Käsekuchen 2.0 und eine Liebeserklärung an Tirol

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Da bin ich nun wieder!
Wieder mit einem Rezept, wieder mit neuem Elan und mit einer neuer Küche.
Der Umzug ist zwar schon ein paar Wochen her, aber bisher habe ich einfach keine Zeit gehabt meine Gerichte zu fotografieren. Man muss aber auch sagen, dass ich etwas Angst davor hatte.
Es war nicht die Angst, dass die Gerichte auf dem Teller nicht schön aussehen, sondern eher die Angst um das Thema Licht. Ich denke viele Blogger kennen dieses Problem.
Da ich keine Softboxen, externe Blitze oder ähnliches habe, muss ich mit dem vorhandenen Licht in meiner Wohnung zurechtkommen.
In meiner alten Wohnung war das ein Traum. Ich hatte diesen kleinen süßen Erker und da ist einfach jedes Bild (mit ein paar kleinen Aufhellungen – mehr aber nicht) sehr gut geworden.
Jetzt hatte ich natürlich Angst. Mein jetziger Esstisch steht nicht mehr am Fenster (geschweige denn an einem Erker). Er steht ziemlich weit weg von einem Fenster. Klar ist die Wohnung sehr hell, aber das Licht kommt nur einseitig und ich war mir einfach unsicher. Deshalb habe ich das Fotografieren raus gezogen.
Ein bisschen wie das Phänomen von Schrödingers Katze – wenn ich es nicht ausprobiere kann ich auch nicht sagen, dass es nicht funktioniert.
Aber irgendwann musste ich ja doch ran. Also wurde die Kiste mit der Katze aufgemacht – und siehe da! Sie lebt!! (ich hoffe jeder versteht die Metapher 🙂 )
Und wie kann man am besten das Licht ausprobieren? Na klar, mit einem Kuchen!! Der wird nicht kalt (denn er ist es ja schon), er sieht eh schon gut aus und man kann ganz gut mit dem Licht spielen, ohne Stress beim fotografieren zu haben.
Ja und jetzt kommt die Liebeserklärung an meine wahlheimat Tirol. Tirol ist einfach toll. Na klar, jeder Tiroler liiiiiebt Tirol (manch einer vielleicht ein bisschen zu sehr – obwohl der Tiroler sagen würde, dass das nicht geht!). Aber ich liebe Tirol langsam auch. Es war kein leichter Weg, aber wir zwei mögen uns langsam. Und vor allem liebe ich das tiroler – und vor allem das haller – Wetter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich es – als kleine Frostbeule – finde, dass eigentlich jeden Tag die Sonnen scheint. Nicht immer den ganzen Tag und auch nicht immer so warm, wie im Sommer aber fast jeden Tag für ein paar Stunden macht der Himmel sich frei und lässt die Sonne ein bisschen auf die schönen Berge und auf unseren neuen Balkon strahlen.
Und genau das liebe ich! Und das liebe nicht nur ich, sondern auch meine Kamera, denn dann werden die Bilder einfach super! Und, ja! Ihr seht ja das Ergebnis, durch die Sonne und die große Fensterfront unserer Wohnung, kommt von der Sonne so viel in der Wohnung an, dass die Fotos noch besser werden als in der alten Wohnung.
Ich war so glücklich und stolz, als ich meine Fotos gesehen habe. Und ich musste NICHTS, NICHTS, NICHTS bearbeiten. Nichts heller machen, keinen Kontrast verstärken etc. So, wie ich sie geknipst habe, so habe ich sie hier hochgeladen! (Okay – mein Logo musste ich einfügen – erwischt 😀 )

So jetzt hören wir auf über das Wetter und Tirol zu schwärmen, sondern schwärmen beim Kuchen weiter. 😛
Mein Käsekuchen ist einfach mein Lieblingskäsekuchen ❤ Das hängt bestimmt damit zusammen, dass meinen Mutter den schon immer gemacht hat und damit natürlich immer sehr viele tolle Kindheitserinnerungen verbunden sind. Ich liebe diesen Kuchen aber auch, weil er einfach nur ein ganz ehrlicher Käsekuchen ist. Keinen Boden (den doch beim Käsekuchen eh keiner braucht, oder?), ganz frisch und saftig.
Normalerweise gibt es den Käsekuchen bei uns nur so – also ohne Früchte –  weil er aber ein Geburtstagskuchen werden sollte musste ich ihn ein bisschen pimpen – daher auch Käsekuchen 2.0!

