Gulasch mit Kartoffelknödel

Gulasch mit Kartoffelknödel 2
Thema Gulasch: Gulasch in Deutschland ist nicht immer das, was ich unter Gulasch verstehe. Oft wird Gulasch mit Rindfleisch, Schweinefleisch und Pilzen gemacht. Das Gulasch hat aber eine lange Geschichte und wird eher weniger mit halb Schwein und halb Rind gemacht.
Das Rezept geht zurück bis ins Mittelalter. Damals aßen die ungarischen Hirten eine Suppe aus geröstetem Fleisch und Zwiebeln, die überm offenen Feuer gebrutzelt wurden.
Ende des 18. Jahrhunderts entstand das ungarische Nationalgericht „Gulyas-hus“, was immer noch hauptsächlich von den Bauern gegessen wurde.
1819 wurde das erste Gulasch Rezept im Prager Kochbuch veröffentlicht.
1827 wurde das Gulasch als erstes in einem österreichischen Kochbuch erwähnt, unter dem Namen: Ungarisches Kolaschfleisch.
Gulyás ist aber in Ungarn eine Gulaschsuppe mit Mehl und Paprikapulver, Paprika und Fleisch langsam eingeschmort.
Das was wir unter Gulasch verstehen heißt in Ungarn „Pörkölt“ und hat die gleichen Zutaten wie das Gulyás, wird aber viel mehr eingekocht.
Das österreichische Rindergulasch, was natürlich auf das ungarische Pörkölt zurück geht, besteht aus magerem Rinderfleisch und Zwiebeln, Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran und Thymian.

Soviel zur Geschichte! Was ich damit nur sagen wollte ist, dass Gulasch eine sehr lange Geschichte hat und es natürlich noch viele Variationen des Schmorgerichtes gibt. Grundsätzlich finde ich aber das typische Rindergulasch am besten!

In mein Gulasch kommen auch nur viele Zwiebeln, Rinderfleisch, Paprika, Tomatenmark und Gewürze hinein. Diese landen bei mir alle in den Schnellkochtopf, werden gut angebraten und dann 25 Minuten gekocht.
Zum Schluss binde ich die Sauce noch etwas mit Gustin (Speisestärke) ab. Man kann, wenn man das nicht möchte, das Fleisch beim würzen auch mit Mehl bestäuben, dann dickt die Sauce gleich beim Kochen ein.
Jetzt aber hier das Rezept zum nachkochen.

Ach was noch was vergessen 😛 Die Knödel natürlich!
Das Rezept hab ich von einem gewissen Herrn Lafer, was eigentlich ganz lecker ist. Die Knödel sind nur sehr weich, aber schmecken sehr Kartoffelig, das finde ich gut!

Jetzt aber zum Rezept und viel Spaß beim Nachkochen!

Gulasch mit Kartoffelknödel 1

Rezept für ein Rindergulasch mit Kartoffelknödeln

Zutaten für 4 Personen

Für das Gulasch
• 600 g Rindergulasch
• 7 Zwiebeln
• Paprika
• Tomatenmark
• Mehl
• Speisestärke (Gustin)
• Kümmel (ganz und gemahlen), Paprikapulver, Majoran
• Salz und Pfeffer
• Wasser

Für die Kartoffelknödel
• 900 g Kartoffel (mehlige)
• 3 Eigelb
• 75 g Speisestärke (Gustin)
• 50 g flüssige Butter
• Salz

Zubereitung

1 Für das Gulasch die Zwiebeln und Paprika klein schneiden.
2 Die Zwiebeln und das Fleisch scharf in einem Schnellkochtopf anbraten und würzen (auch Mehl), das Tomatenmark dazu geben und zum Schluss noch die Paprika.
3 Mit Wasser ablöschen, den Schnellkochtopf schließen und 25 Minuten (mit drei Ringen) köcheln lassen.
4 Nach dem kochen alles noch abschmecken und gegebenenfalls mit Gustin die Sauce binden.
5 Für die Knödel die Kartoffeln im Schnellkochtopf gar kochen – 15 Minuten im Schnellkochtopf.
6 Wenn sie gar sind, schälen und im Ofen bei 150 °C 10-15 Minuten ausdämpfen lassen.
7 Dann die Kartoffeln zwei Mal durch eine Kartoffelpresse drücken. Warum zwei Mal? Dann werden die Knödel nachher besonders glatt.
8 Jetzt die restlichen Zutaten dazu und zu einem glatten Teig verrühren.
9 Nun nur noch Knödel formen (am besten mit nassen Händeln) und in heißem Wasser gar ziehen lassen. Nicht mehr kochen lassen. Wenn sie an die Oberfläche kommen sind sie gar.

 

Advertisements

4 Gedanken zu “Gulasch mit Kartoffelknödel

  1. Beim Betrachten des ersten Bildes wollte ich schon fragen, wie Du so kleine Mengen Gulasch kochst … Aber das hat sich ja dann im Laufe des Beitrages geklärt. 😉
    Gulasch mache ich auch nur aus Rind, am besten von der Wade. Sollte das der Fleischer mal nicht vorrätig haben, nutze ich dick geschnittene Beinscheiben (eigentlich für die Suppe), die ich vor dem anbraten auslöse. Die Knochen koche ich aber trotzdem mit. Gibt noch etwas Geschmack.
    Was mich etwas wundert, ist, dass Du dein Gulasch zum Schluss noch binden musst/kannst/willst. Normalerweise geben doch die Zwiebeln zusammen mit dem angerösteten Tomatenmark genug Bindung. Wenn man nicht zu viel Wasser hinein schüttet. Irgendwo in meinem Blog sind ein paar Gulaschvarianten, wenn ich mich richtig erinnere, habe ich nur sehr wenig Wasser ran getan. Kann aber auch sein, dass das mit dem wenigen Wasser im Schnellkopftopf nicht funktioniert. Mit dem Kochgerät kenne ich mich nicht so aus. Aber wenn ich mir vorstelle, dass mein Gulasch ein paar Stündchen leise simmernd auf dem Herd steht, scheint ein SKT eine interessante Alternative zu sein. 😉

    Gefällt mir

    1. Hey Dirk,
      Das mit dem Binden ist nicht unbedingt nötig, aber ich mag es gerne etwas sämiger.
      Es ist im Schnellkochtopf etwas anders als, wenn das Gulasch über mehrere Stunden vor sich hinkocht, da dickt es automatisch ein, vor allem auch durch das Verdampfen, das tut es eben im Schnellkochtopf nicht, deshlab kann man etwas mit Gusti nachhelfen, aber man muss es eigentlich wirklich nicht.
      Wenn ich mein Gasch mal länger köcheln lassen will schau ich mich bei dir mal um 👍
      Liebe grüße aus Tirol

      Gefällt mir

  2. Hallo Katharina, vielen Dank für das Rezept, sieht echt super aus! Gulasch im Schnellkochtopf ist echt eine tolle Idee, irgendwie habe ich immer gedacht, dass das Fleisch dabei nicht so Zart bleibt wie im Normalen Kochtopf aber anscheinend doch. Werde ich bald mal ausprobieren! Schnellkochtopf ist echt ein Wunder Küchenhelfer, finde ich!

    LG,
    Yasmin

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s