Käsekuchen 2.0 und eine Liebeserklärung an Tirol

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Da bin ich nun wieder!
Wieder mit einem Rezept, wieder mit neuem Elan und mit einer neuer Küche.
Der Umzug ist zwar schon ein paar Wochen her, aber bisher habe ich einfach keine Zeit gehabt meine Gerichte zu fotografieren. Man muss aber auch sagen, dass ich etwas Angst davor hatte.
Es war nicht die Angst, dass die Gerichte auf dem Teller nicht schön aussehen, sondern eher die Angst um das Thema Licht. Ich denke viele Blogger kennen dieses Problem.
Da ich keine Softboxen, externe Blitze oder ähnliches habe, muss ich mit dem vorhandenen Licht in meiner Wohnung zurechtkommen.
In meiner alten Wohnung war das ein Traum. Ich hatte diesen kleinen süßen Erker und da ist einfach jedes Bild (mit ein paar kleinen Aufhellungen – mehr aber nicht) sehr gut geworden.
Jetzt hatte ich natürlich Angst. Mein jetziger Esstisch steht nicht mehr am Fenster (geschweige denn an einem Erker). Er steht ziemlich weit weg von einem Fenster. Klar ist die Wohnung sehr hell, aber das Licht kommt nur einseitig und ich war mir einfach unsicher. Deshalb habe ich das Fotografieren raus gezogen.
Ein bisschen wie das Phänomen von Schrödingers Katze – wenn ich es nicht ausprobiere kann ich auch nicht sagen, dass es nicht funktioniert.
Aber irgendwann musste ich ja doch ran. Also wurde die Kiste mit der Katze aufgemacht – und siehe da! Sie lebt!! (ich hoffe jeder versteht die Metapher 🙂 )
Und wie kann man am besten das Licht ausprobieren? Na klar, mit einem Kuchen!! Der wird nicht kalt (denn er ist es ja schon), er sieht eh schon gut aus und man kann ganz gut mit dem Licht spielen, ohne Stress beim fotografieren zu haben.
Ja und jetzt kommt die Liebeserklärung an meine wahlheimat Tirol. Tirol ist einfach toll. Na klar, jeder Tiroler liiiiiebt Tirol (manch einer vielleicht ein bisschen zu sehr – obwohl der Tiroler sagen würde, dass das nicht geht!). Aber ich liebe Tirol langsam auch. Es war kein leichter Weg, aber wir zwei mögen uns langsam. Und vor allem liebe ich das tiroler – und vor allem das haller – Wetter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich es – als kleine Frostbeule – finde, dass eigentlich jeden Tag die Sonnen scheint. Nicht immer den ganzen Tag und auch nicht immer so warm, wie im Sommer aber fast jeden Tag für ein paar Stunden macht der Himmel sich frei und lässt die Sonne ein bisschen auf die schönen Berge und auf unseren neuen Balkon strahlen.
Und genau das liebe ich! Und das liebe nicht nur ich, sondern auch meine Kamera, denn dann werden die Bilder einfach super! Und, ja! Ihr seht ja das Ergebnis, durch die Sonne und die große Fensterfront unserer Wohnung, kommt von der Sonne so viel in der Wohnung an, dass die Fotos noch besser werden als in der alten Wohnung.
Ich war so glücklich und stolz, als ich meine Fotos gesehen habe. Und ich musste NICHTS, NICHTS, NICHTS bearbeiten. Nichts heller machen, keinen Kontrast verstärken etc. So, wie ich sie geknipst habe, so habe ich sie hier hochgeladen! (Okay – mein Logo musste ich einfügen – erwischt 😀 )

So jetzt hören wir auf über das Wetter und Tirol zu schwärmen, sondern schwärmen beim Kuchen weiter. 😛
Mein Käsekuchen ist einfach mein Lieblingskäsekuchen ❤ Das hängt bestimmt damit zusammen, dass meinen Mutter den schon immer gemacht hat und damit natürlich immer sehr viele tolle Kindheitserinnerungen verbunden sind. Ich liebe diesen Kuchen aber auch, weil er einfach nur ein ganz ehrlicher Käsekuchen ist. Keinen Boden (den doch beim Käsekuchen eh keiner braucht, oder?), ganz frisch und saftig.
Normalerweise gibt es den Käsekuchen bei uns nur so – also ohne Früchte –  weil er aber ein Geburtstagskuchen werden sollte musste ich ihn ein bisschen pimpen – daher auch Käsekuchen 2.0!

So jetzt höre ich auf zu schwärmen, gebe euch das Rezept und hoffe er schmeckt euch so gut wie mir!