So jetzt höre ich auf zu schwärmen, gebe euch das Rezept und hoffe er schmeckt euch so gut wie mir!

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Rezept für einen Käsekuchen ohne Boden

Zutaten

für den Kuchen
• 1 kg Quark
• 320 g Zucker
• Rum
• 1 Vanillezucker
• 125g Nüsse (Mandelstücke gehackt)
• 1 Zitrone
• 125 g Butter
• 3 – 4 Eier (nach Eigröße)
• 1 Vanillepudding
• 3 EL Gries

für die Sauce und Beeren

• 1 Packung TK Beeren (ca. 400 g)
• Zucker oder Sirup zum süßen
• ca. 7 Blatt Gelatine
• Frische Beeren zum verzieren

Zubereitung

1 Zuerst den Ofen auf Umluft mit 175 °C einstellen und die Beeren auftauen lassen.
2 Eischnee erst schlagen und beiseite stellen.
3 Dann die restlichen Zutaten zusammen rühren.
4 Jetzt den Eischnee unterziehen.
5 Die Form einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.
6 Den Kuchen jetzt ca. eine Stunde in den Ofen schieben.
7 Wären der Kuchen abkühlt die Sauce herrichten, dazu die Gelatine ca. 5 min in kaltem Wasser einweichen.
8 Die Beeren pürieren, etwas süßen und durch ein Sieb streichen.
9 Die Gelatine erwärmen bis sie flüssig ist (nicht kochen lassen, sonst geliert sie nicht mehr – max. 80 Grad) und mit den Beeren vermischen und kurz im Kühlschrank an gelieren lassen.
10 Dann über den Kuchen schütten und mit Beeren garnieren.

 

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Erdbeerkuchen mit weißer Schokolade – No Back!

Erdbeerkuchen mit weißer Schokolade 1

Wie jedes Jahr bekommt die Mutter von Mr. Bee einen Kuchen von mir. Dieses Jahr war es ein No – Back – Kuchen.
Und ich muss sagen: Der Kuchen war wirklich nicht schlecht, aber mir viiiiel zu süß. Trotzdem MUSS dieser Kuchen hier gezeigt werden, weil es einfach soo toll aussieht!
Das Wetter draußen war so toll und die Sonne ist durch unseren Erker geschienen. Dadurch ist das Licht auch noch so schön auf dieses kleine Kunstwerk gefallen und naja, er war zwar zu süß, aber es gibt hier bestimmt viele, die einen kleinen süßen Kuchen essen wollen 😛

Ich will mich natürlich nicht mit fremden Federn schmücken und werde euch das Rezept hier verlinken, da es nicht von mir ist.
Diesen kleinen Kuchen habe ich von einer wunderbaren Backseite nachgebacken und das wird nicht der letzte sein.

Erdbeerkuchen mit weißer Schokolade 2

Hier nun das Rezept: „Erdbeer – Kuchen mit weißer Schokolade und Oreo – Boden – ganz ohne Backen

Viel Spaß beim nachbacken!

Tiramisù

Tiramisù 1Über Tiramisù gibt es sooo viele Rezepte. Manche mit Alkohol, manche ohne, manche mit Sahne manche ohne, manche verzichten auf das Ei, manche nicht und noch viel weitere Variationen.
Aber als festen Bestandteil kann man sagen, dass in ein typisches Tiramisù (was übrigens „zieh mich hoch“ heißt – wenn man zu viel isst zieht es aber eher runter 😛 ) Löffelbiskuits, Eier, Mascarpone, Espresso, Kakaopulver und irgendeine Art von Likör, wie zum Beispiel Amaretto, Marsala, Weinbrand oder Eierlikör.
Jetzt kann und darf man natürlich auch variieren, trotzdem sollte man nicht vergessen, dass es eine Süßspeise mit Geschichte ist und man sie nicht zu sehr verändert.
Ich habe zwei verschiedene Tiramisù Rezepte, die sehr lecker sind.
Das erste Rezept ist ein sehr Typisch Italienisches Rezept, was ich absolut favorisiere. Die Mascarponecreme schmeckt sehr Ei lastig und sehr intensiv, was ich sehr gerne mag.
Das zweite Rezept ist zusätzlich noch mit Sahne, was den Ei Geschmack etwas mildert und wahrscheinlich für die breite Masse etwas besser ist.
Ach noch etwas vergessen: Ich nehme immer Puderzucker statt normalen Zucker, weil er sich viel besser auflöst und man nicht überm Wasserbad noch die Creme schlagen muss.
Ich werde einfach bei mal hier verschriftlichen, dann kann sich jeder aussuchen, was er mag!

