Schupfnudeln oder die Deutsche und das Kraut

Schupfnudeln mit Sauerkraut 1

Das Kochbienchen war / ist krank. Das Kochbienchen ist eigentlich nie krank. Schon zu Schulzeiten wollte Sie lieber krank im Bett liegen als, müde und gesund im Unterricht sitzen.
Doch leider war Sie zu gesund!
Die letzten Tage war ich mal wirklich krank und es gefällt mir gar nicht. Das Schöne ist natürlich, dass man nicht arbeiten muss, aber die Freizeit genießen kann man trotzdem nicht. Alles tut einem weh, man kann nicht schlafen und man langweilt sich!
Dieser Zustand gefällt mir doch nicht so sehr. Vor allem, weil ich jetzt die Schulbank ja nicht mehr drücken muss und mir meine Arbeit einteilen kann wie ich will!
Deshalb muss jetzt etwas Gesundes auf den Tisch. Und was passt da besser als Sauerkraut?

Doch Sauerkraut ist nicht jedermanns Sache. Es hat einen sehr eigenwilligen Geruch und naja … aussehen tut es auch eher wie … naja … Kohl, der die Farbe verloren hat!
Doch Sauerkraut gibt es schon ein Zeitl. Im 18. Jahrhundert wurde es in der Seefahrt als ganzjähriger Proviant eingesetzt. Es war voller Vitamine (vor allem Vitamin C) und verhindert deshalb auch Skorbut (Vitaminmangelkrankheit). Außerdem ist es voller Milchsäure, Vitamin A, B und C, Mineralstoffen und was die Frauen freuen wird auch sehr kalorienarm – nur 19 kcal. pro 100 g.
Doch wie wird das Kraut eigentlich zum Sauerkraut? Bei mir kommt das Kraut, wie wahrscheinlich bei fast jedem aus der Büchse. Die Zubereitung ist nämlich ziemlich aufwändig und dauert mehrere Wochen.
Der Weißkohl wird gehobelt und dann zerstoßen, damit der Zellsaft austreten kann. Dann wird Salz eingemischt, das Salz konserviert und entzieht während des Gärungsprozesses dem Kohl das Wasser.
Die Gärung kann 4 bis 6 Wochen dauern. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass keine Luft zwischen dem Kohl eingeschlossen wird, sonst fängt er an zu schimmeln. Um das zu verhindern wird das Sauerkraut kräftig gestampft und mit einem Gewicht fest gepresst.
Doch warum ist Sauerkraut DAS Gericht er Deutschen? Gut, ab und zu gab es bei uns auch Sauerkraut – aber nur weil mein Wahlvater am liebsten „Würschtl mit Kraut“ ist. Schon im zweiten Weltkrieg nannten die amerikanischen und englischen Soldaten uns Deutsche „Krauts“. Lustig, obwohl es gar nicht in Deutschland erfunden wurde. Die Chinesen haben schon viele Jahrtausende früher erkannt, dass Kohl Milchsäure beim Gären produziert. Der römische Kaiser Tiberius versorgte seine Soldaten mit Sauerkraut während seiner Feldzüge. Genau weiß man nicht, wie sich das Sauerkraut in Europa verbreitete, vielleicht waren es ja die Römer auf ihren Streifzügen 😛

Bei mir gab es zu dem gesunden Kraut selbst gemachte Schupfnudeln. Das Rezept stammt aus einem meiner Lieblingskochbücher „Österreichische Küche – Reloaded“. Der Geschmack war toll, nur habe ich sie etwas zu groß und zu dick gemacht, ich denke sie schmecken feiner, wenn sie zierlicher sind. (ist dann halt mehr Arbeit 😛 )
Wenn es schnell gehen soll kann man auch schon fertige Schupfnudeln kaufen.

Nach diesen ganzen Fakten gibt´s jetzt was zum Futtern – zumindest das Rezept !

Schupfnudeln mit Sauerkraut 2

Rezept für Schupfnudeln

Zutaten für 4 Personen

Für die Schupfnudeln
• 600 g Erdäpfel (Kartoffeln) mehlig
• 60 g flüssige Butter
• 1 Ei
• 1 Eigelb
• 80 g glattes Mehl
• 80 g griffiges Mehl
• 30 g Weizengrieß
• Salz /Pfeffer

Für das Sauerkraut
• ca. 500 g eine Büchse Sauerkraut (z.B.: Hengestenberg – Mildessa)
• 1 Scheibe Beinschinken – gewürfelt

Zubereitung

1 Zuerst mit den Schupfnudeln anfangen, dazu die Erdäpfel in der Schale kochen (entweder 15 Min im Schnellkochtopf) oder in Kochendem Wasser.
2 Den Ofen auf 120 °C vorheizen und die gekochten UNgeschälten Kartoffeln 20 Minuten ausdampfen lassen.
3 Jetzt die Kartoffel ähh Erdäpfel 😛 schälen, durch eine Kartoffelpresse pressen, mit den restlichen Zutaten vermengen und würzen. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
4 Jetzt das Sauerkraut weich kochen. Entweder 10 Minuten im Schnellkochtopf oder 20 in einem normalen Topf.
5 Den Erdäpfelteig zu kleinen Schupfnudeln drehen und 10 Minuten in Kochendem Salzwasser gar kochen.
6 In der Zwischenzeit den Speck auslassen und die fertigen Schupfnudeln mit dem Speck rundherum knusprig braten. Jetzt nur noch das Sauerkraut dazu und alles gut vermischen! Fertig!

