Fleisch JA oder NEIN ?!

Gestern Abend bin ich durch Zufall auf eine Fernsehsendung auf dem Sender ARD gestoßen.
Es ging grob gesagt um das Thema Wurst und das leidige Thema über das Fleisch essen.
Genau dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange. Ich bin eine bekennende Fleischesserin und kann und will auch nicht drauf verzichten. Was ich aber auch nicht will, sind Tiere, die leiden. Gerade da steckt man in einer Zwickmühle. Und ich damit auch!
Im ersten Beitrag der ARD „Lebensmittel – Check mit Tim Mälzer: Wie gut ist unsere Wurst?“ wurde Recherchiert, wie Wurst gemacht wird, aber auch, wo die Tiere herkommen und wie sie leben und geschlachtet werden. Die Frage war dabei, wie gut kann der Verbraucher das zurückverfolgen. Wenn ich also hier zum Metzger gehe, was erfahre ich?
Bei diesem Test haben die Metzger weit besser abschlossen, denn bei der verpackten Wurst war es nicht wirklich möglich zurückzuverfolgen, wo die Tiere herkommen und wie sie dort leben. Selbst am Kundentelefon konnte man nur die Länder eingrenzen und sonst leider nichts.
Das gibt mir zu bedenken. Natürlich geht es dem Tier nicht besser, wenn ich weiß, dass es in Massentierhaltung lebt, aber ich kann mich bewusst dagegen entscheiden.
Bei „Hart aber fair“ wurde dann noch genau über dieses Thema diskutiert.
Ich finde, dass sich in den letzten paar Jahren (naja sagen wir ca. 2 Jahren) schon eine Menge getan hat.
Viele Deutsche oder auch Österreicher haben sich aktiv gegen Fleisch entschieden. Viele verzichten auch ganz auf tierische Erzeugnisse.
Das ruft die Frage nach artgerechter Tierhaltung wieder ins Gedächtnis. Und das finde ich gut!
Ich selbst will nicht auf Fleisch verzichten, aber ich will keine Massentierhaltung unterstützen. Schon seit ein paar Monaten will ich eigentlich kein Fleisch mehr kaufen, was ich für ein paar Euro im Discounter bekomme. Nicht unbedingt, weil mir die Qualität nicht gefällt, sondern weil ich einfach nicht weiß, wo es her kommt.
Ich finde in unserer Gesellschaft ist Fleisch zu einem Produkt geworden, was nicht mehr als besonders, sondern gewöhnlich gilt.
Das möchte ich in meinem Leben nicht mehr! Wenn ich etwas mit Fleisch esse möchte ich es bewusst tun.
Das geschieht sofort, wenn ich dafür ein paar Euro mehr ausgeben muss. Dann denke ich drei Mal nach ob ich jetzt den dicken Braten essen muss. Und wenn ich ihn dann Esse möchte ich ihn genießen, aber auch mit gutem Gewissen essen können. Soweit das bei dem Thema möglich ist.
Auch grade am Morgen ist es für mich schwer. Ich brauche am Morgen einfach ein Frühstück mit Wurst. Aber auch da ist es nicht so einfach.
Bei uns hier in der Region gibt es zwei „Plagen“. Die eine ist der Bäcker Ruetz. Diese Bäcker macht leider auch nichts anderes als aufbacken. Seine Werbung und Präsenz in den Städten macht es aber anderen Bäckereien nur schwer möglich sich zu behaupten.
Die zweite Plage ist der Metzger „Hörtnagl„. Die Metzgerei beliefert ganz Tirol und vielleicht auch darüber hinaus, (so gut kenne ich mich nicht aus) und hat ihren Sitz hier in Hall in Tirol. Das Unternehmen hat eine Vielzahl von Auszeichnungen und beliefert neben den eigenen Verkaufsfilialen auch noch die Supermärkte (Spar, Billa, MPreis und Merkur).
Ich möchte jetzt nicht direkt etwas gegen die Qualität sagen, denn ich mag die Leberwurst von denen sehr gerne, nur lässt dieses riesen Unternehmen hier auch sehr wenig Platz für individuelle Metzgereien, die auch Bioqualität anbieten und nicht solche Massen verarbeiten.
Wo war ich stehen geblieben, ah ja, bei der Wurst zum Frühstück. Auch hier möchte ich versuchen auf alternativen zurückzugreifen. Da ich fast keinen Käse esse möchte ich versuchen mehr Frischkäse (den Käse esse ich) und Quark zu essen und Wurst auch als etwas Besonderes zu sehen.
Ich denke es ist in der heutigen Zeit einfach wichtig wieder ein richtiges Bewusstsein für Fleisch zu entwickeln.
Wir können nicht jeden Tag Fleisch essen und uns keine Gedanken machen, wo es her kommt!
Ich möchte ein kleines Zeichen setzen und damit Anfangen. Vielleicht gibt es ein paar Leute, die ich damit auch erreiche und wenn ich nur zum Nachdenken anrege.

Nun möchte ich kurz ein bisschen Werbung für eine Internetseite – Porcella– machen, die ganz tolles Bio – Fleisch hat und das Deutschland- und Österreichweit verschickt.
Ich würde empfehlen die Internetseite etwas genauer zu studieren und gerade auch die Idee des Unternehmens zu studieren, die ich ganz toll finde und viel Wahrheit beinhaltet.

Ich selber habe heute dort auch bestellt und werde auch in Zukunft dort bestellen und für spontane Fleisch- und Wursteinkäufe muss ich mir hier noch etwas überlegen.
Und in Zukunft wird es hier auf meinem kleinen Blog auch öfter mal was ohne Fleisch oder dann zumindest mit Bio – Fleisch geben, da schmeckt das Essen doch sehr viel besser.

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Ein Gedanke zu “Fleisch JA oder NEIN ?!

  1. Bei der Sendung bin ich gestern auch hängen geblieben, zumal ich vorher schon eine Kritik darüber gelesen hatte, muss es wohl die nächtliche Wiederholung gewesen sein. 😉 Aber egal.
    Mir geht dieser Gedanke mit dem „Recht auf Sonntagsbraten“ und der in dem Zusammenhang gemachten Gedanken über „nicht zu viel Fleisch essen“ nicht aus dem Kopf, weil ich in dem einen Denkfehler vermute. Gut, es ist richtig, das früher, wo noch alles besser war ;-), nicht so oft Fleisch gegessen wird wie heute. Dreimal am Tag und ggf. auch noch zwischendurch war damals nicht drin. Anders herum: Wer isst heute wirklich noch die großen Sonntagsbraten? Die dicken Fleischbatzen? Die Frage, die mal genauer durchdacht und überprüft werden müsste ist doch die: Essen wir heute wirklich mehr Fleisch als früher oder einfach nur öfter und dann in kleineren Mengen? Wie sah ein durchschnittlicher Speiseplan damals aus (und dabei die damals viel zahlreicheren Bauern nicht unterrepräsentieren)?

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