die Kartoffeln ca. 1 Stunde im Ofen gar kochen. Ich hatte also dazwischen sogar noch Zeit einmal durchzusaugen.
Kurz bevor ich fertig mit saugen war starb mein Staubsauger ab und es war leise. Totenstille! Ich drückte wie verrückt auf meinem Staubsauger herum und hab mich schon gesehen, wie ich den ganzen Tag damit verschwänden muss einen neuen – aber niiie so tollen Staubsauger, wie den, den ich jetzt habe – zu kaufen.
Naja, irgendwann (früh genug um noch nicht auf dem Weg in den Staubsaugerladen zu sein) bemerkte ich, dass ja gar nichts mehr geht – keine Ofen, kein Licht und kein PC!
Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich ging also an den Sicherungskaten und bemerkte – es schon wieder die Hauptsicherung rausgeflogen ist. Das passiert mir beim Kochen fast jeden 3. Mal. Ich verstehe nicht warum – aber so ist es halt.
Nach ein paar kleinen Auswechselversuchen meinerseits hat unsere Nachbar nun auch keinen Strom mehr (upps) und es musste doch ein lieber Freund von Mr. Bee und mir kommen, der mir (und meinem Nachbarn natürlich) dann, mit ein paar gekonnten Handgriffen, die Sicherung getauscht hat und ich weiterkochen konnte.
Nur konnte ich den armen Kerl ja nicht gleich wieder heim schicken. Außerdem hat er gesehen, dass ich auch noch gekocht habe, also kam eines zum anderen.
Er wurde eingeladen und ich hatte ziemlich Angst, dass meine Gnocchi nix werden. (Die Angst war ja wohl berechtig nach so vielen Fehlversuchen.)
Aber es kam ganz anders. An diesem Tag hatte ich tatsächlich die besten Gnocchi auf dem Teller, die ich je gemacht habe. Ich war sooo euphorisch, dass ich mich beim Essen gar nicht mehr eingekriegt habe – leider gibt es davon aber keine verwertbaren Bilder.
Und so kommen wir auch gleich schon zu meinem nächsten Fehlversuch.
Noch immer euphorisch vom letzten Mal beschloss ich für meinen kleinen Kochblock noch ein paar Gnocchi zu machen, die ich dann auch endlich fotografieren konnte.
Mr. Bee war mit der Firma in Wien und ich hatte genug Zeit.
Ich machte alles wie bisher (außer den Stromausfall) und siehe da: NIX!! Der Teig flog in hohem Bogen in die Mülltonne, meine Kartoffelpresse war verbogen und gegessen hatte ich auch noch nichts.
Mein Abendessen bestand aus etwas Frustschokolade!
Naja, da Mr. Bee länger in Wien war und ich nicht aufgeben wollte versuchte ich es am nächsten Tag gleich noch einmal. Und siehe da: SUUUPER!
So entstanden dann auch diese schönen Fotos und ich bin wieder voller Euphorie!
Bis zum nächsten Mal!

So, das war es jetzt auch. Denke, dass war genug Text für so ein einfaches, aber doch herrliches Rezept!
Viel Spaß beim nachkochen und genießen!

Gnocchi mit Salbeibutter1

Rezept für Gnocchi mit Salbeibutter

Zutaten für 2 Personen

• 600 g mehlige Kartoffeln
• grobes Meersalz
• 100 g Mehl
• 1 Eigelb
• Salz
• Butter (ca. 100 g)
• Salbeiblätter (je nachdem wie intensiv man den Geschmack haben mag)
• Parmesan zum bestreuen

Zubereitung

1 Ofen auf 200 °C vorheizen, die Kartoffeln mit Meersalz einreiben und 1 Stunde backen.
Wichtig die Kartoffeln müssen ganz durch sein – bei großen Kartoffeln ein paar Minuten länger drin lassen.
2 Dann die Kartoffeln schälen.
3 Das Mehl in eine Schüssel geben, dann die Kartoffeln und das Eigelb dazu und rasch vermengen.
4 Ca. 4 Stränge daraus formen und in gleich große Portionen zerschneiden.
5 In siedendes Wasser geben und so lange kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
6 Die Butter in einer Pfanne schmelzen, den Salbei dazu und die Gnocchi darin kurz schwenken.
7 Nach Belieben noch mit Parmesan bestreuen und fertig!