Tiramisù 2

Rezept für ein typisch italienisches Tiramisù

Zutaten für 2 Personen (100 g Löffelbiskuits)

• 4 Eigelb
• 100 g Puderzucker
• 300 g Mascarpone
• 100 g Löffelbiskuits
• 1 – 2 EL Eierlikör
• 250 ml kalter Espresso
• Kakaopulver zum bestreuen

Zubereitung

1 Zuerst die Eigelb mit dem Zucker sehr schaumig schlagen, das kann 2 – 3 Minuten dauern.
2 Dann ganz langsam die Mascarpone unterheben.
3 Jetzt eine Schüssel bereit stellen, unten eine ganz feine Schicht der Mascarpone einfüllen, dann die Löffelbiskuits in den Espresso tunken und die Form damit ausfüllen, dann die Hälfte der Mascarponecreme auf die Löffelbiskuits füllen und das ganze nochmal wiederholen.
4 Das Tiramisù jetzt mindestens 8 Stunden (besser über Nacht) kalt stellen und dann mit Kakaopulver bestreuen.
Ich mach das immer vor dem Kühlen, der Kakao ist dann aber halt nicht mehr so fluffig.

So jetzt kommen wir zum zweiten Rezept:

Rezept für ein nicht so intensives Tiramisù (für den Tiramisù Anfänger)

Zutaten für 4 Personen (200g Löffelbiskuits)

• 200 g Sahne (ruhig ganzer Becher)
• 3 ganz frische Eigelb
• 3 EL Puderzucker
• 250g Maskarone
• kalter Espresso
• 1 Schuss Eierlikör
• 200g Löffelbiskuits
• Kakaopulver zum bestreuen

Zubereitung

1 Sahne Steif schlagen.
2 Den Puderzucker und Eigelb ca. 5 Minuten mixen
3 Mascarpone unter Eigelbmasse mischen und die Sahne unterheben.
4 Wie oben beschrieben die Löffelbiskuits und die Mascarponecreme schichten.
5 Kakao drauf und kühlen – genau wie bei Rezept 1.

 

Marillen – Kiwi – Marmelade

Marille-Kiwi-Marmelade 2
Heute gibt’s mal wieder eine Marmelade. Die Dritte in diesem Jahr, aber erst die zweite auf diesem Blog 😛
Ich habe die Markthalle in Innsbruck für mich entdeckt und seit ich eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel habe kann ich so viel dorthin fahren, wie ich möchte!
Dort gibt’s momentan so tolle und leckere Marillen, die ich einfach mitnehmen musste. Und nach langem grübeln fanden Mr. Bee und ich, dass Marille und Kiwi doch entgeltlich ganz gut harmonieren könnten!
Und ich finde, ja – es harmoniert! Und jetzt ist der Schrank auch erst mal voll mit Marmelade!
Selbstgemachte Marmelade ist so ein Thema. Bei uns gab es NIE gekaufte Marmelade. Wir hatten einen Kirschbaum im Garten und die Kirschen wurden natürlich zu Marmelade, Saft und Püree verarbeitet. Wir hatten natürlich auch noch andere Marmeladen oder Gelees. Für mich war damals selbstgemachte Marmelade eher was doofes! Ich wollte in den Laden gehen und die bunte Vielfalt an industriellen Marmeladen ausprobieren.
Nach meinem Auszug konnte ich das auch machen. Nur irgendwann fand ich die Dinger schon sehr süß und schaute mal hinten drauf! Wie kann man nur damit werben, dass in einer Marmelade 30% Fruchtanteil drin ist? 30%!!!! Das ist ja nichts! Also ging ich nur noch im Hofladen Marmelade kaufen und machte ein paar wenige Gässchen selber!
Seit diesem Jahr mach ich fast alles selber. Ich weiß einfach was drin ist und sie schmecken einfach so lecker! Und ich kann genau die Sorten machen, die ICH will und nicht Andere! Naja, die ICH und Mr.Bee wollen!

Jetzt hier mein Marmeladenrezept für diejenigen, die auch keine Lust mehr auf 30% Fruchtanteil haben, oder ganz teure Hofladenmarmelade!

