Malfatti, Spinatnocken, Spinat-Ricotta-Gnocchi … wie man es nennen mag

Spinatnocken 1
Heute wollte ich mal wieder ein Rezept von Donna Hay nachkochen. Der Name: Spinat-Ricotta-Gnocchi. Diese serviert sie auf Tomaten mit etwas Olivenöl und Parmesan.
Die Idee mit den Tomaten fand ich nicht so gelungen, deshalb habe ich sie mit Butter und Parmesan überbacken, aber auch die Zitronenschale aus dem Rezept habe ich weggelassen und dadurch sind es eher Malfatti geworden.
Und zwar nicht nur, weil Malfatti eine italienische Spezialität sind aus der Region Emilia Romagna sind sondern, weil Malfatti wörtlich übersetzt „schlecht gemacht“ oder „misslungen“ heißt.
Malfatti bestehen nur aus Spinat, Ricotta, Ei, Parmesan und Mehl. Natürlich gibt es 10000 Arten und Interpretationen, genau, wie meine.
Nur eines hat mich heute beim Kochen wirklich geärgert. Und zwar wollte ich eigentlich die Spinat-Ricotta-Gnocchi von Donna nachkochen – vor allem die Form. Sie hat nämlich den Teig halbiert und aus den zwei Hälften zwei gleich große 40 cm lange Teigrollen gerollt und diese dann in 3 cm dicke Gnocchi geschnitten. Dann sehen sie auch wunderbar aus!
Wie man auf den Bildern erkennen kann ist das bei mir nicht der Fall. Es ist nämlich eigentlich UNMÖGLICH! Der Spinat (dadurch, dass der kein passierter Spinat ist) lässt er sich nachher nicht mehr so ohne weiteres durchschneiden. Der Teig ist sehr zäh, dadurch ist es nur mit einem Haufen Mehl möglich überhaupt eine Rolle zu Formen. Wenn man es dann doch geschafft hat von der Rolle ein kleines Stück abzuschneiden klebt es sofort am Messer, an der Arbeitsfläche oder an den Fingern und dadurch ist die Form einer Gnocchi nicht mehr vorhanden.
Jetzt wissen wir also, warum Malfatti übersetzt „misslingen“ und nicht „schöne-wohlgeformte-Gnocchi“ heißen.
Nachdem ich mir das Bild etwas näher angesehen habe, habe ich auch gesehen, dass meine „Gnocchi“ viel, viel grüner sind, obwohl ich mich bei der Spinatmenge genau ans Rezept gehalten habe.
Das Bild spiegelt also in keinster Weise das Essen wieder. Und das macht mich ein wenig wütend. Wenn ich ein Kochbuch kaufe oder mir Rezepte mit Bildern ansehe, dann verlange ich auch, dass mir da nicht ein Traumbild hingestellt wird, was mit dem Teig oder der Zutaten überhaupt nicht möglich ist nachzukochen., dann soll man das Bild lieber weglassen.
Bei mir sieht das Bild und die „Gnocchi“ zwar nicht so toll aus, wie bei ihr, aber dadurch ist es jedem von euch möglich sie genau so nachzukochen und das ist ja wohl das wichtigste!
Ach und eigentlich ist es sowieso besser, dass sie nicht so Akkurat geworden sind, weil ich sonst nie die genaue Bedeutung von Malfatti gelernt hätte und es sich wieder einmal zeigt, dass typische Rezepte schon ihren Sinn haben und man sie nicht in einen modischen Rezeptnamen verwandeln muss um ein altes typisches Rezept, was über Generationen gerne und gut gekocht wird, zu essen und zu kochen.
Ich habe noch ein paar Rezepte bei denen nicht so viel Mehl verwendet wird, was ich sehr viel besser finde. Diese wird es hier bestimmt auch bald mal geben!
Und jetzt viel Spaß beim nachkochen!

Spinatnocken 2

Rezept für „Spinat-Ricotta-Gnocchi“

Zutaten für 450 g Spinat (geht auch TK)

• 450 g Spinat
• 300 g Ricotta
• 4 EL geriebener Parmesan
• 190 g Mehl
• 2 Eier
• Salz, Pfeffer, Muskat
• 30 g Butter
• Parmesan zu überbacken

Zubereitung

1 Den TK Spinat fest ausdrücken oder den frischen Spinat kurz blanchieren und auch ausdrücken.
2 Den Spinat, Parmesan, Mehl und die Eier zu einem Teig vermengen und würzen.
3 Teig NICHT in zwei Teile teilen und ausrollen, sondern mit zwei Löffeln kleine Nocken formen und in heißem Salzwasser kochen lassen.
4 Die Gnocchi ca. 5 Minuten (bis sie an die Oberfläche kommen) garen lassen.
5 Dann die Gnocchi in eine Auflaufform oder einem Teller mit Butter und Parmesan bestreuen und 3 Minuten im Ofen überbacken lassen.

 

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