 

Werbeanzeigen

Von der Perfektion und ein paar Graupen

Graupensuppe 2

Ja da bin ich wieder o.O Das hat lange gedauert, aaaaber ich habe eine fast gute Ausrede.
Die Perfektion! Die Perfektion ist ganz schön gemein. Ich neige sowieso zum Perfektionismus und dieser kleine Block hat mich darin bestärkt und ich konnte nicht mehr kochen.
Alles war zu profan, zu wenig ausgefallen und zu wenig „back to the rules“.
Also hab ich fast nichts mehr gekocht. Ich hatte auch gar keine Lust, weil ich mich so verzettelt habe.
Aber heute hat es mich wieder gepackt und ich habe es geschafft die Perfektion kurz zu verdrängen und präsentiere mal wieder ein Rezept, das zum heutigen Wetter super passt!
Diese Suppe oder schon fast der Eintopf ist einfach perfekt, wenn man nicht so viel Zeit hat und trotzdem eine gehaltvolle, gesunde und wärmende Suppe haben möchte.
Bei Suppen ist es ja immer das Gleiche. Sie schmecken gut, aber die meisten füllen einen nur kurzfristig den Magen und man hat gleich wieder Hunger und sucht in der Wohnung nach Essbarem, was dann meist ungesund ist.
Das ist bei dieser Suppe nicht der Fall.

So dann hier mein bzw. das meiner Oma und Mutter Rezept für die beste Graupensuppe der Welt :*

Graupensuppe 1

Rezept für Graupensuppe

Zutaten für 4 Personen

• 1 Scheibe Wammerl (Geräucherter Bauchspeck)
• 200 g Kassler (hier Selchfleisch)
• 200 g Gaupen (ich nehme immer mehr – ich mag´s dick 😛 )
• 2 Liter Wasser
• 1 Brühwürfel
• 1 Karotte (gehobelt)
• 1 Petersilienwurzel (gehobelt)
• 1/4 Sellerieknolle (gehobelt)
• 1 große Kartoffel
• 1 kleine Stange Lauch
• 1 Bund Petersilie
• 1 Zwiebel
• Salz/Pfeffer

Zubereitung

1 Wammerl, Kassler und Graupen mit Wasser und Brühwürfel in den Schnellkochtopf für 10 Min.
2 Das Fleisch raus, kleinschneiden und wieder rein.
3 Kartoffel, Sellerieknolle, Karotte, Zwiebel und Petersilienwurzel Grob reiben und in die Suppe.
4 Kurz vor Ende die Petersilie und den Sellerie Lauch dazu. 😛
5 Pfeffern und vielleicht noch etwas salzen – fertig!

 

Erbsen Kachori

Erbsen Kachori 1
Heute gibt’s mal was aus dem fernen Indien. Am Wochenende war ich … nein NICHT in Indien. Ich war in München shoppen mit meiner Mutter. Sie hat ein paar Sachen gekauft und ich habe beraten.
Eine „Nach-Geburtstagstorte“ gab es für sie auch, aber der war soo schlecht. Der Boden war – nett formuliert: Kompakt. Also: Kein Torten – Blog – Eintrag!
Aber worauf ich hinaus will, meine Mutter hat sich ein Indisches Kochbuch gekauft und da habe ich diese Rezept gefunden und musste es gleich ausprobieren.
Die kleinen Teigkugeln sind mit Erbsen gefüllt. Und ich bin begeistert. Mr. Bee fand sie auch super lecker!
Was ich super finde ist, dass man die Bällchen nicht frittiert sondern im Backofen ausbackt – viel weniger Fettig. 😀
Beim Kochen ist mir aufgefallen, dass ich kein Gara Masala daheim hatte, aber ich hatte alle Bestandteile davon, also hab ich mir die Gewürzmischung schnell selber im Mörser zusammengeworfen. Ich wusste und weiß noch immer nicht genau die Mengenverhältnisse, deshalb habe ich bestimmt nicht den ganz typischen Geschmack gehabt, den die Bällchen hätten haben sollen.
Ich habe zu den Bällchen einen ganz einfachen Gurken – Joghurt gemacht, der die Schärfe etwas nimmt und die einen guten Kontrast zu doch etwas „trockenen“ Bällchen gibt.
Jetzt aber los ans Kochen!

