Steak mit Teearoma – eine Geschichte über Misserfolge

Steak mit Teearoma 1
Heute gibt es mal eine kleine Geschichte über Misserfolge beim Kochen. Kochen läuft bei mir leider nicht immer glatt und das will ich hier natürlich nicht verheimlichen.
Warum ich so gerne koche und das Gekochte auch gerne esse ist, weil ich dieses Gefühl von Unzufriedenheit nach dem Essen nicht mag. Ich mag es nicht so vollgefressen von etwas zu sein, was mir keine Befriedigung gegeben hat. Deshalb koche ich, da weiß ich was rein kommt und weiß wo es her kommt (zumindest bei fast allem).
Gestern war ich leider nach meinem Essen gar nicht befriedigt.
Wenn ich es mir genau überlege, dann bin ich gar kein so großer Fan von Steak. Aber irgendwie versuche ich es doch immer wieder. Ich setzte es auf meinen Speiseplan und denke dann an dem Tag, an dem es das herrliche Stück Fleisch geben soll, dass ich eigentlich viiiiel lieber etwas anderes hätte.
Gestern war es schon wieder genau so, aber das Fleisch lag schon da und irgendwie wollte ich es ja auch machen.
Also überwand ich meine Skepsis und fing an es zu marinieren.
Und diese Marinade ist der einzige Grund, warum ich das Steak hier überhaupt erwähne, die war nämlich super und mal was ganz anderes, aber dazu später.
Das Fleisch wollte ich Grillen…aber in einer kleinen Altstadtwohnung ohne Balkon ist grillen schwer, also holte ich meinen ganz neuen Kontakgrill hervor und legte mit dem Grillen los.
Der Kontakgrill hat eine Funktion um Steaks medium zu grillen, was ich unbedingt ausprobieren wollte. Also stellte ich das Gerät ein, legte das Fleisch hinein und wartete. Es piepte einmal: Rare, dann ein zweites Mal: Medium (nur das bekam ich, warum auch immer, nicht mit) und ein drittes Mal: DURCH! Ja so schnell kann es gehen! Und da kann man leider nur noch seufzen und ein bisschen weinen.
Naja, es hilft ja nichts. Angerichtet habe ich es mit Bohnen und Champignons. Die Champignons waren toll, schön angeröstet, toller Geschmack, aber was kann man da viel falsch machen?! Und die Bohnen, eigentlich ein leichtes, aber gestern – ich sag euch Leute, da war der Wurm drin. Gestern waren sie matschig, MATSCHIG! Naja geschmeckt haben sie auch noch, aber ich wollte sie eben anders.
Mit großem Widerwillen habe ich das Gericht dann angerichtet und Mr. Bee und ich saßen zusammen an unserem kleinen Tisch in unserem kleinen Erker und aßen matschige Bohnen, super Champignons mit einem totgegrilltem Fleisch und einer tollen Marinade.
Mr. Bee fand es trotzdem gut, wahrscheinlich merkte er mir meine Ungehaltenheit an und wollte keinen Wutausbruch provozieren.
Trotzdem will ich euch die Marinade nicht verheimlichen und sie hier schnell vorstellen. Die Marinade habe ich aus dem zurzeit sehr populären „Weber´s Grill Bibel“ Kochbuch und finde sie echt toll.

Steak mit Teearoma 2

Rezept für die Marinade mit Teearoma

Zutaten

• 2 TL Earl-Grey-Teeblätter (ca. 2 Teebeutel)
• 1 TL ganze Pfefferkörner
• 1 TL getrockneter Estragon
• 1 TL grobes Meersalz
• 1/2 TL getrockneter Thymian (ich habe frischen genommen)
• 3 EL Olivenöl

Zubereitung

1 Teeblätter, Pfefferkörner, Estragon, Salz und Thymian im Mörser fein malen.
2 Die Mischung in eine Schüssel geben und das Olivenöl dazugeben und gut verrühren.
3 Das Fleisch von allen Seiten mit der Paste einreiben.
4 20-30 Minuten vor dem Grillen bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dann auf den Grill.

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