 

 

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Schupfnudeln oder die Deutsche und das Kraut

Schupfnudeln mit Sauerkraut 1

Das Kochbienchen war / ist krank. Das Kochbienchen ist eigentlich nie krank. Schon zu Schulzeiten wollte Sie lieber krank im Bett liegen als, müde und gesund im Unterricht sitzen.
Doch leider war Sie zu gesund!
Die letzten Tage war ich mal wirklich krank und es gefällt mir gar nicht. Das Schöne ist natürlich, dass man nicht arbeiten muss, aber die Freizeit genießen kann man trotzdem nicht. Alles tut einem weh, man kann nicht schlafen und man langweilt sich!
Dieser Zustand gefällt mir doch nicht so sehr. Vor allem, weil ich jetzt die Schulbank ja nicht mehr drücken muss und mir meine Arbeit einteilen kann wie ich will!
Deshalb muss jetzt etwas Gesundes auf den Tisch. Und was passt da besser als Sauerkraut?

Doch Sauerkraut ist nicht jedermanns Sache. Es hat einen sehr eigenwilligen Geruch und naja … aussehen tut es auch eher wie … naja … Kohl, der die Farbe verloren hat!
Doch Sauerkraut gibt es schon ein Zeitl. Im 18. Jahrhundert wurde es in der Seefahrt als ganzjähriger Proviant eingesetzt. Es war voller Vitamine (vor allem Vitamin C) und verhindert deshalb auch Skorbut (Vitaminmangelkrankheit). Außerdem ist es voller Milchsäure, Vitamin A, B und C, Mineralstoffen und was die Frauen freuen wird auch sehr kalorienarm – nur 19 kcal. pro 100 g.
Doch wie wird das Kraut eigentlich zum Sauerkraut? Bei mir kommt das Kraut, wie wahrscheinlich bei fast jedem aus der Büchse. Die Zubereitung ist nämlich ziemlich aufwändig und dauert mehrere Wochen.
Der Weißkohl wird gehobelt und dann zerstoßen, damit der Zellsaft austreten kann. Dann wird Salz eingemischt, das Salz konserviert und entzieht während des Gärungsprozesses dem Kohl das Wasser.
Die Gärung kann 4 bis 6 Wochen dauern. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass keine Luft zwischen dem Kohl eingeschlossen wird, sonst fängt er an zu schimmeln. Um das zu verhindern wird das Sauerkraut kräftig gestampft und mit einem Gewicht fest gepresst.
Doch warum ist Sauerkraut DAS Gericht er Deutschen? Gut, ab und zu gab es bei uns auch Sauerkraut – aber nur weil mein Wahlvater am liebsten „Würschtl mit Kraut“ ist. Schon im zweiten Weltkrieg nannten die amerikanischen und englischen Soldaten uns Deutsche „Krauts“. Lustig, obwohl es gar nicht in Deutschland erfunden wurde. Die Chinesen haben schon viele Jahrtausende früher erkannt, dass Kohl Milchsäure beim Gären produziert. Der römische Kaiser Tiberius versorgte seine Soldaten mit Sauerkraut während seiner Feldzüge. Genau weiß man nicht, wie sich das Sauerkraut in Europa verbreitete, vielleicht waren es ja die Römer auf ihren Streifzügen 😛

Bei mir gab es zu dem gesunden Kraut selbst gemachte Schupfnudeln. Das Rezept stammt aus einem meiner Lieblingskochbücher „Österreichische Küche – Reloaded“. Der Geschmack war toll, nur habe ich sie etwas zu groß und zu dick gemacht, ich denke sie schmecken feiner, wenn sie zierlicher sind. (ist dann halt mehr Arbeit 😛 )
Wenn es schnell gehen soll kann man auch schon fertige Schupfnudeln kaufen.

Nach diesen ganzen Fakten gibt´s jetzt was zum Futtern – zumindest das Rezept !