Erbsen Kachori 2

Rezept für Erbsen Kachori

Zutaten für 3 Personen (ca. 20 Stück)

Für die Füllung
• 600 g Erbsen (TK)
• 4 cm Ingwer
• 2 rote Chilis (schon leicht scharf)
• Rapsöl (ich hatte nur Sonnenblumenöl – geht auch)
• 1 TL Senfsamen
• 1 1/4 TL gemahlener Zimt
• 1 1/4 TL Gara Masala
• 1/2 TL gemahlener Kurkuma
• 1 3/4 TL Salz
• 1/2 TL Cayennepfeffer

Für den Teig
• 300 g Mehl
• 1 1/2 Rapsöl
• 1/2 TL Salz
• 130 ml Wasser

Zubereitung

1 Ein Backblecht leicht einfetten.
2 Den Ingwer und die Chilis in einem Mixer zu einer Paste pürieren.
3 Die Senfsamen mit etwas Öl in der Pfanne bei mittleren Hitze rösten bis sie leicht ploppen – klingt wie bei Popcorn 😛
4 In der Zwischenzeit die Erbsen pürieren.
5 Wenn die Senfsamen geröstet sind die Ingwer – Chili Paste dazu geben und leicht mitrösten, dann die Erbsen dazu und 5 Minuten mitbraten.
6 Jetzt die Gewürze dazu und die Masse so lange braten lassen, bis keine Feuchtigkeit mehr da ist.
7 Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Glatten Teig kneten.
8 Nun die Bällchen formen, dazu einen Teil des Teiges abschneiden, dünn ausrollen, mit Füllung belegen, zu einer Kugel formen und auf dem gefetteten Blecht umher rollen, damit sie schön eingefettet ist.
Das alles könnt ihr hier auf den Bildern nochmal genauer sehen.

Erbsen Kachori 3

Erbsen Kachori 4

9 Wenn ihr alle Kugeln fertig habt, den Ofen auf 180 °C vorheizen und ca. 30 – 40 Minuten im Ofen goldbraun backen.

Die BESTE Tomatensauce, die ich je gegessen (und gekocht :P) habe

Nudeln mit Tomatensauce überbacken 1
Hier bin ich mal wieder. Ich hab schon gedacht ich komm nieee wieder zum Kochen.
Naja gut gestern habe ich auch gekocht, aber es wurde nicht so wie ich es wollte und irgendwie hat die Leidenschaft gefehlt.
Heute war sie aber wieder da, nur leider nicht so viel Zeit.
Aber wie so oft, gibt es genau dann etwas, was man nicht erwartet, wie zum Beispiel den Fund einer Tomatensauce, die ich liebe und jetzt immer so machen werde!
Heute stand ich an der Bushaltestelle und wartete auf den Bus. Wie immer an dieser Haltestelle und um diese Uhrzeit kommt der Bus viiiiieeel zu spät. Ich hatte also genug Zeit mir zu überlegen, was ich jetzt noch schnell kochen könnte.
Ich wollte unbedingt Gnocchi mit Tomatensauce und das alles überbacken, aber ich wollte frische Gnocchi – die waren nicht da und schnell gehen die leider auch nicht!
Also überlegte ich ob ich vielleicht doch auf fertige zurückgreifen sollte. Wollte ich aber nicht – die kleben immer so am Gaumen! *grrrr*
Also was die schnellere Variante Nudeln.
Aber wenigstens bei der Tomatensauce wollte ich etwas kochen, so kam ich auf dieses Rezept und ich bin absolut begeistert! Ich bin gar kein Fan von Tomatensaucen, meist zu süß oder zu sauer. Diese war genau richtig! Und sie geht echt schnell!
Dann hab ich versucht meine kleine Portion noch schön überbacken zu lassen, damit ich eine schönes Foto hinbekomme – ist nicht wirklich geglückt! So ist das mit dem überbackenen Zeug eben :P. Was zählt: Es hat geschmeckt! Hier also meine BESTE Tomatensauce. Mal sehen, ob sie euch auch so gut schmeckt!

Nudeln mit Tomatensauce überbacken 2

Rezept für die BESTE Tomatensauce

Zutaten für 2 Personen

• 200 g reife Tomaten (am besten Cherrytomaten)
• 1 Knoblauchzehe
• 1/2 Zwiebel
• 1 EL getrocknete Tomaten in Olivenöl eingelegt
• 2 EL Tomatenmark
• 1 TL Zucker
• Olivenöl
• 1 EL Butter
• Salz
• Oregano

Zubereitung

1 Als erstes den Ofen auf 220 °C vorheizen.
2 Die Tomaten halbieren, den Knoblauch schälen und stifteln und die Zwiebel schälen und stifteln.
3 Alles in eine Ofenfeste Form geben und die getrockneten Tomaten, den Zucker, das Tomatenmark, das Olivenöl und den Oregano dazu legen.
4 Jetzt nur noch alles bei 15 – 20 Minuten in den Ofen geben.
5 Zum Schluss alles pürieren und mit Salz und Butter abschmecken.

Nudeln mit Somatensauce überbacken 3

Kärntner Kasnudeln mit Kürbiskernen

Kärntner Kasnudeln 1

Hier bin ich wieder und diesmal mit etwas aus meinem Sommerurlaub. Wie passen jetzt Kärntner Kasnudeln in meinen Urlaub? Wie Ihr wisst war ich da ja gar nicht.
Ich war aber im Burgenland und dort gab es „Ravioli mit Kartoffel-Kürbiskernfüllung, brauner Butter und Parmesan“ auf der Karte. Und dann auch auf meinem Teller und nachher dann auch in meinem Magen.