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Rezept für einen Käsekuchen ohne Boden

Zutaten

für den Kuchen
• 1 kg Quark
• 320 g Zucker
• Rum
• 1 Vanillezucker
• 125g Nüsse (Mandelstücke gehackt)
• 1 Zitrone
• 125 g Butter
• 3 – 4 Eier (nach Eigröße)
• 1 Vanillepudding
• 3 EL Gries

für die Sauce und Beeren

• 1 Packung TK Beeren (ca. 400 g)
• Zucker oder Sirup zum süßen
• ca. 7 Blatt Gelatine
• Frische Beeren zum verzieren

Zubereitung

1 Zuerst den Ofen auf Umluft mit 175 °C einstellen und die Beeren auftauen lassen.
2 Eischnee erst schlagen und beiseite stellen.
3 Dann die restlichen Zutaten zusammen rühren.
4 Jetzt den Eischnee unterziehen.
5 Die Form einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.
6 Den Kuchen jetzt ca. eine Stunde in den Ofen schieben.
7 Wären der Kuchen abkühlt die Sauce herrichten, dazu die Gelatine ca. 5 min in kaltem Wasser einweichen.
8 Die Beeren pürieren, etwas süßen und durch ein Sieb streichen.
9 Die Gelatine erwärmen bis sie flüssig ist (nicht kochen lassen, sonst geliert sie nicht mehr – max. 80 Grad) und mit den Beeren vermischen und kurz im Kühlschrank an gelieren lassen.
10 Dann über den Kuchen schütten und mit Beeren garnieren.

 

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Erdbeer-Himbeer-Minz-Marmelade

Erdbeerfeld
Hallo Ihr da draußen, heute fange ich mit meiner Erdbeer-Reihe an. In den nächsten Beiträgen wird es nur Erdbeeren geben.
In der Zeit, in der Ihr meine Erdbeerbeiträge lesen könnt, die ich natürlich schon vorbereitet habe, werde ich – vorausgesetzt der WV Bus von Mr. Bee wird heute noch Straßentauglich gemacht – im Elsass sein und das Geburtstaggeschenk von Mr. Bee einlösen.
Jetzt gibt es aber erst mal eine kleine Erdbeerfeld Geschichte.
Vor vielen, vielen Jahren war ich mit meinen Großeltern auf einem Erdbeerfeld. Die Erinnerung daran hat mich mein Leben lang begleitet, weil es mir damals soo riesigen Spaß gemacht hat, dass ich das unbedingt wieder machen wollte. Aber irgendwie bin ich, als ich noch daheim gelebt habe, nie dazu gekommen.
Aber jetzt! Hier in Hall gibt es ein Erdbeerfeld und um Hall gibt es noch viel mehr Erdbeerfelder und da geht es seit wir hier Wohnen – jetzt also das 3. Jahr – immer hin.
Ich liebe nämlich Rituale. Früher als Kind gab’s bei uns immer so kleine Rituale, aber jetzt bin ich alleine und ich muss mir meine Rituale selber machen und das ist eines davon.
Jedes Jahr geht’s aufs Erdbeerfeld und danach wird Marmelade gemacht und ein Kuchen gebacken.
Ich werde also in den nächsten Beiträgen mein Marmeladenrezept und meine Kuchen vorstellen (leider erst Zwei, das Kuchenritual gibt es erst seit 2 Jahren :D)
Wenn ihr also auch ein bisschen Ritualsüchtig seit oder Kinder habt, dann ab aufs Erdbeerfeld und dann an den Herd!
Mr. Bee und ich haben – im Hintergrund das Abstiegsspiel Hamburg gegen irgend so einen anderen Verein (Fußball ist nicht so meins) – sogar zusammen die Marmelade eingekocht.
Sonst bin ich ja lieber alleine in der Küche, aber er wollte doch so gerne und dann schnibbelten wir also zusammen und es war sehr schön.
Mr. Bee war dann auch sehr begeistert davon, dass er jetzt Marmelade selber machen kann und das es soo schnell und einfach geht, aber er war auch erstaunt, wie viel Zucker da rein kommt, obwohl ich eh schon den 3:1 Gelierzucker nehme. Er wollte lieber keinen Zucker und die Masse einfach nur so aufs Brot schmieren.
Da kann sich dann mal vorstellen, wie viel Zucker in gekaufter Marmelade drin ist. Außerdem ist unsere sooo viel besser.
Jetzt also das Rezept und was ich noch unbedingt hervorheben möchte sind zwei Sachen:
Erstens Mr. Bee sammelt grundsätzlich immer die schönsten Erdbeeren und zweitens war die Minze seine Idee und ich muss sagen, die war und ist immer noch der Hammer!! *Top*