Marille-Kiwi-Marmelade 3

Rezept für Marillen – Kiwi – Marmelade

Zutaten für 1500 g Früchte

• 900 g Marillen
• 600 g Kiwis (Grüne und Gelbe)
• Gelierzucker 3 : 1

Zubereitung

1 Marillen und Kiwis fein pürieren und mit dem Gelierzucker in einem Topf verrühren.
2 Den Gelierzucker dazu und bei starker Hitze aufkochen und 3 Minuten unter ständigem Rühren kochen lassen.
3 Nach den 3 Minuten eine Gelierprobe machen, dazu etwas Marmelade auf einen Teller geben und schauen ob es geliert.
4 Dann in die Gläser gießen, diese vorher mit heißem Wasser ausspülen, damit Bakterien etc. abgetötet werden.
5 Wenn die Gläser gefüllt sind, gut verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder umdrehen, dadurch bildet sich dann ein Vakuum. (Keine Panik wenn der Deckel leicht Ploppt – hab mich gestern zu Tode erschreckt, als plötzlich alle Deckel zu ploppen angefangen haben 😀 )

Marille-Kiwi-Marmelade 1

Marillentarte – für die Deutschen: Aprikosentarte :P

Mariellentarte 2
Heute gibt es aber wirklich mal eine Blitztarte. Warum? Ja weil man den Teig (Blätterteig) nicht mal selber machen muss. Klar kann man den auch selber machen, aber soweit bin ich noch nicht 😛
So schnell, wie dieser Kuchen geht, kann jeder Mikrowellenkuchen und Fertigmischungskuchen einpacken und vom Geschmack her ist er auch viiiel, viiiel besser.
Diese leckere Tarte gab’s bei uns gestern. Ich hab mich am Vormittag mit meinem Vater in Innsbruck getroffen und habe mich dann bei Mr. Bee, der leider Arbeiten musste, zum Essen eingeladen. Er arbeitet ja in einem Fischrestaurant!
In Innsbruck gab es ein kleines Fest im Hofgarten ganz in meinem Sinne. Und zwaaar:
In Österreich gibt es eine Initiative, die „Genuss Region Österreich“ heißt. Dort geht es hauptsächlich um saisonale, regionale und echte Lebensmittel. Unter diesem Namen sind also viele Landwirte, Gastronomen, Händler etc. zusammengeschlossen. Einiger dieser Betriebe haben sich am Jubiläumstag (10 Jahre Genuss Region Österreich) in Innsbruck im Hofgarten vorgestellt. Nicht nur Tirol war vertreten, sondern aus ganz Österreich gab es Stände zum probieren, kaufen und informieren.
Das fand ich natürlich super. Dadurch, dass ich ja noch nicht so lange hier lebe kenne ich vieles noch nicht und ich war sehr beeindruckt von den ganzen Ständen. Die Landwirte, die sich dort vorgestellt haben, haben richtig Spaß an Ihren Erzeugnissen und gewähren einen Blick hinter die Kulissen.
Leider war ich nur für eine Stunde da und so konnte ich mich nicht überall informieren und durchkosten, aber ein kleines Heftl habe ich mitgenommen und werde das intensiv studieren um zu wissen, wo es in Österreich gutes Fleisch, Gemüse, Käse, Tee … naja einfach gute Lebensmittel gibt. Da muss man dann halt einfach mal hinfahren. So lerne ich Österreich dann auch ein bisschen besser kennen.

Aber kommen wir wieder zur Tarte. Weil ich eben an dem Tag nur kulinarische Eindrücke gesammelt habe und nichts selber gekocht habe, dachte ich mir, so eine kleine Tarte ist schon noch drin.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem Blätterteig in meinem Ofen, der ist eher einfach – sagen wir es so. Und als ich das erste Mal (auch schon bestimmt 3 Jahre her) etwas mit Blätterteig gemacht habe, ist er einfach nicht aufgegangen und ist matschig geblieben. Dann habe ich es mich nicht mehr getraut. Aber ab jetzt schon wieder! 🙂
Als Form habe ich eine Tarteform aus Frankreich genommen, die ich bei unserem Elsass Urlaub abstauben konnte. Die hat überall kleine Löcher, damit der Teig noch knuspriger wird. Und er war Knusprig!
So jetzt also das Rezept:

Mariellentarte 1

Rezept für eine Marillentarte

Zutaten für eine Tarteform von D = 24

• 1 Packung Fertigblätterteig
• Mandeln gemahlen
• 6 – 7 Marillen
• Vanille
• Zucker
• 1 Packung Vanillezucker

Zubereitung

1 Gleich als erstens den Ofen auf 250 °C vorheizen,
2 Dann den Blätterteig in der Form gleichmäßig verteilen.
3 Die Mandeln auf dem Boden verteilen und die Marillen kleingeschnitten oben drauf.
4 Dann mit Zucker, Vanillezucker und Vanille bestreuen und fertig. Beim Zucker muss man sehen, wie süß die Marillen sind, sonst wird es zu süß.
5 Die Tarte für 5 Minuten bei 250 °C in den Ofen, dann die Hitze auf 200 °C reduzieren und nochmal 20 Minuten im Ofen aufgehen lassen. Schmeckt auch lauwarm!