Kärntner Kasnudeln 4

Das waren aber keine normalen Ravioli, wie ich sie kenne. Da war deutlich Minze rauszuschmecken, es waren auch nicht nur Kartoffeln drin, der Teig war viel heller und sie waren viel dicker befüllt. Also hab ich daheim mal etwas geforscht und hab diese Nudeln gefunden.
Erst habe ich da immer schön drüber gelesen, weil Käse ist gar nicht meins! Nach genauerem hinsehen hab ich erkannt, dass da ja gar kein Käse drin ist! *Top*
Also habe ich sie ausprobiert und mit etwas Kürbiskernen gepimpt, weil mir das damals sehr gut geschmeckt hat.
Sie haben wie im Restaurant geschmeckt, nur, dass sie noch nicht so ganz so akkurat geformt waren.
Die Ränder werden nämlich „gekrendelt“. Was so viel heißt, wie „schön zusammengeknödelt“ 😛
Wikipedia sagt auch noch etwas sehr Schönes zum Thema „Krendln“. Und zwar: „A Dirndl, dås nit krendeln kån, kriegt kan Månn“!

Kärntner Kasnudeln 3

Gott sei Dank kann ich es ein bisschen, aber den Mann hab ich eh daheim und der hat sich auch sehr über das Essen gefreut.
So jetzt gibt es hier meine Version von Kärntner Kasnudeln. Viel Spaß beim nachkochen.

Kärntner Kasnudeln 2

Rezept für Kärntner Kasnudeln mit Kürbiskernen

Zutaten für 2 Personen

Für den Teig
• 250 g glattes Mehl
• 1 Ei
• 6 – 8 EL Wasser (am besten warmes)
• 1 TL Salz

Für die Füllung
• 250 g Erdäpfel
• 250 g Bröseltopfen
• 25 g Butter
• 25 g Zwiebeln
• 1 kleine Knoblauchzehe
• 2 EL zerstoßene Kürbiskerne
• 1 TL braune Minze (getrocknete geht auch)
• 1 TL Majoran
• 1 TL Kerbelkraut
• 1 TL Salz

Zubereitung

1 Für den Teig alle Zutaten verkneten und den Teig ruhen lassen – am besten über Nacht.
2 Für die Füllung die Kartoffeln in der Schale kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
3 Die Butter und den Knoblauch mit der Butter andünsten und zu den Kartoffeln geben.
4 Zum Schluss noch den Topfen und die Kräuter sowie das Salz dazugeben und die Masse verrühren.
5 Den Teig zu einer Wurst rollen und in gleichgroße Teile Teilen.
6 Jetzt nach und nach den Teig ausrollen und mit der Füllung belegen und den Rand krendln.
7 Die fertigen Nudeln in heißem (nicht mehr kochendem Wasser) ca. 7 – 10 Minuten ziehen lassen.

Schon Fertig 😀 – Mahlzeit!!

Rinderrouladen

Rinderroulade 1

Wikipedia sagt: Rinderrouladen ist ein Sonntagsessen. Bei uns war es ein Mittwochsessen, dafür gab es nur Nudeln dazu und kein Kartoffelpüree. Zu meiner Verteidigung – wie kann es anders sein – es musste mal wieder schnell gehen, wir waren noch fürs Kino verabredet.
Damit es nicht ganz so doof ausschaut hab ich bunte Nudeln genommen, passt als „schnell Lösung“ auch ganz gut dazu.
Meine Rinderrouladen waren eher Involtini (übersetzt Rolle, aber kleine Rollen). Ich hatte leider nur Rinderschnitzel, die habe ich platt geklopft und gefüllt. Süß waren sie schon 😛
Das Rezept – wie kann es anders sein – stammt von meiner Mutter und diesmal ist es auch genauuuu so geworden, wie ich es kenne.
Die Füllung besteht bei uns aus Paprika, Zwiebel, Petersilie, Essiggurken und Speck. Das alles wird kleinegewürfelt und die Rouladen damit gefüllt. Ich halte nicht so viel davon, wenn die Zutaten für die Füllung in Streifen oder sogar im Ganzen in die Roulade kommt, da verbindet sich der Geschmack nicht so gut!
Was noch anders ist, ist wieder der Schnellkochtopf. (Mir fällt auf, dass ich den sehr oft benutze.) Damit sind die Rouladen in 20 Minuten ganz zart und man muss eigentlich nichts mehr machen!
Hier also zum Rezept:

Rinderroulade 2

Rezept für Rinderrouladen

Zutaten für 2 Personen (Mr. Bee hat ganz schön viel gegessen)

• 6 Rinderschnitzel oder Rinderrouladen
• 2 – 3 Essiggurken (gewürfelt)
• 1 rote Paprika (gewürfelt)
• 1 Zwiebel (gewürfelt)
• 1 Scheibe Bauchspeck (gewürfelt)
• Petersilie (gehackt)
• 1 Becher (125 ml) saure Sahne
• Senf
• 1 – 2 EL Tomatenmark
• Mehl
• Paprikapulver
• Salz / Pfeffer

Zubereitung

1 Die Rinderschnitzel bzw. Rinderrouladen auf beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.
2 Dann die Rouladen mit Essiggurken, roter Paprika, Zwiebel, Speck und Petersilie füllen und rollen. Mit einem kleinen Fleischspieß schließen.
3 Die Rouladen mehlieren und im Schnellkochtopf von beiden Seiten scharf anbraten. (Sollte noch Füllung übrig sein – einfach mitbraten)
4 Das Tomatenmark dazu und mit Wasser aufgießen. Nicht zu viel sonst wird die Sauce wässrig.
5 Zum Schluss noch die saure Sahne dazu und verrühren. Den Deckel schließen und 20 Minuten mit 3 Ringen kochen lassen.
6 Wenn die Rouladen fertig sind, die Sauce nochmal abschmecken und bei Bedarf mit Gustin verdicken. Fertig!

