Von der Perfektion und ein paar Graupen

Graupensuppe 2

Ja da bin ich wieder o.O Das hat lange gedauert, aaaaber ich habe eine fast gute Ausrede.
Die Perfektion! Die Perfektion ist ganz schön gemein. Ich neige sowieso zum Perfektionismus und dieser kleine Block hat mich darin bestärkt und ich konnte nicht mehr kochen.
Alles war zu profan, zu wenig ausgefallen und zu wenig „back to the rules“.
Also hab ich fast nichts mehr gekocht. Ich hatte auch gar keine Lust, weil ich mich so verzettelt habe.
Aber heute hat es mich wieder gepackt und ich habe es geschafft die Perfektion kurz zu verdrängen und präsentiere mal wieder ein Rezept, das zum heutigen Wetter super passt!
Diese Suppe oder schon fast der Eintopf ist einfach perfekt, wenn man nicht so viel Zeit hat und trotzdem eine gehaltvolle, gesunde und wärmende Suppe haben möchte.
Bei Suppen ist es ja immer das Gleiche. Sie schmecken gut, aber die meisten füllen einen nur kurzfristig den Magen und man hat gleich wieder Hunger und sucht in der Wohnung nach Essbarem, was dann meist ungesund ist.
Das ist bei dieser Suppe nicht der Fall.

So dann hier mein bzw. das meiner Oma und Mutter Rezept für die beste Graupensuppe der Welt :*

Graupensuppe 1

Rezept für Graupensuppe

Zutaten für 4 Personen

• 1 Scheibe Wammerl (Geräucherter Bauchspeck)
• 200 g Kassler (hier Selchfleisch)
• 200 g Gaupen (ich nehme immer mehr – ich mag´s dick 😛 )
• 2 Liter Wasser
• 1 Brühwürfel
• 1 Karotte (gehobelt)
• 1 Petersilienwurzel (gehobelt)
• 1/4 Sellerieknolle (gehobelt)
• 1 große Kartoffel
• 1 kleine Stange Lauch
• 1 Bund Petersilie
• 1 Zwiebel
• Salz/Pfeffer

Zubereitung

1 Wammerl, Kassler und Graupen mit Wasser und Brühwürfel in den Schnellkochtopf für 10 Min.
2 Das Fleisch raus, kleinschneiden und wieder rein.
3 Kartoffel, Sellerieknolle, Karotte, Zwiebel und Petersilienwurzel Grob reiben und in die Suppe.
4 Kurz vor Ende die Petersilie und den Sellerie Lauch dazu. 😛
5 Pfeffern und vielleicht noch etwas salzen – fertig!

 

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Saures Schweinefleisch mit Semmelknödel – wie´s meine Mami macht