Schupfnudeln mit Sauerkraut 2

Rezept für Schupfnudeln

Zutaten für 4 Personen

Für die Schupfnudeln
• 600 g Erdäpfel (Kartoffeln) mehlig
• 60 g flüssige Butter
• 1 Ei
• 1 Eigelb
• 80 g glattes Mehl
• 80 g griffiges Mehl
• 30 g Weizengrieß
• Salz /Pfeffer

Für das Sauerkraut
• ca. 500 g eine Büchse Sauerkraut (z.B.: Hengestenberg – Mildessa)
• 1 Scheibe Beinschinken – gewürfelt

Zubereitung

1 Zuerst mit den Schupfnudeln anfangen, dazu die Erdäpfel in der Schale kochen (entweder 15 Min im Schnellkochtopf) oder in Kochendem Wasser.
2 Den Ofen auf 120 °C vorheizen und die gekochten UNgeschälten Kartoffeln 20 Minuten ausdampfen lassen.
3 Jetzt die Kartoffel ähh Erdäpfel 😛 schälen, durch eine Kartoffelpresse pressen, mit den restlichen Zutaten vermengen und würzen. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
4 Jetzt das Sauerkraut weich kochen. Entweder 10 Minuten im Schnellkochtopf oder 20 in einem normalen Topf.
5 Den Erdäpfelteig zu kleinen Schupfnudeln drehen und 10 Minuten in Kochendem Salzwasser gar kochen.
6 In der Zwischenzeit den Speck auslassen und die fertigen Schupfnudeln mit dem Speck rundherum knusprig braten. Jetzt nur noch das Sauerkraut dazu und alles gut vermischen! Fertig!

 

Kärntner Kasnudeln mit Kürbiskernen

Kärntner Kasnudeln 1

Hier bin ich wieder und diesmal mit etwas aus meinem Sommerurlaub. Wie passen jetzt Kärntner Kasnudeln in meinen Urlaub? Wie Ihr wisst war ich da ja gar nicht.
Ich war aber im Burgenland und dort gab es „Ravioli mit Kartoffel-Kürbiskernfüllung, brauner Butter und Parmesan“ auf der Karte. Und dann auch auf meinem Teller und nachher dann auch in meinem Magen.

Kärntner Kasnudeln 4

Das waren aber keine normalen Ravioli, wie ich sie kenne. Da war deutlich Minze rauszuschmecken, es waren auch nicht nur Kartoffeln drin, der Teig war viel heller und sie waren viel dicker befüllt. Also hab ich daheim mal etwas geforscht und hab diese Nudeln gefunden.
Erst habe ich da immer schön drüber gelesen, weil Käse ist gar nicht meins! Nach genauerem hinsehen hab ich erkannt, dass da ja gar kein Käse drin ist! *Top*
Also habe ich sie ausprobiert und mit etwas Kürbiskernen gepimpt, weil mir das damals sehr gut geschmeckt hat.
Sie haben wie im Restaurant geschmeckt, nur, dass sie noch nicht so ganz so akkurat geformt waren.
Die Ränder werden nämlich „gekrendelt“. Was so viel heißt, wie „schön zusammengeknödelt“ 😛
Wikipedia sagt auch noch etwas sehr Schönes zum Thema „Krendln“. Und zwar: „A Dirndl, dås nit krendeln kån, kriegt kan Månn“!

Kärntner Kasnudeln 3

Gott sei Dank kann ich es ein bisschen, aber den Mann hab ich eh daheim und der hat sich auch sehr über das Essen gefreut.
So jetzt gibt es hier meine Version von Kärntner Kasnudeln. Viel Spaß beim nachkochen.