Pfannkuchensuppe

Pfannkuchensuppe 1

Halllllooooo ihr alle!! Fast pünktlich zum 1. Oktober melde ich mich wieder. Ausgeruht und voller neuer Kochideen komme ich aus unserem Urlaub wieder nach Hause.
Der Urlaub war sehr abwechslungsreich. Ich hab mal einen ganz anderen und flachen Teil von Österreich kennen gelernt. In Ungarn habe ich erkannt, dass ich dort nicht unbedingt nochmal hin muss und in Griechenland hat uns endlich der Sommer wunderschöne warme Tage beschert.
In Griechenland haben wir uns 4 mehr oder weniger schöne Inseln angesehen, die doch sehr abwechslungsreich waren. Mein persönliches High Light war eine Bucht auf der Insel Lefkas. Ich selber bin nicht unbedingt der Meer und Strand Typ – viel zu viel Sand und Salzwasser. Aber diese Bucht hat mich so beeindruckt, dass ich einfach reinspringen musste und gar nicht mehr hinaus wollte!!

Lefkas - Strand von Katsiki

Aber um was geht es hier nicht? Genau ums Reisen und naja eigentlich um alles was nichts mit Kochen zu tun hat. Also werde ich euch nicht mit meinen Urlaubsbildern neidisch machen und zum Thema „Kochen“ zurück kommen.
Nach dem Urlaub hat man ja auf genau das Hunger, was man im Urlaub nicht bekommt. Und was kann das sein? Tiroler Küche und heiße Suppen! Wer hat schon in Griechenland Lust eine heiße Suppe zu essen und noch mehr zu schwitzen, als man eh schon tut.
Da hat mir das Haller Wetter gut in die Karten gespielt, weil hier war es definitiv nicht mehr so warm, dass man schwitzt, also gab es meine heißersehnte Suppe.
Ja etwas ganz besonderes ist es nicht und es ist auch kein BOMBASTISCHER Auftakt nach einem Monat Pause, aber darauf hatte ich nun mal Lust, als gab es das auch 😛
Die Suppe ist eine klare Rinderbrühe mit Pfannkuchenstreifen (oder wie man im Schwabenländle sagt „Flädle“ – gää Mario :* ) (oder wie man hierzulande sagt „Frittaten“ – gää Mr. Bee) ( oder wie wir es daheim sagen – „Pfannkuchen“ – gää Mami) und viel Schnittlauch.
Als kleinen Bonus habe ich aber heute auch einen Tipp von meiner Oma, wie man eine Rinderbrühe gaaanz schnell machen kann, wenn man keine Zeit hat und schnell eine Rinderbrühe haben will ohne das böse Pulver zu verwenden.
Also jetzt ist Schluss mit meinem Redeschwall und los geht’s mit dem Rezept.
Mahlzeit und viel Spaß beim Aufwärmen!

Pfannkuchensuppe 2

Rezept für eine wärmende Pfannkuchensuppe

Zutaten für 2 Personen

Für die Suppe
• 500 g Beinfleisch ohne Knochen
• 400 g Rinderknochen
• 2,5 Liter Wasser
• 2 Packungen Suppengrün
• 2 Zwiebeln
• 2 Lorbeerblätter
• 2 Thymianzweige
• 1 Rosmarinzweig
• 2 Wacholderbeeren
• Salz / Pfeffer

Für die Eierpfannkuchen
• 4 Eier
• 3 – 4 EL Mehl
• Milch
• Salz
• Schnittlauch

Zum garnieren
• viel Schnittlauch

Zubereitung

1 Für die Suppe das Wasser (kalt) in einen Schnellkochtopf, dann das Fleisch dazu, das Gemüse und die Zwiebeln in groben Würfeln dazu. Dann die Gewürze und Kräuter dazu und den Schnellkochtopf schließen.
2 Bei mir mit zwei Ringen und 20 Minuten die Suppe kochen lassen und abkühlen lassen.
3 Wenn die Suppe etwas abgekühlt ist das Fleisch aus der Suppe nehmen und den Rest durch ein Sieb abgießen, dabei die Suppe in einem extra Topf auffangen.
4 Für die Eierpfannkuchen die Eier etwas aufschlagen, das Mehl dazu und so viel Milch, dass es eine fließende Masse ist. Zum Schluss noch mit Salz würzen und 2 EL Schnittlauch dazu geben.
5 Jetzt nur noch die Pfannkuchen hintereinander backen und rollen, damit man sie leichter zu Streifen schneiden kann.
6 Die Suppe erwärmen und die Pfannkuchen mit der Suppe aufgießen und mit Schnittlauch bestreuen – Fertig!

