Haschee Hörnchen ohne Hörnchen und Haschee

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Hier nun nach langem wieder ein Rezept. Diese Bilder entstanden im Mai diesen Jahres und warten seit dem veröffentlicht zu werden.

Aber jetzt ganz schnell Werbung in eigener Sache! Wie ihr seht gibt es mich jetzt auch auf Intergram – ich würde mich freuen, wenn Ihr mir folgen würdet!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles zu diesem Gericht. Ich wollte eines schönen Tages Haschee Hörnchen machen.
Leider waren keine Hörnchen – Nudeln da und ehrlich gesagt, mag ich die Form der Hörnchennudeln nicht! Deshalb wurden es Penne – die Form mag ich lieber. Und am besten fand ich, dass diese Penne eine glatte Oberfläche haben (was eigentlich für diesen Saucentyp eher kontraproduktiv ist – die Röhrenform der Pennen hingegen ist super – das „Haschee“ kann schön in die Nudel hinein).
Aber nun einmal weg von der Nudel, den Penne und den Hörnchen und hin zum Haschee.
Bei diesem Thema muss ich nun sehr aufpassen, denn wie ihr wisst bin ich Deutsche und kann von Haschee natürlich nur berichten – aufgewachsen bin ich damit aber nicht! Alle Österreicher und auch die Österreicherinnen (ich darf die Frauen als zweites nennen –  denn ich bin eine) mögen es mir verzeihen, wenn hier etwas nicht stimmt und ich vielleicht ein paar Omas oder Müttern, die das Haschee – Rezept schon in 5ter (oder noch höherer) Generation weitergeben, nicht ganz einverstanden sind!
Bitte gerne melden und mich verbessern! Ich lerne gerne dazu! Also bitte keine Scheu einfach hier schreiben oder unten kommentieren! Ich freu mich schon von euch zu lesen – natürlich auch, wenn es keiner Verbesserungen gibt.

Reden wir also über Haschee. Wenn man das Internet bemüht findet man wenig aussagekräftiges.
Man findet eine Definition: Haschee kommt aus dem französischem hachée und bedeutet „hacken“.
So weit so gut. Es ist also Gehacktes. Aber jetzt ist es wichtig, was gehackt wird. Es wird nämlich nicht einfach Faschiertes genommen (okay ich habe das getan, aber daher ja auch der Titel).
Das Fleisch (über die Frage: WELCHES Fleisch? – reden äh … schreiben wir gleich) wird möglichst dünn gehackt, oder durch den Fleischwolf gedreht!
Soweit ich das aber weiß, wird das Hacken vorgezogen und nicht das Wolfen!
So jetzt kommt das Interessanteste, aber auch das heikelste.
Welches Fleisch ist es denn nun?
Ich kann schon mal sagen welches Fleisch es NICHT ist. Auf keinen Fall wird rohes Fleisch, gekochtes oder gebratenes Fleisch verwendet! Wer also meint, dass er hier endlich mal die Reste seines Suppenfleisches, oder noch einen Rest vom Schweinebraten (jaaa – der kann sich auch mal auf wundersame Weise vermehren – stimmst Mami) (tut mir Leid, das ist ein insider und der ist leider echt zu lange zu erklären!) verarbeiten kann, der kann das leider vergessen 😦
Jetzt wo wir wissen, welches Fleisch es nicht ist, hier nun, welches Fleisch es dann ist!
Viel bleibt ja nicht mehr übrig. Ja der Eine oder Andere wird es schon erraten haben – es ist Wurst, Speck und sowas!
Und hier wird es jetzt richtig heikel. Denn bei der richtigen Mischung dieser Zutaten gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten. Hier kommen dann die Rezepte der österreichischen Omas zu tragen, mit denen ich nicht dienen kann.
Aber ich schreibe euch hier auf, was man als Haschee verarbeiten kann und ihr müsst herausfinden, welche Zusammensetzung euch am besten gefällt!
So könnt Ihr vielleicht mit eurem ganz eigenen Familienrezept starten.
Wenn ich die Zeit finde tu ich das auch uuund werde euch berichten!