Mariellentarte 3

Heidelbeertorte für meinen kleinen – großen Bruder

Heidelbeertorte 2
Jetzt bin ich wieder da. Und ich komme mit einer Heidelbeertorte im Schlepptau.
Am Donnerstag ging es nach der Arbeit zu meinen Eltern und meinem kleinen – großen Bruder nach Ludwigsburg, wo sie zurzeit wohnen. Dieser kleine – große Bruder hat nämlich 17. Geburtstag und da haben wir Geschwister uns versammelt. Mein anderer noch größerer, aber auch kleineren, Bruder kam auch mit Freundin.
So war also die Wohnung sehr voll. Mr. Bee war leider nicht dabei, weil er Latein gelernt hat und arbeiten musste.
Deshalb machte ich mich von Hall ganz alleine mit dem Auto nach Ludwigsburg auf den laaangen Weg. Normalerweise fährt mich ja immer Mr. Bee, aber weil der eben nicht konnte musste ich wohl oder übel alleine, was auch bis 1 km vor dem Ziel sehr gut funktioniert hat. Dann aber hatte ich mich wohl zu sehr konzentriert, wie ich am besten zum Parkplatz komme und verursachte einen kleinen Auffahrunfall. 😦
Naja, es ist hier ja ein Kochblog und da müssen wir uns nicht mit dem Autoproblem beschäftigen. Das Auto ist geputzt, mein Wahlvater hat mir geholfen! Und naja den Rest bekomme ich auch noch schön.
Nach dem Schock habe ich dann am nächsten Tag endlich die Torte backen können. Ich muss mich vorab schon mal für die Fotos entschuldigen. Ich habe die Fotos nämlich am Abend – oder eher morgen – um 1:30 Uhr gemacht und da war das Licht nicht mehr das Beste. Und am Morgen wurde er schon verputzt.
Die Familie war auf jeden Fall sehr begeistert und geschmeckt hat die Torte auch.
Jetzt kommt hier gleich mal das Rezept. Vorsicht: Die Torte braucht mindestens 4 Stunden Zeit.

Heidelbeertorte

Rezept für eine Heidelbeertorte

Zutaten für eine Tortenform von 18 – 20 cm Durchmesser

Für die Heidelbeerböden
• 400 g Weizenmehl
• 3 TL Backpulver
• 400 g Heidelbeeren (keine TK)
• 200 ml Saure Sahne
• 2 TL Vanillezucker
• 2 TL geriebene Zitronenschale
• 250 g weiche Butter
• 300 g Zucker
• 5 Eier

Für die Sahne-Mascarpone-Creme
• 400 g Sahne
• 3 EL Zucker
• 250 g Mascarpone
• 1 Vanilleschote
• 3 EL Zitronensaft
• 250 g Heidelbeeren

Dunkle Schokoladenganache
• 50 g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
• 50 ml Sahne

Zubereitung

1 Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2 Mehl und Backpulver mischen
3 Heidelbeeren und 1 EL von der Mehl/Backpulvermischung mischen.
4 Saure Sahne, Vanillezucker und Zitronenschale verrühren.
5 Die Butter und den Zucker schaumig schlagen.
6 Langsam die Eier unterrühren.
7 Abwechseln die Sahnemischung und die Mehlmischung dazugeben.
8 Zum Schluss noch die Heidelbeeren unterheben.
9 Nun 1/4 des Teiges ca. 18 – 20 Minuten backen. Das nun noch 3 Mal wiederholen. Die Böden dann schön abkühlen lassen.

10 Für die Mascarpone Creme die Sahne mit 2 EL Zucker steif schlagen.
11 Die Mascarpone, das Vanillemark und den Zitronensaft mit einem EL Zucker glatt rühren.
12 Jetzt noch die Sahne unterheben.

13 Für die Ganache die Schokolade klein hacken.
14 Die Sahne bis zum Siedepunkt erhitzen und über die Schokolade gießen und ein paar Minuten ruhen lassen.
15 Dann zu einer Creme verrühren und ein paar Minuten bei Zimmertemperatur etwas fest werden lassen.