Kärntner Kasnudeln 2

Rezept für Kärntner Kasnudeln mit Kürbiskernen

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 250 g glattes Mehl
• 1 Ei
• 6 – 8 EL Wasser (am besten warmes)
• 1 TL Salz

Für die Füllung
• 250 g Erdäpfel
• 250 g Bröseltopfen
• 25 g Butter
• 25 g Zwiebeln
• 1 kleine Knoblauchzehe
• 2 EL zerstoßene Kürbiskerne
• 1 TL braune Minze (getrocknete geht auch)
• 1 TL Majoran
• 1 TL Kerbelkraut
• 1 TL Salz

Zubereitung

1 Für den Teig alle Zutaten verkneten und den Teig ruhen lassen – am besten über Nacht.
2 Für die Füllung die Kartoffeln in der Schale kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
3 Die Butter und den Knoblauch mit der Butter andünsten und zu den Kartoffeln geben.
4 Zum Schluss noch den Topfen und die Kräuter sowie das Salz dazugeben und die Masse verrühren.
5 Den Teig zu einer Wurst rollen und in gleichgroße Teile Teilen.
6 Jetzt nach und nach den Teig ausrollen und mit der Füllung belegen und den Rand krendln.
7 Die fertigen Nudeln in heißem (nicht mehr kochendem Wasser) ca. 7 – 10 Minuten ziehen lassen.

Schon Fertig 😀 – Mahlzeit!!

Putenroulade (Sous Vide) gefüllt mit Rucola Pesto und Gnocchi in Pesto-Sahnesauce

Putenrouladen mit Rucola Pesto und Gnocchi 1Gestern hätte ich ab 11 Uhr arbeiten sollen, aber das hatte sich dann nach 10 Minuten erledigt und ich hatte den gaaanzen Tag Zeit zum Kochen.
Mein kleiner großer Bruder, der seit 1,5 Wochen schon bei uns arbeitet, hat bisher noch nichts von mir gekocht bekommen. Er sieht immer, was ich koche und bekommt nichts davon ab, weil er immer am arbeiten ist, oder ich am arbeiten bin.
Gestern hab ich es dann mal geschafft und hab mich statt arbeiten in die Küche gestellt.
Er wollte unbedingt Rouladen, aber die Rinderrouladen sind nicht sein Ding und auch bei dem Wetter sind Putenrouladen viel passender. Also gab es Putenrouladen.
Meine Mutter hat öfter Putenrouladen mit Sahnesauce und Nudeln gemacht, das wollte er! Aber ich hatte Zeit, also gab es das Gericht etwas abgewandelt und ich konnte mal wieder Sous Vide garen ausprobieren.
Das letzte Mal, als ich ein Steak mit Sous Vide gekocht habe war es etwas zu durch (wiederfährt meinem Fleisch leider öfter: hier eine Geschichte). Deshalb hatte ich gestern etwas Angst davor, aber sie war unbegründet und ich denke ich werde jetzt ein bisschen mehr damit experimentieren.
Die Putenroulade habe ich mit einem selbstgemachten Pesto bestrichen, Parmesan darüber gerieben und mit zwei großen Basilikumblättern belegt. Das habe ich dann zusammengerollt und in Frischhaltefolie gewickelt. Die gerollte Roulade habe ich dann noch vakuumverpackt und langsam schonen gegart.
Sie waren sehr kompakt und hätte etwas weniger Hitze abbekommen können, da ich aber kein Wasserbad habe, welches die Temperatur ganz genau hält, schwankte die Temperatur um ganze 7 °C +/-. Aber solange ich nicht so überzeugt davon bin wird die Anschaffung eines Wasserbades noch auf sich warten lassen müssen. Nach dem Essen rückt das Wasserbad aber in Reichweite 😛 Mr. Bee wird sich bestimmt freuen 😀
Die Gnocchi habe ich diesmal nach einen Rezept von Antonio Caruccio aus dem Buch „Pasta“ gemacht und sie waren himmlisch. Nicht klebrig am Gaumen, leicht zum herstellen und sehr luftig. Und was das wichtigste ist – sie sind mir nicht auseinandergefallen – diesmal gab es auch ein Probegnocchi!
Das Pesto habe ich mit viel, sehr viel Rucola gemacht, etwas Basilikum, Knoblauch und Pinienkern. Den Parmesankäse habe ich dann später untergehoben.
Mir hat es sehr gut geschmeckt, Mr. Bee war auch sehr zufrieden nur mein kleiner großer Bruder hat schweigsam gegessen. Kann positiv, aber auch negativ sein. Ich denke vor allem, dass es ihm viel zu wenig war.
In diesem Sinne, jetzt mein Rezept und Mahlzeit.