BONUS von meiner Oma!
Wer es schneller haben will, der macht die Rinderbrühe so:

Zutaten

• Wasser
• Rinderhackfleisch
• 1 Packung Suppengrün
• 1 Zwiebel
• Salz / Pfeffer
• Lorbeerblätter
• Thymianzweige
• Rosmarinzweig
• Wacholderbeeren

Zubereitung

1 Die Zutaten, je nachdem, wie viel Suppe man haben will zusammen in einen Topf schmeißen, einmal aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen.
2 Die Suppe durch ein Sieb in einen weiteren Topf abgießen angießen – Fertig!

 

Schweineragout vom Turopolje Schwein mit Rosmarinrisotto

Ragout mit Rosmarinrisotto 1Diesmal habe ich mal ein Rezept aus dem Buch „Fleisch“ aus der Brigitte Edition ausprobiert. Das Rezept heißt „Ragout mit Rosmarinrisotto“.
Jetzt zu meinen Erfahrungen: Aaaalso das Risotto war nichts! Es hat gar nicht nach Rosmarin geschmeckt, obwohl ich schon das doppelte an Rosmarin genommen habe. Dann habe ich den Fehler gemacht einen Gemüsefond zu kaufen, der etwas billiger war. Der Fond war vom Geschmack her gar nicht gut, deshalb hat das ganze Risotto auch nicht so toll geschmeckt. Das lag aber nicht nur am Fond sondern auch am fehlenden Rosmarin Geschmack und dem laschen Gewürzen. Da mich das Risotto gar nicht überzeugt hat werde ich das Rezept vom Rosmarinrisotto hier auch nicht aufschreiben. Die Idee des Rosmarinrisotto finde ich ganz toll und werde es auf jeden Fall nochmal anders probieren. Das wird dann hoffentlich den Weg hier her finden – aber nur, wenn es schmeckt.
Das Ragout war aber sehr gut. Es kommt mit wenigen Gewürzen aus, hat aber trotzdem einen ganz tollen Geschmack. Das Fleisch und das Suppengrün wird eine halbe Stunde unter anderem mit Zimt gekocht. Dadurch verteilt es im ganzen Raum einen unheimlich tollen Geruch und schmecken tut es auch unheimlich gut. Als Fleisch habe ich einen Schweinenacken ohne Knochen vom Turopolje Schwein genommen. Das Turopolje Schwein hat einen ganz intensiven Geschmack – das muss man mögen. Ich finde aber, dass sich der Geschmack vom Fleisch ganz toll mit der Sauce verbindet und sich dadurch auch eine tolle Sauce bildet!
Mr. Bee (zurzeit mehr daheim als bei der Arbeit) hat sich auch über den Essenservice gefreut. Er fand das Risotto nicht so schlecht, wie ich, aber er ist auch nicht so kritisch wie ich, wenn es ums Essen geht 😀
So jetzt muss ich aber aufhören so viel zu schreiben. Mr. Bee wartet auf einen Urlaubstext über unseren Thailandurlaub, den muss ich heute auch noch schreiben sonst – gibt’s Ärger 😛
Jetzt schreibe ich hier aber mal das Rezept für das fantastische Ragout auf.

Ragout mit Rosmarinrisotto 2

Rezept für Schweineragout vom Turopolje Schwein

Zutaten für 4 Personen

• 500 g Schweinenacken ohne Knochen (vom Turopolje Schwein)
• 1 Bund Suppengrün
• 1 Knoblauchzehe
• 1 – 2 EL Olivenöl
• 200 ml trockener Rotwein
• Zimtstange
• Salz Pfeffer

Zubereitung

1 Für das Ragout das Fleisch abspülen, trocken tupfen und sehr kleine Würfel schneiden.
2 Das Suppengrün putzen, abspülen und ebenfalls fein würfeln. Den Knoblauch schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken.
3 Das Öl in einen Topf geben und erhitzen. Das Fleisch darin portionsweise scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.
4 Dann das Fleisch herausnehmen das Suppengrün im Bratensaft und eventuell etwas Öl andünsten – den Knoblauch ebenfalls dazu geben.
5 Das Fleisch wieder dazugeben und mit Rotwein ablöschen. Die Zimtstange dazugeben und 3 Minuten einkochen lassen.
6 Jetzt nur noch 400 ml Wasser dazu geben und das Ragout offen bei mittlerer Hitze mindesten 30 Minuten köcheln lassen.