Heidelbeertorte 3
Zusammensetzen der Torte

Schokoladenganache in Kreis und Heidenbeeren
Mascarponecreme
4. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
3. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
2. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
1. Boden

–> Jetzt muss die Torte noch mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank, besser über Nacht.

Heute mal was aus der Mikrowelle – Zitronen Mikrowellenkuchen

Mikrowellenkuchen Zitrone 1
Am Ende der Woche gibt es noch einen schnellen Kuchen. Oder besser einen Bericht über einen schnellen Tassenkuchen.
Wie ich überhaupt auf einen Tassenkuchen gekommen bin?
Eine liebe Freundin hat mir an einem sehr lustigen Abend ein YouTube – Video über einen Kerl gezeigt, der gaaanz schnell einen Tassenkuchen in der Mikrowelle zaubert und sich irrsinnig freut. (Wie ein Keks – oder wie ein Tassenkuchen eben :P). Wir haben uns schlapp gelacht, aber die Idee mit dem Kuchen fand ich gar nicht so doof, nur sahen die Kuchen alle so gummig und zäh und gar nicht appetitlich aus. Das Thema ließ ich dann auch erst mal ruhen, aber dann hab ich ein ganzes Backbuch darüber gesehen und hab gedacht: „… vielleicht sind die Kuchen ja doch nicht so schlecht.“
Ich probierte dann mal einen mit Nutella und Kakao und Milch usw. aus und schob ihn mit voller Vorfreude in die Mikrowelle.
Gerochen hat es ganz gut, er kam auch schön hoch und ich freute mich sooo auf meinen Tassenkuchen. Fast so wie der Typ aus dem YouTube – Video!
Aber die Vorfreude war dann auch schon alles. Ich hatte genau das, was ich erwartet hatte. Einen gummigen, sehr kompakten, harten Kakaobatzen mit Nutella dazwischen. (Übrigends, der/die/das Nutella war lecker – kann man empfehlen)
Es war also schade um die Kalorien und vor allem um die Zutaten und das Abspülen der Tasse danach.
Das Thema war dann für mich gegessen. Musste ich nicht mehr haben.
Beim Rezepte suchen bin ich aber wieder auf so einen Kuchen gestoßen und die Bloggerin pries ihn an. Da dachte ich mir, dann kann er ja vielleicht schmecken. Der Teig glich auch schon eher einem normalen Kuchenteig, so gab ich der Mikrowelle und dem Kuchen noch eine Chance.
(Jetzt mal ehrlich Leute, wäre es nicht das Paradies auf Erden, wenn man sich nach dem Essen immer schnell so einen leckeren Kuchen zaubern könnte? Für mich zumindest schon :))
Gestern, übrigens nach 9,5 Stunden arbeiten genehmigte ich mir mal so einen Kuchen hier.
Schon einmal vorweg, er war besser als der „Nutella – Batzen“ aber das war definitiv mein letztes Mikrowellenkuchen. Es ist einfach Schade um die Zutaten. Ich hätte den Teig auch schnell in eine kleine Springform packen können und ihn normal backen können. Sehr viel besser!!!
Aber nochmal zur Zitronen-Mikrowellenkuchen-Konsistenz. Er war wirklich saftig! Aber leider war der Geschmack eher nichtssagend. Die Zitrone hat man wenig raus geschmeckt und mir war er fast zu wenig süß, obwohl schon 3 EL Zucker drin waren und ich ihn mit Puderzucker bestreut habe.
Ich habe dazu noch ein paar Blaubeeren gegessen, die sehr gut waren und dem Mikrowellenkuchen sehr gut getan haben.
Ich habe ihn dann fast ganz aufgegessen, aber mit dem Kapitel abgeschlossen. Leider! Das Paradies ist geplatzt.

Obwohl … so leicht will ich nicht aufgeben! Wenn einer von euch da draußen ein wirklich gutes Rezept über einen Mikrowellenkuchen hat, kann er oder sie es mir schicken und ich probier es aus und werde es dann hier veröffentlichen!
Vielleicht kann mir ja jemand das Paradies auf Erden bescheren 😀

Für alle, die doch gerne diesen Zitronen – Mikrowellenkuchen probieren wollen gibt es hier das Rezept.