Putenrouladen mit Rucola Pesto und Gnocchi 2

Rezept für Putenroulade (Sous Vide) gefüllt mit Rucola Pesto und Gnocchi in Pesto-Sahnesauce

Zutaten für 3 Personen

Für die Gnocchi
• 800 g mehligkochende Kartoffeln
• 200 g Mehl (Typ 00 oder Typ 405)
• 1 mittelgroßes Ei
• Salz

Für das Pesto
• 125 g Rucola
• 6 – 7 EL Olivenöl
• 4 EL Pinienkerne geröstet
• 1 Hand Basilikum
• 2 Knoblauchzehen
• Parmesan gerieben (viel min. 150 g)
• Salz

Für die Rouladen
• 3 Putenrouladen
• ein bisschen Pesto zum bestreichen
• Parmesan gerieben
• 6 Basilikumblätter

Für die Pesto – Sahnesauce
• 1 Zwiebel
• einen Schuss Weißwein
• 100 ml Geflügelfond
• 100 ml Sahne (je nachdem, wie dick man es haben will)
• Pesto

Zubereitung

1 Zuerst das Pesto vorbereiten, dazu den Rucola, das Olivenöl, die gerösteten Pinienkerne, den Knoblauch und den Basilikum fein pürieren. Zum Schluss den Parmesan unterheben. Immer wieder abschmecken, da der Rucola sehr bitter sein kann. Man braucht zum Kochen nur die Hälfte, der Rest kann eingefroren werden.
2 Jetzt die Rouladen mit dem Pesto, etwas Parmesan und Basilikum belegen und zusammenrollen. Die Roulade in Frischhaltefolie einwickeln und einvakuumieren.
3 Die Roulade muss bei 63 °C ins Wasserbad. Je nach Dicke variiert die Dauer, dabei gelten folgende Zeiten:
10 mm – 20 Minuten
20 mm – 40 Minuten
30 mm – 75 Minuten
40 mm – 90 Minuten
4 Während das Fleisch im Wasserbad zieht die Gnocchi vorbereiten. Dazu die Kartoffeln mehrmals einstechen und 1 Stunde bei 200 °C im Ofen gar backen.
5 Wenn die Kartoffeln fertig sind das Innere aus der Kartoffel raus kratzen und durch eine Kartoffelpresse drücken. (Nicht pürieren, sonst wird die Masse kleisterig.)
6 Dann das Mehl, Salz und das Ei dazugeben und zu einem homogenen Teig kneten.
7 Jetzt den Teig zu kleinen Kugeln rollen und auf ein Blech mit Gries legen, damit sie nicht am Blech kleben bleiben. So kann man sie auch über längere Zeit stehen lassen, bis man sie braucht.
8 Zum gar kochen die Gnocchi in kochendem Salzwasser geben und warten bis sie an die Oberfläche kommen, dann noch etwa eine Minute warten und mit einem Schaumlöffel herausnehmen.
9 Für die Sauce die Zwiebel schneiden, leicht andünsten mit Zucker würzen und etwas karamellisieren lassen. Dann mit Weißwein ablöschen und reduzieren lassen. Den Fond und die Sahne dazugeben. Jetzt das Pesto portionsweise dazu und mit einem Stabmixer mixen. Immer wieder abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.
10 Zum Schluss nur noch alles anrichten: dazu das Fleisch aus dem Vakuumbeutel nehmen, aufschneiden und mit den Gnocchi und der Sauce servieren – Fertig!!

