Eine unerwartete Liebesgeschichte

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Am Heiligen Abend gibt es ein kleines Märchen, was zu dieser besinnlichen und lieblichen Stimmung passt. Es ist ein Märchen, was uns Zeigt, dass es für die Liebe nie zu spät ist und dass man bei der Liebe auch vielleicht  zweimal (oder noch öfter) hinsehen muss, bevor man sie sieht!

Die Protagonisten dieses Märchens sind zu Einen das Kochbienchen und zum Anderen der Kürbis.
Der Kürbis und das Kochbienchen haben nie wirklich viel miteinander zu tun gehabt. Das Kochbienchen hat in ihrer Kindheit  mal von ihm gehört, gesehen hat es ihn natürlich auch an so manchen Gruseltagen im Herbst, aber gegessen hat es ihn nie.
Die Schuldige in dieser Geschichte war wohl die Mutter des Kochbienchens, denn die ist kein Freund vom Kürbis und hat ihn deshalb nie in die Familie des Kochbienchens eingeladen – nicht mal als gruselige Deko!
Und so lebten der Kürbis und das Kochbienchen viele Jahre glücklich und zufrieden nebeneinander her – ohne, dass sie sich große begegneten.
Das sollte sich aber bald ändern.
Wie es nun mal so ist zog das Kochbienchen aus und musst selber kochen. Natürlich kochte sie so, wie es die Mutter es ihr beigebracht hatte.
Doch irgendwann fragte sich das Kochbienchen, was es denn alles noch so gibt und was es denn alles nicht kennt. Und da war er, der Moment, an dem das Kochbienchen und der Kürbis sich gegenüberstanden. Aber das Kochbienchen wusste nicht recht, was sie mit ihm anfangen soll und so blieb die Begegnung eine sehr kurze.
Eines Tage aber – das Kochbienchen lebt jetzt in Österreich und lebt mit einem Mann namens Mr. Bee zusammen – wurde das Paar von Freunden zum Essen eingeladen. Da war er der magische Moment. Der Kürbis und das Kochbienchen mussten sich nun (so will es der gute Ton) besser kennen lernen.
Der Anfang war sehr schwer, denn das Kochbienchen war noch sehr skeptisch und wusste nicht Recht, was es tun sollte, aber mit jedem Happen wurden der Kürbis und das Kochbienchen bessere Freunde.
Am Ende des Tages blieben eine nette Erinnerung und eine allmähliche Annäherung.
Diese sollte aber nicht in intensiver Erinnerung bleiben.
Doch, wie es der Zufall will, bekam das Kochbienchen eines kühlen Herbstages einen kleinen, süßen, orangenen Kürbis geschenkt. Der Kürbis lag lange in der Wohnung des Kochbienchens. Jeden Tag schauten sie sich an und wussten nicht recht, was sie tun sollten.
Aber eines Tages wachte das Kochbienchen auf, nahm sich ein Herz und ging zum Kürbis und veredelte ihn. Seither sind der Kürbis und das Kochbienchen sehr gute Freunde und der Kürbis ist aus dem Leben des Kochbienchens nicht mehr wegzudenken.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ❤

Der Ein oder Andere wird gemerkt haben, dass es in dem Märchen um mich geht und er wird auch gelesen haben, dass es kein klassisches Märchen ist, aber ich finde trotzdem, dass wir vieles lernen können. Auf jeden Fall lernen wir, dass wir nie auslernen!

Wie es hier auf meinem Blog so üblich ist, will ich euch nicht nur mit schnulzigen Märchen oder ärmlichen Metaphern abspeisen, sondern möchte auch noch ein bisschen lehren.
Wenigstens ein bisschen was möchte ich zum Kürbis schreiben – obwohl eigentlich eine schier endlose Informationsmenge zum Kürbis herrscht – deshalb halte ich mir hier auch eher knapp.