Mikrowellenkuchen Zitrone 2

Rezept für eine große Tasse Zitronen Mikrowellenkuchen

Zutaten

• 30 g geschmolzene Butter
• 1 Ei
• 3 EL Zucker
• 3 TL Zitronensaft
• 4 EL Milch oder Sahne
• 5 EL Mehl
• 1/2 TL Backpulver
• Puderzucker zum bestreuen
• Blaubeeren oder andere Beeren zum aufpeppen

Zubereitung

1 Die Butter in der Mikrowelle schmelzen.
2 In einer großen Tasse das Ei mit einer Gabel gut verquirlen und dann den Zucker dazu und etwas aufschlagen.
3 Den Zitronensaft, die Milch, das Mehl und das Backpulver sowie die flüssige Butter unterrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. (Info: Teig ist eher flüssig)
4 Den Tassenkuchen jetzt bei 800 Watt 2,5 bis 3 Minuten in die Mikrowelle. Hier aufpassen, der Kuchen geht ziemlich auf, schauen, dass er nicht überläuft.
5 Jetzt nur noch mit dem Puderzucker und den Beeren garnieren und fertig. Schmeckt auf warm!

Zitronen-Mandel Kuchen

Weiter geht es mit einem Zitronen – Mandel Kuchen. Einen Zitronenkuchen wollte ich schon immer mal backen, aber ich kam nie dazu. Eigentlich wollte ich eine etwas aufwändigere Zitronen – Tarte mit Himbeeren machen. (Die kommt bestimmt auch noch.)
Warum ich mich dann dafür entschieden habe? Ich hatte mal wieder Lust auf „Hände nicht eindrecken“. Ich wollte keinen Teig kneten und hab das Rezept im Netz gefunden und fand es cool, weil die Zitronen nicht nur gepresst werden, sondern als ganzes, püriert in den Teig kommen.
Und wie es der Teufel so wollte hatte ich genau 3 Stück daheim und keine Verwendung, also was tun?
Genau, backen!
Leider kann ich zu diesem Kuchen keine so tolle, ausschweifende und tiefgründige Geschichte erzählen *hust*, wie zu den anderen Gerichten, aber es muss ja nicht immer sein, dieser schnelle Kuchen verzaubert durch seinen Geschmack und die Einfachheit und so werde ich es heute auch halten, ich verzaubere durch das Rezept und nicht das Drumherum.
Mahlzeit und Spaß beim nachbacken!

Zitronenmandelkuchen

Rezept für einen Zitronen-Mandel Kuchen ohne viel drumherum

Zutaten

• 3 Bio-Zitronen
• 175g Zucker
• 4 Eier
• 175g Mandelpulver
• 1/4 TL Natron
• Mandelsplitter

Zubereitung

1 Die Zitronen so wie sie sind in 150ml Wasser, zugedeckt für mindestens 1 Stunde kochen.
2 Dann die Zitronen aufschneiden, um die Kerne zu entfernen.
3 Alles in einen Mixer geben (ggf. noch von dem Kochwasser hinzugeben) bis ein feiner Brei entsteht. Den Brei durch ein Sieb passieren.
4 Zucker mit den Eiern schaumig rühren. Dann das Mandelmehl mit dem Natron hinzugeben, weiter rühren. Schließlich den Zitronenbrei hinzugeben.
5 Den Teig in die Kuchenform füllen und mit Mandelsplittern bestreuen. Für 30-35 Minuten bei 180° backen. (Ich hab den Kuchen schon nach 20 Minuten raus genommen ich hab ihn gerne nicht so trocken – Mr. Bee übrigens auch :P)

Erdbeer-Schoko-Chili-Tarte

Erdbeer-Schoko-Chili Kuchen 2
Wie versprochen kommt heute was mit Chili, Erdbeeren und Schokolade.
Und es wäre nicht ich, wenn es nicht mal wieder eine Tarte wäre. Ich liebe sie einfach!!
Dieses Rezept und diese Tarte wäre etwas für meine Mutter. Immer wenn man sie fragt, was für eine Schokoladenart sie am liebsten mag sagt sie Chili oder Ingwer :P.
Und hier haben wir eine Tarte mit Chili und Schokolade und sogar Erdbeeren, sie würde sie lieben. Vielleicht mach ich sie ihr mal. Aber nur wenn sie lieb ist 😀
Die Tarte ist momentan noch im Kühlschrank und kühlt etwas aus, aber wenn ihr den Beitrag lest, wird sie schon verschlungen sein.
Heute mal nicht so viel drum herum und mehr drin, also hier das Rezept.