 

Kartoffelsuppe oder auch Gemüsesuppe

Kartoffelsuppe 1
Heute ist es zwar ziemlich warm draußen und da denkt man nicht grade an eine heiße dampfende Suppe – ich weiß: schlechte Gerichtwahl.
Obwohl es ja heißt, dass man etwas Heißes essen soll damit einem kalt wird! Finde ich ziemlich doof, mir wird dann immer nur unheimlich heiß.
Trotzdem gibt’s bei mir heute Suppe. Warum? Erstens schmeckt die Suppe lauwarm auch sehr gut und dann passt sie auch wieder zur warmen Jahreszeit und außerdem bin ich dieser Woche auch die meiste Zeit am arbeiten und deshalb muss es mal wieder etwas schneller gehen.
Diese Suppe geht schnell, schmeckt und ich hab meine Kartoffeln los geowerden, die in meiner heißen Wohnung nicht länger als zwei Wochen überleben.
Außerdem hat meine Küche wieder Zuwachs bekommen, die Flotte Lotte ist da und für die Suppe wird eine benötigt.
Als ich sie das erste Mal ausprobiert habe war ich ziemlich genervt, weil sie wieder gehakt hat und nicht gut funktioniert hat. Aber dann habe ich nachts davon geträumt. (Ja etwas peinlich, dass man von einer Flotten Lotte träumt und nicht von einem heißen Kerl – aber der liegt ja neben mir *schleim* 😀 ) In diesem Traum ging es darum, dass ich den Siebeinsatz, den man unten an der Lotte befestigt, mal andersherum ausprobieren sollte.
Heute hab ich mir das Ding – was schon im Korb zum Umtauschen lag – nochmal geschnappt und siehe da, plötzlich ging es wie geschmiert! Ich muss mich also bei der armen Lotte (sie heißt jetzt Lottchen) entschuldigen, die ich versehentlich beschuldigt hatte nicht zu funktionieren.
Heute konnte ich sie dann auch gleich einsetzten und jetzt bin ich sehr zufrieden, sie tut was man ihr sagt, hakt nicht und sitz fest auf dem Topf, was will man mehr.
Jetzt zum Ende muss ich noch schnell erwähnen, dass ich am Freitag Geburtstag habe und ich an dem Tag mit meiner Mutter, meinem einen Bruder und deren Freundin den ganzen Tag durch München shoppen werde. Ich werde also wieder ein paar schöne Kochsachen ergattern! Freu mich schon wie ein Kind auf den Tag! Abends geht’s dann in ein kleines Restaurant in dem es ganz viele verschiedene Dumplings gibt.
Dumplings sind – schnell erklärt – sowas wie chinesische Ravioli 😛
Ich bin mal gespannt, wie es dort schmeckt. Vielleicht gibt es dann sowas hier auch mal zum nachkochen!

Jetzt hör ich aber auf zu quatschen und es gibt unsere Familienrezept von einer Kartoffelsuppe – so heißt sie bei uns – mit Kartoffeln, Suppengemüse, Majoran und etwas Butter. Wer mag kann gerne noch ein paar Wiener Würstchen oder Backerbsen hineingeben.

Kartoffelsuppe 2

Rezept für eine Kartoffelsuppe

Zutaten für 4 Personen

• 6 Kartoffeln
• 1 Packung Suppengrün (2 Karotten, Sellerie, Lauch etc.)
• 1 Zwiebel
• Tomatenmark oder 2 Tomaten
• ca. 2 Liter Wasser
• Majoran
• Salz
• Butter

Zubereitung

1 Einen Schnellkochtopf mit den 2 Liter Wasser füllen und die Kartoffeln, die Zwiebel und das Suppengrün geschält und klein geschnitten in den Topf geben.
2 Das Tomatenmark und das Salz dazu. Den Schnellkochtopf verschließen.
3 Wenn zwei Ringe beim Schnellkochtopf erscheinen die Uhr auf 15 Minuten stellen und das Gemüse darin garen lassen.
4 Wenn die 15 Minuten um sind, den Schnellkochtopf öffnen und die Suppe mit dem Gemüse durch die Flotte Lotte in einen anderen Topf gießen.
5 Nun das ganze Gemüse durchdrehen. Sollte die Suppe zu dick sein etwas Wasser nachgießen. Sollte sie zu dünn sein, einfach etwas einkochen lassen.
6 Zum Schluss mit Salz und Majoran abschmecken und mit Butterflocken servieren!