Saures Schweinefleisch mit Semmelknödel 1Hallo ihr Kochfreunde, ich bin wieder aus dem Urlaub zurück und es war super schön.
Ich war mit noch 6 anderen lieben Freunden und Mr. Bee beim Zelten in Cavallino. Die meiste Zeit, das war wohl auch der Hitze zu verdanken, lagen wir im Schatten oder in irgendeinem kühlen Wasser, sei es das Meer, der Pool oder eben die Dusche. Obwohl kalt auch eher das falsche Wort ist. Das Meer war so warm, dass es leicht mir dem Meer in Thailand und Florida konkurrieren kann.
Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es ein wunderschöner Urlaub war und ich auf jeden Fall dabei wäre, wenn wir das nächstes Jahr nochmal machen würden *check*!
Das Essen war sehr Nudel-, Fleisch- und Pizzalastig. Kevin – unser Grillmeister – grillte für uns zwei Mal, was der italienische Supermarkt „Ali“ so hergab.
An einem anderen Tag gab es Nudeln mit Pesto und am letzten Tag bekochte uns Mr. Bee mit Nudeln, Pesto und Shrimps. An einem Tag fuhren wir nach Jesolo und aßen dort eine Pizza und manche von uns sogar Schnecken 😛
Jetzt bin ich wieder daheim, die Wäsche ist schon wieder gewaschen und endsandet. Mr. Bee und Kevin putzen grade die Autos und ich habe Zeit mein heute gekochtes hier zu verschriftlichen 😀
Dieses Gericht ist auch wieder ein Familienessen. Ich kenn es aus meiner Kindheit und mag es sehr gerne.
Was man dazu an Geräten braucht? Außer einem Schnellkochtopf noch eine „Flotte Lotte“!
Ihr wisst nicht, was das ist? Man kann auch Passiermühle, Passiergerät, Passetout oder Passevite sagen.
Die Flotte Lotte ist dazu da um Gemüse oder Früchte zu passieren. Sie besteht aus einem siebartigen, meist leicht abgeschrägten Boden, über den eine Welle mit rotorartigen Blättern angebracht ist. Mittels einer Kurbel können die Blätter in eine Drehbewegung versetzt werden und pressen so die in das Gerät gelegten Lebensmittel durch den Siebboden: Durch das Sieb tropft oder fällt, je nach passiertem Lebensmittel und der Feinheit des Siebs, Saft oder Brei. Bei einigen Geräten lässt sich das Bodensieb wechseln und so die Feinheit variieren – Quelle.
Die Flotte Lotte, die ich hier bei mir habe – jetzt ist es hatte – war leider absolutes Glump.
Meinte Mutter hat sich diese gekauft, nachdem ihre alte Plastik – 10 Euro – Flotte – Lotte kaputt gegangen ist.
Sie hat sich dann wohl gedacht, sie investiert ein paar Euro mehr.
Aber sie merkte schnell, was für ein Mist das Ding ist. Darauf bat sie mich, wenn ich bei meinem Vater in Bozen bin, ihr so eine Plastik Lotte mitzubringen. Und sie war wieder glücklich.
Ihre alte Flotte Lotte wurde aber nicht weggeworfen – Nein! Die bekam ihre Tochter – also ich! Und heute warf ich sie in hohem Bogen aus dem Fenster. (Das war nur Bildlich gesprochen!)
Wenn ich jetzt mal wieder in Bozen unterwegs bin, werde ich mir auch eine aus Plastik kaufen. Die Siebeinsätze sind bei der Plastik Lotte übrigens ganz normal und nicht aus Plastik.
Naja jetzt ist auch wieder gut. Ich habe das Wort „Flotte Lotte“ und „Plastik“ jetzt eindeutig zu oft geschrieben.
Jetzt gibt’s das Rezept.
Ach Übrigends, wenn ihr etwas weniger Zeit habt und keine Semmelknödel machen wollt, dann kann man auch Nudeln dazu essen.

Saures Schweinefleisch mit Semmelknödel 2

Rezept für Saures Schweinefleisch mit Semmelknödel

Zutaten für 2 – 3 Personen

Für das Saure Schweinefleisch
• 400 g Schweinelende oder Halsgrad
• 2 EL Speck (gewürfelt)
• Suppengrün (eine Karotte, Lauch, Petersilienwurzel etc.)
• 1 Zwiebel
• 1 EL Tomatenmark
• 2 Lorbeerblätter
• 2 Nelken
• 1 EL Wacholderbeeren
• 3 EL Essig
• Wildgewürze
• Salz, Pfeffer, Zucker, Paprikapulver

Für die Semmelknödel
• 400 g Brötchen vom Vortag
• 250 ml warme Milch
• 50 g Butter
• 1 Zwiebel
• viel Petersilie (gehackt)
• 3 Eier
• Salz
• bei Bedarf Semmelbrösel

Zubereitung

1 Für das Saure Schweinefleisch, die Schweinelende im Schnellkochtopf scharf anbraten und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
2 Den Speck, die Lorbeerblätter, die Nelken, die Wacholderbeeren, das Suppengrün und das Tomatenmark dazu geben – alles leicht anbraten.
3 Mit Essig ablöschen und mit etwas Wasser (ca. 1/2 Liter) aufgießen und noch etwas Zucker dazu.
4 Jetzt den Schnellkochtopf schließen und ca. 20 – 25 Minuten kochen lassen.
5 In der Zwischenzeit die Semmelbrösel herrichten. Dazu die Semmeln in kleine Würfel schneiden und mit der warmen Milch übergießen.
6 Die Butter in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln kleingeschnitten andünsten.
7 Die Zwiebeln, die Petersilie und die Eier zu den Semmelwürfeln dazugeben.
8 Nun alles zu einem Teig verkneten und zu Knödeln formen.
9 Wenn das Fleisch fertig ist, rausnehmen, schneiden und die Sauce durch die Flotte Lotte passieren, dann das geschnittene Fleisch wieder in die Sauce geben.
10 Jetzt nur noch die Knödel ins köchelnde Wasser geben und ca. 6 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Rahm – Geschnetzeltes mit Spätzle