Für das Hasche kann also verwendet werden:
• fetter Speck
• Selchfleisch
• geräucherte Würste (Polnische, Dürre, Debreziner oder Braunschweiger)
• gekochter Schinken oder Wurstreste

Diese Zutaten werden dann je nach Geschmack zu einer Masse gehackt oder gewolft und da wäre es – das eigene Haschee!

Soweit so gut! Wir wissen jetzt also eigentlich wie man originale Haschee Hörnchen machen würde. Und ich sage euch eines – die wird es auch bestimmt einmal geben!  Aber heute gibt es die Haschee Hörnchen, für diejenigen unter euch, die schnell was essen wollen und nicht lange hacken und wolfen wollen.
Es gibt Hackfleisch Penne nach einem Haschee Hörnchen Rezept! Sehr schön und da ist es auch schon.

Mahlzeit und viel Spaß beim Kochen

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Rezept für Hackfleisch Penne

Zutaten für 2 Personen

• 300 g Penne
• 250 g Bio – Rinderfaschiertes
• 2 kleine Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• Olivenöl
• 1 Schuss Weißwein
• 2 EL Majoran gerebelt (ihr könnt auch frischen nehmen)
• 1 Bund Schnittlauch (ich liebe viel Schnittlauch)
• 1/2 l Rinderbrühe

Zubereitung

1 Die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken.
2 Die Zwiebeln jetzt mit dem Olivenöl langsam und schön lange braten – je länger man der Zwiebel Zeit lässt, desto intensiver wird sie im  Geschmack. Ich mach immer noch etwas Zucker dazu – das kann dann leicht karamellisieren und Salz, damit der Saft der Zwiebel austritt.
3 Dann das Faschierte dazu und scharf anbraten – dass es schön krümelig wird.
4 Jetzt den Knoblauch dazu – er ist intensiver, wenn man ihn nicht mitbrät (wer es nicht so intensiv möchte sollte ihn mit den  Zwiebeln mitbraten).
5 Jetzt löschen wir das Faschieret mit Weißwein auf und lassen ihn einkochen.
6 Zum Schluss noch die Brühe dazu und mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Das ganze lassen wir jetzt 20 Minuten köcheln.
7 in der Zwischenzeit machen wir die Penne (ich denke jeder weiß, wie man Nudeln macht, auch wenn man ihnen coole italienische Namen gibt)
8 Nach 20 Minuten – und natürlich auch, wenn die Nudeln fertig sind – mischen wir diese mit der Hackfleischsauce und dem vielen Schnittlauch – Fertig!

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Wirsingrouladen mit Kartoffelstampf

Kohlrouladen mit Kartoffelstampf 1Wie Fotografiert man Wirsingrouladen oder Krautwickerl schön? Das hab ich mich heute auch gefragt. Wenn man die Wirsingrouladen mit der Hackfleischfüllung füllt und schön zusammenbindet, sehen sie toll aus – saftig grün.
Wenn man sie dann aber brät, werden sie schon etwas dunkler, aber auch noch ansehnlich, wenn man sie dann aber eine Stunde in einer Rotweinsauce schmoren lässt haben sich die schönen saftig grünen Blätter in Graue verwandelt und die Wirsingrouladen sehen nicht mehr so schön aus, wie am Anfang.
Ich hab den Fehler gemacht sie vorher nicht zu Fotografieren. Also musste ich irgendwie den Kartoffelstampf schön in Form pressen und die Wirsingroulade drum herum drapieren. Das Resultat sehr ihr hier.
Aber wichtig ist, es hat sehr gut geschmeckt und besser als es hier aussieht.
Saucen für Krautwickerl oder ähnliches habe ich schon lange gesucht, aber nie eine gefunden, die ich nochmal machen würde.
Diese hier würde ich immer wieder machen und deshalb möchte ich sie euch auch nicht vorenthalten.
Die Sauce wird aus Suppengemüse, Rotwein und Hühnerbrühe gemacht. Zum Schluss wird die ganze Sauce samt Suppengrün nochmal durch die Flottelotte gedreht, damit sie sämiger wird.
Wer hier aufmerksam liest weiß, dass meine Lotte beim letzten Versuch in der Tonne gelandet ist und da ich noch keine neue habe, hab ich die Sauce am Ende einfach nur etwas einkochen lassen und mit Gustin gebunden.
Sie war trotzdem sehr gut und ist absolut zu empfehlen!