 

Wirsingrouladen mit Kartoffelstampf

Kohlrouladen mit Kartoffelstampf 1Wie Fotografiert man Wirsingrouladen oder Krautwickerl schön? Das hab ich mich heute auch gefragt. Wenn man die Wirsingrouladen mit der Hackfleischfüllung füllt und schön zusammenbindet, sehen sie toll aus – saftig grün.
Wenn man sie dann aber brät, werden sie schon etwas dunkler, aber auch noch ansehnlich, wenn man sie dann aber eine Stunde in einer Rotweinsauce schmoren lässt haben sich die schönen saftig grünen Blätter in Graue verwandelt und die Wirsingrouladen sehen nicht mehr so schön aus, wie am Anfang.
Ich hab den Fehler gemacht sie vorher nicht zu Fotografieren. Also musste ich irgendwie den Kartoffelstampf schön in Form pressen und die Wirsingroulade drum herum drapieren. Das Resultat sehr ihr hier.
Aber wichtig ist, es hat sehr gut geschmeckt und besser als es hier aussieht.
Saucen für Krautwickerl oder ähnliches habe ich schon lange gesucht, aber nie eine gefunden, die ich nochmal machen würde.
Diese hier würde ich immer wieder machen und deshalb möchte ich sie euch auch nicht vorenthalten.
Die Sauce wird aus Suppengemüse, Rotwein und Hühnerbrühe gemacht. Zum Schluss wird die ganze Sauce samt Suppengrün nochmal durch die Flottelotte gedreht, damit sie sämiger wird.
Wer hier aufmerksam liest weiß, dass meine Lotte beim letzten Versuch in der Tonne gelandet ist und da ich noch keine neue habe, hab ich die Sauce am Ende einfach nur etwas einkochen lassen und mit Gustin gebunden.
Sie war trotzdem sehr gut und ist absolut zu empfehlen!

Viel Spaß beim Nachkochen!!

Kohlrouladen mit Kartoffelstampf 2

Rezept für Wirsingrouladen mit Kartoffelstampf

Zutaten für 2 Personen

Für die Rouladen
• 8 Wirsingblätter
• 200 g Hackfleisch
• 1 Zwiebel (klein geschnitten)
• 1 Ei
• 2 TL Senf
• Petersilie (klein geschnitten)
• ein paar Semmelbrösel zum Binden
• Paprikapulver
• Salz / Pfeffer

Für die Sauce
• 1 Karotte
• 1 Zwiebel
• 80 g Knollensellerie
• 1 EL Tomatenmark
• Puderzucker
• 150 ml Rotwein
• 250 ml Hühnerbrühe

Für den Kartoffelstampf
• 6 große Kartoffeln
• Milch
• Butter
• Salz

Zubereitung

1 Zu allererst die Wirsingblätter blanchieren. Dazu die Blätter vorsichtig ablösen und kurz in heißem Wasser zusammenfallen lassen – herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.
2 Für die Hackmasse das Hackfleisch mit den restlichen Zutaten vermengen.
3 Jetzt 2 der Wirsingblätter aufeinander legen, mit einem Viertel der Hackmasse füllen und zusammenrollen. Dazu erst die Seiten einschlagen und dann zu einer Rolle formen. Mit Küchengarn zusammenbinden. Das nun bei dem Rest wiederholen.
4 Die fertigen Wirsingrouladen in einem Topf mit Butterschmal scharf anbraten und wieder herausnehmen.
5 Im gleichen Topf das Gemüse für die Sauce mit Puderzucker leicht karamellisieren lassen und das Tomatenmark dazu – etwas mit braten lassen.
6 Mit einem Drittel des Weines ablöschen und ganz einkochen lassen. Jetzt den Rest des Weines dazu und die Hühnerbrühe.
7 In die Sauce die Wirsingrouladen geben und 60 Minuten mit halb aufgelegtem Deckel ziehen lassen.
8 In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, kleinschneiden und in Salzwasser gar kochen lassen.
9 Wenn die 60 Minuten rum sind, die Wirsingrouladen aus der Sauce nehmen und diese durch die Flotte Lotte passieren, die Rouladen wieder dazugeben.
10 Als letztes die fertigen Kartoffeln abgießen, zerstampfen und mit Milch und Butter vermischen, mit Salz abschmecken.