Geschnetzeltes 2

Kennt ihr das auch? Ihr arbeitet lange, habt keine Lust lange in der Küche zu stehen, müsst schnell irgendwo hin oder auch gerne andere Gründe. Ihr habt aber trotzdem Hunger.
Dann sollte man NICHT zu Fertigprodukten greifen. Heute möchte ich mal ein gaaanz schnelles Rezept zeigen. Dazu braucht man auch wirklich nicht viel und vor allem nicht viel frisches, man hat also fast alles daheim.
Wie passt das mit frischen Spätzle zusammen? Guut, die habe ich noch in der Tiefkühltruhe gehabt, wer das nicht hat kann Nudeln oder auch, und das finde ich am besten, Kartoffelpüree machen.
Wenn es aber ganz schnell gehen soll, dann eben Nudeln.
Das Geschnetzelte ist ganz schnell gemacht. Dazu braucht Ihr frisch nur ein Stück Fleisch. Ich habe ein Schweineschnitzel genommen, was ich auch empfehlen würde. Natürlich kann man auch Hähnchen nehmen.
Zusätzlich braucht man noch einen Fond (ich würde hier einen Gemüsefond empfehlen) und Zwiebeln, Knoblauch, Chili (optional), Crème Fraîche und Tomatenmark.
Das war es dann schon!
Es geht also super schnell, schmeckt lecker und man muss nicht auf Fertigessen zurückgreifen.
Bei mir gab es das Essen am Samstag nach 9,5 Stunden arbeiten. Ich war zwar soo müde, aber ich wollte nicht schon wieder schlecht gelaunt aus einem Schnellrestaurant kommen also ging ich noch schnell eine Crème Fraîche kaufen und fuhr mit dem Zug von der Arbeit heim.
Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen. Was? Jaaa und zwar habe ich beim Arbeiten was entdeckt. Ich habe die ersten Pfifferlinge (hierzulande auch Eierschwammerl) gesehen. Ich frage mich zwar, wo die her kommen, aber es war mir egal! Hauptsache es gibt sie wieder zu kaufen!
Während der Arbeit dachte ich mir schon 1000 Rezepte aus, die ich mit Eierschwammerl machen kann und ging dann – der Laden in dem ich die Eierschwammerl gesehen habe hatte schon zu – in einen anderen und war fester Überzeugung ich werde dort auch welche finden. Aber neeeöööiiiinnnn! Da gab es leider keine. So, da stand ich erst mal sehr deplatziert. An einen Plan B hab ich gar nicht gedacht.
Plan B musste also her und deshalb hier das Geschnetzelte. Nach ein paar Anrufen nach Hause zu Mr. Bee, der mir meinen Fleischbestand der Tiefkühltruhe aufzählen musste und dem darauf folgenden Auftauen von Fleisch und Spätzle, saß ich mit Crème Fraîche und noch ein paar Gelegenheitskäufen im Zug nach Hause.
Daheim ging es gleich ans Kochen. Das Fleisch, was ich immer selber einvakuumiere und für genau solche Tage portionsweise einfriere war schon fast aufgetaut, war ja auch warm genug in der Wohnung. Normalerweise sollte man Fleisch ja lieber langsam im Kühlschrank auftauen lassen, aber ich lasse es immer nur draußen liegen bis es aufgetaut ist und wenn ich es dann noch nicht gleich brauche packe ich es erst wieder in den Kühlschrank bis zur Verarbeitung.
Soweit zum drum herum, jetzt gibt es das Rezept, damit ihr nicht 2 Stunden fürs lesen braucht und dann keine Zeit mehr fürs Kochen und Essen habt.

Geschnetzeltes 1

Rezept für Rahm – Geschnetzeltes

Zutaten für zwei Personen:

• 2 Schweineschnitzel / oder Hähnchen
• 1 Zwiebel
• Chili (optional)
• Tomatenmark
• 400 ml Gemüsebrühe (oder Fond)
• Crème Fraîche
• Salz, Pfeffer, Paprikapulver
• Mehl zum Binden

Zubereitung:

1 Fleisch (geschnetzeltes) in Pfanne anbraten. Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. (Beim Paprikapulver aufpassen, es verbrennt schnell).
2 Das Fleisch aus der Pfanne nehmen.
3 Die Zwiebeln (mit Mehl bestäuben – falls Sauce sämiger sein soll) und die Chili andünsten und mit Tomatenmark etwas weiter braten.
4 Mit Fond aufgießen und etwas einköcheln lassen.
5 Danach die Crème Fraîche dazu und verrühren. Nicht mehr aufkochen lassen.
6 Dann das Fleisch und dem Fleischsaft dazu und alles köcheln lassen. Beim Schweinefleisch ruhig etwas länger, damit es schön zart wir. Beim Hähnchen muss es nicht unbedingt sein.