Viel Spaß beim Nachkochen!!

Kohlrouladen mit Kartoffelstampf 2

Rezept für Wirsingrouladen mit Kartoffelstampf

Zutaten für 2 Personen

Für die Rouladen
• 8 Wirsingblätter
• 200 g Hackfleisch
• 1 Zwiebel (klein geschnitten)
• 1 Ei
• 2 TL Senf
• Petersilie (klein geschnitten)
• ein paar Semmelbrösel zum Binden
• Paprikapulver
• Salz / Pfeffer

Für die Sauce
• 1 Karotte
• 1 Zwiebel
• 80 g Knollensellerie
• 1 EL Tomatenmark
• Puderzucker
• 150 ml Rotwein
• 250 ml Hühnerbrühe

Für den Kartoffelstampf
• 6 große Kartoffeln
• Milch
• Butter
• Salz

Zubereitung

1 Zu allererst die Wirsingblätter blanchieren. Dazu die Blätter vorsichtig ablösen und kurz in heißem Wasser zusammenfallen lassen – herausnehmen und mit kaltem Wasser abschrecken.
2 Für die Hackmasse das Hackfleisch mit den restlichen Zutaten vermengen.
3 Jetzt 2 der Wirsingblätter aufeinander legen, mit einem Viertel der Hackmasse füllen und zusammenrollen. Dazu erst die Seiten einschlagen und dann zu einer Rolle formen. Mit Küchengarn zusammenbinden. Das nun bei dem Rest wiederholen.
4 Die fertigen Wirsingrouladen in einem Topf mit Butterschmal scharf anbraten und wieder herausnehmen.
5 Im gleichen Topf das Gemüse für die Sauce mit Puderzucker leicht karamellisieren lassen und das Tomatenmark dazu – etwas mit braten lassen.
6 Mit einem Drittel des Weines ablöschen und ganz einkochen lassen. Jetzt den Rest des Weines dazu und die Hühnerbrühe.
7 In die Sauce die Wirsingrouladen geben und 60 Minuten mit halb aufgelegtem Deckel ziehen lassen.
8 In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, kleinschneiden und in Salzwasser gar kochen lassen.
9 Wenn die 60 Minuten rum sind, die Wirsingrouladen aus der Sauce nehmen und diese durch die Flotte Lotte passieren, die Rouladen wieder dazugeben.
10 Als letztes die fertigen Kartoffeln abgießen, zerstampfen und mit Milch und Butter vermischen, mit Salz abschmecken.