 

Spinatpfannkuchen

Spinatpfannkuchen 1
Nach einer Arbeitswoche kam ich gestern endlich wieder zum Kochen. Zu diesem Rezept gibt es mehrere kleine Geschichten.
Am Samstag haben Mr. Bee und ich abends einen kleinen Drink zu uns genommen, ich hatte aber noch Hunger – kam grade vom arbeiten – und da habe ich Cannelloni mit Spinat und Ricotta gegessen. Und weil das soo lecker war, wollte ich das eigentlich nachkochen, nur habe ich kein Rezept gefunden, was mir passt, also werde ich demnächst eines selber erfinden. Aber das mach ich besser, wenn Mr. Bee nicht da ist und ich alleine kochen und essen kann – nicht das es nicht schmeckt und er verhungern muss 😛
Also gab es Spinatpfannkuchen, das schmeckt immer und das kann nichts schief gehen und es schmeckt etwas ähnlich.
Spinatpfannkuchen gab es in unserer Kindheit eigentlich viel zu selten. Warum? Meine Mutter Mag keine Pfannkuchen. Das „Pfannkuchen machen“ hab ich also ausnahmsweise mal nicht von ihr sondern von meinem lieben Wahlvater. Immer wenn meine Mutter nicht da war hat er mit uns Pfannkuchen gemacht. Die Besten!
Gaaanz dünn müssen sie sein! Beim Teig ist es sehr schwierig zu sagen, wie viel von den Zutaten reinkommt. Das mach ich eben nach Gefühl, wie ich es gelernt habe. Der Teig sollte eher flüssig sein, als so ein Mehlpampf, sonst werden die Pfannkuchen viel zu dick – da kann man dann wenig machen.
Mr. Bee war beim ersten Mal Spinatpfannkuchen nicht so begeistert. Er wusste nicht genau, was auf ihn zu kommt und mit Pfannkuchen verbindet er nur einen Haufen dicker Pfannkuchen mit Apfelmus, die es über mehrere Tage gibt, weil sie keiner mochte und es deshalb immer zu viele waren und man eben deshalb mehrere Tage davon essen musste.
Aber als er meine Spinatpfannkuchen das erste Mal gegessen hat, was er sehr zufrieden – vor allem, weil viel Bechamelsauce dabei ist – da kann es ihm eigentlich nur schmecken!
Aber jetzt genug mit Geschichten und los zum Rezept.

Spinatpfannkuchen 2

Rezept für Spinatpfannkuchen

Zutaten für 3 Personen

Für die Pfannkuchen
• 4 Eier
• ca. 4 EL Mehl
• Milch
• Salz

Für den Spinat
• 300 g passierter Spinat (TK)
• Bechamelsauce

Für die Bechamelsauce
• Butterschmalz
• 3 EL Mehl
• 0,75 l Milch
• Parmesankäse zum bestreuen
• Brühwürfel oder Salz, Pfeffer Muskatnuss

Zubereitung

1 Als erstes schnell den Spinat auftauen lassen.
2 Dann die Pfannkuchen machen. Dazu die Eier aufschlagen und das Mehl dazu. Jetzt so viel Milch dazu, dass der Teig nicht mehr so pappig ist, sondern eher flüssig. Kurz stehen lassen und nochmal auf die Konsistenz achten, das Mehl kann etwas nachziehen und zum Schluss mit Salz würzen.
3 Dann nacheinander die Pfannkuchen in einer Pfanne raus braten und beiseite stellen. (Der erste wird meistens nichts – kann man also ruhig essen 😛 )
4 Jetzt die Bechamelsauce vorbereiten. Dazu das Butterschmalz (ruhig 1 – 2 EL) schmelzen lassen, das Mehl einrühren und mit Milch aufgießen. Einmal gut aufkochen lassen und Würzen mit einem Brühwürfel oder wer es gesünder haben mag mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.
5 Den Spinat mit etwas Bechamelsauce vermischen und auf den Pfannkuchen verteilen, dann die Pfannkuchen rollen und in eine Auflaufform geben. Wiederholen, bis alle Pfannkuchen in der Auflaufform sind.
6 Jetzt die restliche Bechamelsauce über die Pfannkuchen geben und mit Parmesan bestreuen.
7 Zum Schluss die Pfannkuchen in den Ofen geben bei 250 °C ca. 30 Minuten. Fertig!

 

Putenroulade (Sous Vide) gefüllt mit Rucola Pesto und Gnocchi in Pesto-Sahnesauce