Erdbeer-Schoko-Chili Kuchen 1

Rezept für eine Erdbeer-Schoko-Chili-Tarte

Zutaten für D = 28 cm

Für den Mürbteig
• 200g Weizenmehl
• 20g Kakaopulver
• 80g Zucker
• 1 Prise Salz
• 1 Eigelb
• 150g Butter

Für die Füllung:
• 200g Sahne
• 160g Zartbitterschokolade
• 1/2 TL Chiliflocken (je nach Geschmack)
• Cayennepfeffer
• 25g Zucker
• 25g Butter
• 1 Ei (M)
• Frische Erdbeeren (mindesten 600 g)
Zubereitung

1 Für den Teig Mehl, Zucker, Salz, Eigelb, Butter und ggf. etwas Öl in einer Schüssel zu einem glatten Teig verarbeiten.
2 Teig 30 Minuten kühl stellen.
3 Inzwischen die Sahne erhitzen, die Schokolade in grobe Stücke gehackt unter rühren darin auflösen.
4 Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen, dann Chili, Zucker, Ei und Butter unterrühren, das geht am besten mit einem Schneebesen.
5 Den Teig in einer gefetteten Form verteilen.
6 Jetzt die Füllung auf den Teig gießen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Nach der Backzeit in der Form auskühlen lassen, dann die Erdbeeren draufsetzen.

So das war es fürs Erst mit Erdbeeren, aber pünktlich im nächsten Jahr wird es wieder einen Kuchen mit Erdbeeren geben und Marmelade. Vielleicht dann mal eine andere Sorte.
Aber ihr könnt euch drauf verlassen, denn – wie ihr wisst – ich liebe Rituale. In diesem Sinne einen ganz schönen Resttag.

Erdbeertarte auf weißer Schokolade

Erdbeertarte1
Jetzt gibt’s den zweiten Teil meiner Erdbeer-Serie. Und zwar gibt es eine sehr, sehr gute Erdbeertarte mit weißer Schokolade.
Diesen Kuchen habe ich letztes Jahr gebacken und er kam sehr gut an. Als ich damals zu Mr. Bee sagte, dass ich einen Erdbeerkuchen backe, war er wenig begeistert. Warum konnte ich nicht verstehen. Für mich ist ein Erdbeerkuchen immer ein Highlight und er wollte nicht. Ich konnte das gar nicht verstehen und war etwas angepisst.
Ich machte natürlich trotzdem einen, dann esse ich ihn eben alleine oder verschenke ihn, egal ich wollte backen!
Trotzdem interessierte es mich, warum er keine Lust auf Erdbeerkuchen hatte und bohrte so lange nach, bis er es mir erklärte.
Unter Erdbeerkuchen kannte er nur einen viel zu harten, trockenen Biskuitboden mit Erdbeeren belegt und diese rote Glibberschicht oben drüber. Also eine eher trockene Angelegenheit.
Da war ich natürlich herausgefordert ihm zu zeigen, dass das nicht einem – vor allem nicht meinem – Erdbeerkuchen gerecht wird und habe mich für diese Erdbertarte entschieden.

Erdbeertarte2

Rezept für eine Erdbeertarte mit weißer Schokolade

Zutaten für D = 28 cm

Für den Mürbteig
• 125 g Butter
• 80 g Zucker
• Vanillezucker
• Vanille
• 1 Ei
• 250 g Mehl
• 1 TL Zitronenabrieb

Für die weiße Schokolade-Creme
• 200 ml Sahne
• 2 Eigelb
• 200 g weiße Schokolade
• Vanille
• 400 g Erdbeeren (ich hatte 500g)

Zubereitung

1 Die Butter, Zitronenabrieb, Vanille, Vanillezucker, Zucker, Mehl und Ei zu einem Mürbteig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
2 Die Sahne in einem Topf erhitzen. Die Schokolade und die Vanille dazu, bis die Schokolade geschmolzen ist.
3 Die Masse abkühlen lassen und die Eier dazu.
4 Den Backofen auf 180°C vorheizen
5 Eine Springform einfetten und diese mit dem Teig auslegen.
6 Die Schoko-Sahne Mischung auf dem Teig verteilen.
7 Im Ofen ca. 25 Minuten backen.
8 Alles erkalten lassen und im Kühlschrank die Creme fest werden lassen.
9 Die Erdbeeren schön auf dem Kuchen drapieren und fertig!

Wenn euch der Kuchen schon Lust aufs nachbacken macht, dann wartet auf Morgen, da gibt’s dann was mit Chili, Erdbeeren und Schokolade bis dahin euer kleines Kochbienchen oder besser Backbienchen.