Lasagne … Endlich Mr. Bee`s Lieblingsessen

Lasagne 1
Eeeennnndddlllliiiiccchhh gab’s die heiß ersehnte Lasagne! Zwar passt sie nicht ganz zum Wetter, aber ein Lieblingsessen geht sowieso doch immer!
Diesmal haben Mr. Bee und ich mal zusammen gekocht! Wir haben es sogar geschafft uns nicht zu zerfleischen. Wir haben eine Machteinteilung gefunden, die zu uns passt 😛
Ansonsten gibt es zum Gericht Lasagne noch eine kleine Geschichte – und zwar: Eines Abends haben Mr. Bee und ich ein befreundetes Pärchen zum Abendessen eingeladen. Das erste und letzte Mal – nicht unbedingt wegen des Essens nur wegen dem Platzmangel, aber dazu später.
Ich wollte natürlich alles besonders gut machen und dachte, was kann man an Lasagne falsch machen? Es lässt sich wunderbar vorbereiten, es ist eigentlich immer genug da und es ist Mr. Bees Lieblingsessen, deshalb habe ich eigentlich genug Routine.
Naja ich habe also alles penibelst vorbereitet. (Habe ja immer Angst für Fremde zu kochen.) Die Lasagne war im Ofen, die Gäste kamen, der Tisch war gedeckt und es gab die Lasagne. Ausgesehen hat sie toll, nur das war meine trockenste Lasagne, die ich je gemacht habe.
Nun saßen wir also an unserem kleinen Tisch – wie Ölsardinen, ich war etwas unglücklich wegen der trockenen Lasagne, der höfliche Besuch sagte nur einmal nett, danke und dass es lecker sein, aber Mr. Bee, der von meiner Angst wusste, saß neben mir und „mmmhhhmmhhte“ vor sich hin. Er unterbrach die gefräßige Stille nur mit Komplimenten an die Köchin und das es sooo lecker sein.
Irgendwann hab ich hin dann unauffällig an gestupst und ihm einen „du darfst jetzt Aufhören“-Blick zugeworfen. 😀
Seit diesem Tag habe ich meine Lasagne verbessert und sie ist NIE mehr trocken geworden!
Nun aber hier zu meinem ganz persönlichen Lasagne Rezept – die Beste Lasagne, die Mr. Bee je gegessen hat *stolz*

Lasagne 2

Rezept für Lasagne nach Mrs. Kochbienchen

Zutaten für mindestens 4 Personen

Für den Hackfleischsugo
• 500 g Bio Rinderhackfleisch
• 1 Karotte
• 1 Knoblauchzehe
• 2 kleine Zwiebeln
• ein bisschen Selleriegrün
• 1 EL Petersilie (gehackt)
• 100 ml Rotwein
• 500 g passierte Tomaten
• Oregano
• Salz, Pfeffer

Für die Bechamelsauce
• 1 Liter Milch
• 1 1/2 EL Butterschmalz
• Mehl
• einen Brühwürfel (wer mag)

Sonst noch
• gaaanz viel Parmesankäse
• Nudelblätter (am besten frischen Nudelteig)

Zubereitung

1 Als erstes den Hackfleischsugo machen, dazu die Karotten, Zwiebel, Knoblauch und Selleriegrün klein schneiden und mit Olivenöl in einer Pfanne andünsten.
2 Dann das Hackfleisch dazu und scharf anbraten – das Hackfleisch schön krümelig braten.
3 Jetzt mit Salz und Pfeffer, Oregano und Petersilie würzen.
4 Nun nur noch mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen, dann die passierten Tomaten dazu und leicht vor sich hin köcheln lassen – am besten mit Deckel drauf.
5 Für die Bechamelsauce in einem unbeschichteten Topf Butterschmalz schmelzen und Mehl einrühren.
6 Jetzt mit der Milch aufgießen und gut rühren, damit keine Klumpen entstehen.
7 Jetzt noch einmal – unter ständigem Rühren – gut aufkochen lassen und bei Bedarf einen Brühwürfel dazu.
8 Nun nur noch die Lasagne schichten, dazu ganz unten eine kleine Schicht Hackfleischsugo, dann eine Schicht Nudeln, Hackfleischsugo, etwas Bechamelsauce, Parmesankäse und wieder Nudeln – wiederholen, bis ein Hackfleischsugo mehr da ist.
9 Auf die letzte Schicht nur noch die Bechamelsauce geben und mit viel Parmesankäse bestreuen.
10 Jetzt bei ca. 200 °C in den Ofen – bestimmt 30 Minuten!