Putenrouladen mit Rucola Pesto und Gnocchi 1Gestern hätte ich ab 11 Uhr arbeiten sollen, aber das hatte sich dann nach 10 Minuten erledigt und ich hatte den gaaanzen Tag Zeit zum Kochen.
Mein kleiner großer Bruder, der seit 1,5 Wochen schon bei uns arbeitet, hat bisher noch nichts von mir gekocht bekommen. Er sieht immer, was ich koche und bekommt nichts davon ab, weil er immer am arbeiten ist, oder ich am arbeiten bin.
Gestern hab ich es dann mal geschafft und hab mich statt arbeiten in die Küche gestellt.
Er wollte unbedingt Rouladen, aber die Rinderrouladen sind nicht sein Ding und auch bei dem Wetter sind Putenrouladen viel passender. Also gab es Putenrouladen.
Meine Mutter hat öfter Putenrouladen mit Sahnesauce und Nudeln gemacht, das wollte er! Aber ich hatte Zeit, also gab es das Gericht etwas abgewandelt und ich konnte mal wieder Sous Vide garen ausprobieren.
Das letzte Mal, als ich ein Steak mit Sous Vide gekocht habe war es etwas zu durch (wiederfährt meinem Fleisch leider öfter: hier eine Geschichte). Deshalb hatte ich gestern etwas Angst davor, aber sie war unbegründet und ich denke ich werde jetzt ein bisschen mehr damit experimentieren.
Die Putenroulade habe ich mit einem selbstgemachten Pesto bestrichen, Parmesan darüber gerieben und mit zwei großen Basilikumblättern belegt. Das habe ich dann zusammengerollt und in Frischhaltefolie gewickelt. Die gerollte Roulade habe ich dann noch vakuumverpackt und langsam schonen gegart.
Sie waren sehr kompakt und hätte etwas weniger Hitze abbekommen können, da ich aber kein Wasserbad habe, welches die Temperatur ganz genau hält, schwankte die Temperatur um ganze 7 °C +/-. Aber solange ich nicht so überzeugt davon bin wird die Anschaffung eines Wasserbades noch auf sich warten lassen müssen. Nach dem Essen rückt das Wasserbad aber in Reichweite 😛 Mr. Bee wird sich bestimmt freuen 😀
Die Gnocchi habe ich diesmal nach einen Rezept von Antonio Caruccio aus dem Buch „Pasta“ gemacht und sie waren himmlisch. Nicht klebrig am Gaumen, leicht zum herstellen und sehr luftig. Und was das wichtigste ist – sie sind mir nicht auseinandergefallen – diesmal gab es auch ein Probegnocchi!
Das Pesto habe ich mit viel, sehr viel Rucola gemacht, etwas Basilikum, Knoblauch und Pinienkern. Den Parmesankäse habe ich dann später untergehoben.
Mir hat es sehr gut geschmeckt, Mr. Bee war auch sehr zufrieden nur mein kleiner großer Bruder hat schweigsam gegessen. Kann positiv, aber auch negativ sein. Ich denke vor allem, dass es ihm viel zu wenig war.
In diesem Sinne, jetzt mein Rezept und Mahlzeit.

Putenrouladen mit Rucola Pesto und Gnocchi 2

Rezept für Putenroulade (Sous Vide) gefüllt mit Rucola Pesto und Gnocchi in Pesto-Sahnesauce

Zutaten für 3 Personen

Für die Gnocchi
• 800 g mehligkochende Kartoffeln
• 200 g Mehl (Typ 00 oder Typ 405)
• 1 mittelgroßes Ei
• Salz

Für das Pesto
• 125 g Rucola
• 6 – 7 EL Olivenöl
• 4 EL Pinienkerne geröstet
• 1 Hand Basilikum
• 2 Knoblauchzehen
• Parmesan gerieben (viel min. 150 g)
• Salz

Für die Rouladen
• 3 Putenrouladen
• ein bisschen Pesto zum bestreichen
• Parmesan gerieben
• 6 Basilikumblätter

Für die Pesto – Sahnesauce
• 1 Zwiebel
• einen Schuss Weißwein
• 100 ml Geflügelfond
• 100 ml Sahne (je nachdem, wie dick man es haben will)
• Pesto

Zubereitung

1 Zuerst das Pesto vorbereiten, dazu den Rucola, das Olivenöl, die gerösteten Pinienkerne, den Knoblauch und den Basilikum fein pürieren. Zum Schluss den Parmesan unterheben. Immer wieder abschmecken, da der Rucola sehr bitter sein kann. Man braucht zum Kochen nur die Hälfte, der Rest kann eingefroren werden.
2 Jetzt die Rouladen mit dem Pesto, etwas Parmesan und Basilikum belegen und zusammenrollen. Die Roulade in Frischhaltefolie einwickeln und einvakuumieren.
3 Die Roulade muss bei 63 °C ins Wasserbad. Je nach Dicke variiert die Dauer, dabei gelten folgende Zeiten:
10 mm – 20 Minuten
20 mm – 40 Minuten
30 mm – 75 Minuten
40 mm – 90 Minuten
4 Während das Fleisch im Wasserbad zieht die Gnocchi vorbereiten. Dazu die Kartoffeln mehrmals einstechen und 1 Stunde bei 200 °C im Ofen gar backen.
5 Wenn die Kartoffeln fertig sind das Innere aus der Kartoffel raus kratzen und durch eine Kartoffelpresse drücken. (Nicht pürieren, sonst wird die Masse kleisterig.)
6 Dann das Mehl, Salz und das Ei dazugeben und zu einem homogenen Teig kneten.
7 Jetzt den Teig zu kleinen Kugeln rollen und auf ein Blech mit Gries legen, damit sie nicht am Blech kleben bleiben. So kann man sie auch über längere Zeit stehen lassen, bis man sie braucht.
8 Zum gar kochen die Gnocchi in kochendem Salzwasser geben und warten bis sie an die Oberfläche kommen, dann noch etwa eine Minute warten und mit einem Schaumlöffel herausnehmen.
9 Für die Sauce die Zwiebel schneiden, leicht andünsten mit Zucker würzen und etwas karamellisieren lassen. Dann mit Weißwein ablöschen und reduzieren lassen. Den Fond und die Sahne dazugeben. Jetzt das Pesto portionsweise dazu und mit einem Stabmixer mixen. Immer wieder abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.
10 Zum Schluss nur noch alles anrichten: dazu das Fleisch aus dem Vakuumbeutel nehmen, aufschneiden und mit den Gnocchi und der Sauce servieren – Fertig!!