Vom Kürbis gibt es mehr als hundert verschieden Sorten, die beliebteste ist bei uns bestimmt der Hokkaido Kürbis. Dieser, doch eher kleine Kürbis, ist einfach zu verarbeiten – eigentlich kann man ihn in allen verschiedenen Garmetoden zubereiten.  Besonders toll dabei ist, dass man die Schale mitessen kann. Zu Beachten ist aber, dass diese eine etwas längere Garzeit hat, deshalb sollte man immer darauf achten, ob diese schon gar ist – sonst ist es kein so großes Essvergnügen.
Das krause Innere des Kürbisses muss (wie bei wahrscheinlich jeder Sorte) herausgenommen werden. Die Kerne kann man im Ofen „trockenbacken“, muss man aber nicht.
Doch wo kommt diese Kürbissorte überhaupt her? Naja eigentlich ganz einfach – Hokkaido klingt ja schon danach. Er stammt aus Japan!
Aber keine Angst, an all diejenigen, die Regional und Saisonal kochen wollen. Natürlich wird er auch bei uns angebaut.
Auf die anderen Kürbis Sorten werde ich eingehen, wenn ich mal mit ihnen koche, denn wie ihr ja jetzt wisst ist die Liebe zwischen mir und dem Kürbis noch eine sehr junge!
Zum Schluss noch ein unheimlich wichtiger Fakt 😉 : Der Kürbis hat die Avocado abgelöst! 😀 Bei Instergram und Co. sah man immer Bilder auf denen Brote mit Avocado und viel Gemüse (für die Fleischesser auch mit Hähnchen) zu sehen war. Jetzt wird die Avocado langsam abgelöst vom Kürbis. Ja genau – den Kürbis kann man im Ofen backen und ihn dann pürieren – mit Gewürzen abschmecken und auch aufs Brot essen. Genau wie bei der Avocado wird dann natürlich auch noch viel Gemüse drauf gepackt (jaa … und für den Fleischessen auch Fleisch).
Wir werden also in Zukunft immer mehr mit dem Kürbis konfrontiert werden!
Das ist auch gut so, denn der Kürbis ist sehr Kalorienarm und sehr reich an Vitaminen – wenn ihr mögt könnt ihr das hier nachlesen. Naja und schmecken tut er auch noch!!

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Rezept für Kürbissuppe mit King Prawns

Zutaten für 4 Personen
• ca. 400 g King Prawns (kommt drauf an, wie viele man gerne in der Suppe hat)
• 1 Hokkaido Kürbis
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 3 Kartoffeln
• 1 Karotte
• 1/4 Sellerieknolle
• (wer mag kann auch noch ein wenig Pastinake hinein schneiden – aber Vorsicht vor der Süße!)
• 1 Chili (das ist natürlich auch wieder von Person zu Person verschieden)
• 2 cm frischen Ingwer (wie gehabt – manche Personen mögen mehr Ingwer – für meine Mutter kann es nie genug sein)
• Gemüsebrühe (so viel, dass die Zutaten im Topf grade bedeckt sind – ca. 1/2 Liter)
• Olivenöl
• Butterschmalz
• Salz

Zubereitung

1 Die Zwiebeln schneiden und mit Butterschmalz im Topf bei mittlerer Hitze schön glasig braten.
2 In der Zwischenzeit den Kürbis, die Kartoffeln, Karotten, den Sellerie und die Pastinake wenn nötig schälen und in grobe Stücke schneiden.
3 Wenn die Zwiebeln glasig sind, dann das Gemüse dazu und etwas anbraten.
4 Jetzt mit der Brühe aufgießen, sodass das Gemüse bedeckt ist – sollte die Konsistenz nicht passen, kann man das nach dem mixen immer noch regeln.
5 Nun die gehackte Chili, den kleingeschnitten Knoblauch und den geriebenen Ingwer dazu geben.
6 Das alles nun mit Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen – bis alles gar ist (besonders auf die Schale des Kürbisses achten).
7 Während die Suppe kocht können die Kind Prawns geputzt werden.
8 Wenn das Gemüse gar ist, die Suppe mit einem Mixstab mixen und mit Salz abschmecken – ich finde die Suppe braucht fast keine anderen Gewürze.
9 Jetzt können noch die King Prawns von beiden Seiten in Olivenöl angebraten werden. Wer mag kann hier noch etwas Chili ins Öl geben, dann haben die Garnelen eine angenehme schärfe. Mit Salz würzen und garnieren! Fertig!
10 Ach noch ein Tipp – das Öl in denen die Garnelen gebraten wurden kann man gut über die Suppe träufeln.

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So jetzt wünsche ich euch gaaaaanz schöne Weihnachten mit euren Lieben. Genießt die kleine Auszeit nach den stressigen Vorweihnachtstagen, die Zeit mit eurer Familie und natürlich das gute und meist viel zu reichhaltige Essen – und wer weiß – vielleicht besucht uns Frau Holle und taucht die Welt in ein weißes Winterwunderland?

Euer
Bildunterschrift

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