Gelierprobe

Rezept für Erdbeer-Himbeer-Minz-Marmelade

Zutaten für 1500g Früchte

• 1000 g (man kann auch 1 kg sagen :)) Erdbeeren
• 500 g Himbeeren
• 20 Minzblätter (nach Belieben)
• Gelierzucker 3:1

Zubereitung

1 Die Erdbeeren verlesen und etwas kleinschneiden.
2 Diese in einen Topf, in dem nachher auch die Marmelade gekocht wird, und die Himbeeren und Minzblätter dazu.
3 Alles mit einem Pürierstab pürieren. (Ich mag es nicht so gerne, wenn noch größere Stücke drin sind, also püriere ich es glatt, man kann sie natürlich auch nur leicht an pürieren – wie man mag.)
4 Den Gelierzucker dazu und bei starker Hitze aufkochen und 3 Minuten unter ständigem Rühren kochen lassen.
5 Nach den 3 Minuten eine Gelierprobe machen, dazu etwas Marmelade auf einen Teller geben und schauen ob es geliert.
6 Dann in die Gläser gießen, diese vorher mit heißem Wasser ausspülen, damit Bakterien etc. abgetötet werden.
7 Wenn die Gläser gefüllt sind, gut verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen, dadurch bildet sich dann ein Vakuum. (Keine Panik wenn der Deckel leicht Ploppt – hab mich gestern zu Tode erschreckt, als plötzlich alle Deckel zu ploppen angefangen haben 😀 )

So das war es schon, nur noch warten bis sie geliert ist und es kann los gehen: mit Marmeladenschlemmen.

Himbeertorte für Mr. Bee

Himbeergeburtstagstorte für Mr. BeeJedes Jahr aufs neue will ich für Mr. Bee einen Kuchen backen, nur sind wir nie daheim. Mr. Bee liebt es – im Gegenteil zu mir – seine Geburtstage in großer geselliger und manchmal feucht fröhlicher Runde zu feiern. Dies geschieht immer bei Mr. Bee´s altem Zuhause.
Jedes Jahr überlege ich also Kuchen: Ja, nein!? Bisher war die Antwort meist nein. Warum? Mr. Bee mag keinen trockenen Kuchen. Und irgendwie sagt er sich dann lieber keinen, als die Gefahr einen trockenen Kuchen da stehen zu haben.
Bisher habe ich mich da immer abwimmeln lassen, aber dieses Jahr nicht. Meine Kuchen sind nämlich NIE trocken.
Trotzdem wollte ich es ihm beweisen und kreierte eine kleine aber zauberhafte Himbeertorte.
Das Rezept habe ich mir irgendwie zusammengeschustert. Ein bisschen hier gelesen, ein bisschen da ausprobiert und das kam heraus:Himbeergeburtstagstorte für Mr. Bee von oben

Rezept für eine Himbeertorte nach Mrs. Bienchen, die aber nur klein aussieht aber sehr satt macht

Zutaten für D = 16 cm

Für die Schokotarte –  Böden
• 200 g Zartbitterschokolade
• 5 Eier
• Salz
• 120 g Butter
• 200 g Puderzucker
• 150 g Haselnüsse
• 2 EL Mehl
• 1 EL Zucker

Für die Himbeersahne
• 250 ml Sahne
• 2-3 EL Zucker
• 3 Blatt Gelatine
• ca. 200g Himbeeren

Zum Verzieren
• Sahne
• Sahne Steif
• Mikadostäbchen (mind. 2 Packungen besser 3)
• 250g Himbeeren

Zubereitung

1 Den Ofen auf 190°C vorheizen und die kleine Form einfetten oder direkt mit dem Tortenring. Hierzu ein gutes Video, wie man verhindert, dass der Teig ausläuft:
https://www.youtube.com/watch?v=c6MTJjzrxZg
2 Die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen lassen.
3 Eier trennen und das Eiweiß mit Salz steif schlagen.
4 Butter, Puderzucker und Eigelb schaumig schlagen.
5 Haselnüsse, Mehl, Zucker und Schokolade dazu und verrühren.
6 Eiweiß auf zweimal unterrühren, damit der Teig schön fluffig wird.
7 Teig in Form (nur bis Boden leicht bedeckt ist) und 15 Min backen und 10 Min abkühlen lassen.
8 Wiederholen bis Teige fertig ist. Werden ungefähr 4-5 Schichten.
9 Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser quellen lassen.
10 Sahne und Zucker verrühren.
11 Gelatine im Topf auflösen und in einen kleinen Teil der Sahne auflösen, dann alles untermischen
12 Aufschlagen und die Himbeeren dazu.
13 Dann schichten.
14 Mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – festwerden lassen.
15 Sahne schlagen und mit Mikadostäbchen und Himbeeren verzieren.