 

Steak mit Teearoma – eine Geschichte über Misserfolge

Steak mit Teearoma 1
Heute gibt es mal eine kleine Geschichte über Misserfolge beim Kochen. Kochen läuft bei mir leider nicht immer glatt und das will ich hier natürlich nicht verheimlichen.
Warum ich so gerne koche und das Gekochte auch gerne esse ist, weil ich dieses Gefühl von Unzufriedenheit nach dem Essen nicht mag. Ich mag es nicht so vollgefressen von etwas zu sein, was mir keine Befriedigung gegeben hat. Deshalb koche ich, da weiß ich was rein kommt und weiß wo es her kommt (zumindest bei fast allem).
Gestern war ich leider nach meinem Essen gar nicht befriedigt.
Wenn ich es mir genau überlege, dann bin ich gar kein so großer Fan von Steak. Aber irgendwie versuche ich es doch immer wieder. Ich setzte es auf meinen Speiseplan und denke dann an dem Tag, an dem es das herrliche Stück Fleisch geben soll, dass ich eigentlich viiiiel lieber etwas anderes hätte.
Gestern war es schon wieder genau so, aber das Fleisch lag schon da und irgendwie wollte ich es ja auch machen.
Also überwand ich meine Skepsis und fing an es zu marinieren.
Und diese Marinade ist der einzige Grund, warum ich das Steak hier überhaupt erwähne, die war nämlich super und mal was ganz anderes, aber dazu später.
Das Fleisch wollte ich Grillen…aber in einer kleinen Altstadtwohnung ohne Balkon ist grillen schwer, also holte ich meinen ganz neuen Kontakgrill hervor und legte mit dem Grillen los.
Der Kontakgrill hat eine Funktion um Steaks medium zu grillen, was ich unbedingt ausprobieren wollte. Also stellte ich das Gerät ein, legte das Fleisch hinein und wartete. Es piepte einmal: Rare, dann ein zweites Mal: Medium (nur das bekam ich, warum auch immer, nicht mit) und ein drittes Mal: DURCH! Ja so schnell kann es gehen! Und da kann man leider nur noch seufzen und ein bisschen weinen.
Naja, es hilft ja nichts. Angerichtet habe ich es mit Bohnen und Champignons. Die Champignons waren toll, schön angeröstet, toller Geschmack, aber was kann man da viel falsch machen?! Und die Bohnen, eigentlich ein leichtes, aber gestern – ich sag euch Leute, da war der Wurm drin. Gestern waren sie matschig, MATSCHIG! Naja geschmeckt haben sie auch noch, aber ich wollte sie eben anders.
Mit großem Widerwillen habe ich das Gericht dann angerichtet und Mr. Bee und ich saßen zusammen an unserem kleinen Tisch in unserem kleinen Erker und aßen matschige Bohnen, super Champignons mit einem totgegrilltem Fleisch und einer tollen Marinade.
Mr. Bee fand es trotzdem gut, wahrscheinlich merkte er mir meine Ungehaltenheit an und wollte keinen Wutausbruch provozieren.
Trotzdem will ich euch die Marinade nicht verheimlichen und sie hier schnell vorstellen. Die Marinade habe ich aus dem zurzeit sehr populären „Weber´s Grill Bibel“ Kochbuch und finde sie echt toll.

Steak mit Teearoma 2

Rezept für die Marinade mit Teearoma

Zutaten

• 2 TL Earl-Grey-Teeblätter (ca. 2 Teebeutel)
• 1 TL ganze Pfefferkörner
• 1 TL getrockneter Estragon
• 1 TL grobes Meersalz
• 1/2 TL getrockneter Thymian (ich habe frischen genommen)
• 3 EL Olivenöl

Zubereitung

1 Teeblätter, Pfefferkörner, Estragon, Salz und Thymian im Mörser fein malen.
2 Die Mischung in eine Schüssel geben und das Olivenöl dazugeben und gut verrühren.
3 Das Fleisch von allen Seiten mit der Paste einreiben.
4 20-30 Minuten vor dem Grillen bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dann auf den Grill.