Hühnchencurry

Hühnercurry nach Mami 1Heute gibt es mal was aus meiner Kindheit. Ich hatte ja schon erwähnt, dass meine Familie gerne und gut isst (man sieht es uns aber nicht an :P). Das hat eigentlich nur einen Grund (das mit dem Essen natürlich – nicht mit dem Gewicht), die Mami! Meine Mutter kocht gerne und sehr gut. Ich weiß, dass sagt fast jeder über seine Mutter.
Eigentlich kocht sie lieber ausländische Küche: Thailändisch – alles was aus der indonesischen Ecke kommt, Indisch, marokkanisch und so. Und ich denke dieses Gericht ist nicht unbedingt das was sie am liebsten hier sehen würde und was ihre Küche definiert.
Warum? Es geht eher darum, dass seit einiger Zeit das asiatische Essen hier boomt und jeder was „aus dem Wok“ macht, oder eben ein Curry.
Aus dem Wok ist wohl ein Synonym geworden, für alles was man an Gemüse findet mit Fleisch – oder für die Vegetarier ohne Fleisch – in einen Wok zu werfen und mit Sojasauce zu benetzen.
Beim Curry ist es ähnlich. Bei einem Thailändischen Curry zum Beispiel gibt es Currypasten, die meist mit viel Aufwand hergestellt werden und mit unmengen von Gewürzen, Gemüse und Kokossauce gekocht werden. Dieses Gericht hat damit recht wenig zu tun.
Nur musste sich meine Mutter etwas einfallen lassen, dass wir Kinder es auch essen, wir sind nämlich alle etwas heikel (hoagl, wie der Tiroler sagen würde).
Das Essen erinnert mich also an meine Kindertage und ist ein super schnelles und tolles Essen, hat aber nichts mit einem asiatischen Curry zu tun. Es ist eher ein super gutes eingedeutschtes Curry und ich liebe es.
Ich hoffe ihr mögt es auch.
Um dem Essen eine kleine persönliche Note zu geben habe ich noch ein bisschen Chili mitgebraten und es mit Basilikumblättern serviert, das finde ich gibt dem ganzen einen tollen Frische-Kick!
Hühnercurry nach Mami 2

Rezept für ein gutes deutsches Hühnercurry, von meiner Mutter

Zutaten für 2 Personen

• 2,5 Teetassen Reis
• 1 Zwiebel
• 1 Schalotte
• 1 Knoblauchzehe
• 350 g Hähnchenbrust
• 1 Becher Crème Fraîche
• 400 ml Hühnerfond oder Hühnerbrühe
• 1 Chili (je nachdem wie scharf man es will)
• Basilikum
• Currypulver, Salz, Pfeffer

Zubereitung

1 Als erstes den Reis aufstellen. Dazu den Reis waschen, und mit der 1,5 fachen Menge Wasser einmal aufkochen lassen und dann mit zugedecktem Deckel bei geringer Hitze langsam köcheln, bis das Wasser verschwunden ist.
2 Dann die Zwiebeln, den Knoblauch, die Chili und das Hähnchen klein schneiden.
3 Das Hähnchen mit Salz, Pfeffer und Curry würzen und mit etwas Butterschmalz in einem Topf stark anbraten und dann gleich wieder herausnehmen.
4 Im gleichen Topf die Zwiebeln, den Knoblauch und die Chili mit etwas Olivenöl glasig dünsten und gleich schon das Currypulver dazu. (Das Currypulver entfaltet beim Braten erst sein richtiges Aroma, anders als beim Pfeffer, der nur scharf wird, sonst nichts)
5 Dann mit Brühe aufgießen und etwas einkochen lassen, ca 10 Minuten. Wenn man mag kann man die Zwiebeln vorher auch mit etwas Mehl bestäuben, dann dickt die Sauce etwas ein, wie man mag.
6 Jetzt die Crème Fraîche dazu. Zwischen drin immer mal wieder abschmecken, wie das Verhältnis der Gewürze, der Sauce und der Crèm Fraîche ist. (Wenn man mag kann man jetzt die ganze Sauce mit einem Stabmixer mixen und auch etwas Luft untermixen, dann wird sie fluffiger, muss man aber nicht.)
7 Zum Schluss noch das Fleisch dazu und nochmal 5 Minuten leicht köcheln lassen, nicht mehr aufkochen lassen.
8 Jetzt nur noch mit dem Reis servieren und die Basilikumblätter klein geschnitten drüber streuen und fertig.

Mahlzeit!

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