Kartoffelsalat und Schnitzel

Schnitzel mit Kartoffelsalat 1
Heute gab’s mal Schnitzel bei mir! Und ganz wichtig, dazu gibts IMMER Kartoffelsalat.
Beim Kartoffelsalat bin ich wirklich Hoagl! Ich esse NUR den von daheim.
Das hat mit sehr vielen Faktoren zu tun. Ersten geht in der Ecke in der ich aufgewachsen bin (Hessen) der Trend dazu, dass man die armen Kartoffeln mit so viel Majonäseartiger Sauce zu Tode erstickt!
Manche nehmen auch einen fertigen Fleischsalat und packen dort einfach nur noch ein paar Kartoffeln rein und nennen das ganze Kartoffelsalat. Ganz zu schweigen von den ganzen Industrie-Kartoffelsalaten, wo die Kartoffeln in einer undefinierbaren gelben Masse schwimmen.
Unser Kartoffelsalat ist das absolute Gegenteil. Bei uns sind frische Gurkenscheiben drin, ein leichtes Essig und Öl Dressing, Zwiebeln, (bei Oma) Knoblauch und (bei mir) Schnittlauch.
Auch das ist bestimmt nicht jeder Manns Sache, aber das ist genau MEINS.
Jetzt gibt es aber auch bei diesem Kartoffelsalat eine Todsünde! Da es das Rezept für diesen Salat schon sehr lange in unsere Familie gibt und es früher noch nicht so verpönt war, ist bei unserem Kartoffelsalat Maggi drin. Jaaa Schande auf mein Haupt! Ich habe überlegt, ob ich es einfach nicht erwähne, aber ich musste es sagen.
Natürlich könnte man das Maggi auch durch einen Fond ersetzten, aber weil es das einzige Essen ist, in dem bei mir zu solch einer Maßnahme gegriffen wird und ich diesen Salat einfach aus meiner Kindheit so kenne und ihn genau SO haben will gönne ich mir das da mal!
Ihr könnt den Maggi gerne gegen einen Fond ersetzen, das tut dem Geschmack bestimmt nicht so viel ab.

Bei den Schnitzeln mag ich es gerne, wenn es kleine, dünne Schnitzel sind. Die haben einfach, so finde ich, einen viel besseren Geschmack. Und seit es bei mir nur noch Bio Fleisch gibt, gönne ich mir auch die paar Cent mehr und mache meine Schnitzel, wie es sich gehört: mit Kalb!

Jetzt aber schnell zu Rezept:

Schnitzel mit Kartoffelsalat 2

Rezept für Kartoffelsalat mit Wiener Schnitzel

Zutaten für 2 Personen

Für den Kartoffelsalat
• 7 Kartoffeln (festkochend)
• 1 kleine Gurke
• Schalotte
• 1 Knoblauch (optional)
• Schnittlauch
• Neutrales Öl (z.B.: Sonnenblumenöl)
• Rotweinessig
• Salz, Pfeffer, Maggi 😦

Für das Schnitzel
• 2 Kalbsschnitzel (ca. 300 g)
• Paniermehl
• ca. 2 Eier
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung

1 Für den Salat die Kartoffeln in den Schellkochtopf mit Einsatz und 1-2 cm Wasser – 10 Min drin garen lassen.
2 Kartoffeln abkühlen lassen, schälen und schneiden.
3 Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch und Gurke dazu.
4 REIHNENFOLGE WICHTIG: 5 EL Öl, dann heißes Wasser (so viel wie Öl), Salz, Maggi, Pfeffer, dann mischen und dann erst Essig.
5 Etwas einziehen lassen und immer mal wieder abschmecken.
6 Jetzt die Schnitzel klein schneiden und in Paniermehl, Ei und wieder Paniermehl wenden.
7 Zum Schluss mit ganz viel Butterschmalz in einer Pfanne raus braten.

 

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Jause, Nockspitze und tolles Wetter

Nockspitze 2
Gestern sind Mr. Bee und ich der Hitze der Kleinstadt entflohen und dafür in die Hitze der Berge gestürmt. Das Wetter war zwar anfangs etwas bewölkt, aber die paar Wolken zogen schnell davon und wir hatten wunderbares Wetter zu Berg gehen (nein WANDERN heißt das hier nicht – sagen nur die Deutschen 😉 )
Mr. Bee, der für die Touren verantwortlich ist – und auch für die Orientierung – suchte einen kleinen Gipfel heraus, den ich auch schaffen konnte. Und ja, ich habe ihn geschafft, obwohl ich nach 10 Minuten gehen erst mal alles verflucht habe, weil ich so aus der Puste war musste es sich Mr. Bee aber nicht mal anhören. 😛

Nockspitze 1

Wir wanderten also mir gefühlten 1000 Menschen los. Von diesen 1000 Menschen waren bestimmt 999 Menschen Rentner. Mein Ehrgeiz war geweckt, als mir dann noch ein Einbeiniger – der wirklich meinen größten Respekt verdient – entgegen kam, war ich mir sicher: wenn ich das nicht schaffe, dann geh ich in Rente um genug Zeit zum trainieren zu haben! Ich habe es geschafft und muss deshalb leider weiter arbeiten.
Ich muss noch kurz hinzufügen, dass ich VOR Mr. Bee den Gipfel gestürmt habe, was mich sooo stolz macht, weil er sonst immer schneller ist und auch viel mehr Kondition hat.
Der Ausblick am etwas zugigen Gipfel war es aber allemal wert. Man hatte einen tollen Blick auf das ganze Inntal und die Sonne schien auch noch, was will man mehr?!

Was die Geschichte mit Essen zu tun hat? Naja heute nicht sehr viel! Heute will ich mich nur kurz rühmen, dass ich meinen zweiten Gipfel bestiegen habe und danach sogar noch die Kraft hatte eine kleine Jause zu machen.
Jause ist das hiesige Wort für eine Brotzeit. Bei uns gab es eher eine Bayrische Jause, denn es gab Weißwürste mit Brezen und (und das ist auch ein Grund für den Eintrag) selbstkreierten Frischkäse, Meerrettichsenf und Schnittlauchbrezen.

Vor ein paar Wochen gab es den tollen Newsletter von einem sehr netten Blogger – Kollegen Uwe (HighFoodality), der mir ins Gedächtnis rief, dass man Frischkäse auch ganz selber machen kann.
Das habe ich gestern nicht gemacht, aber steht ganz oben auf meiner Liste!
Trotzdem habe ich den Natur Frischkäse selbst gewürzt und das geht schnell, schmeckt super lecker und ist viel besser als der gekaufte Einheitsbrei.
Gestern habe ich zwei Sorten gemacht. Die eine habe ich 1 zu 1 bei Uwe abgekupfert und fand ihn sehr lecker. Diesen werde ich hier dann verlinken und ihr könnt das Originalrezept bei ihm sehen.
Die zweite Variante habe ich mir selber ausgedacht und die kam auch sehr gut an.
Jetzt Schluss mit den Geschichten und los an den Frischkäse!

Frischkäse mit Pfeffer und Schnittlauch

Rezept für einen Pfeffer-Schnittlauch Frischkäse

Zutaten

• 1 Packung Frischkäse (Natur)
• 1 TL grünen Pfeffer (eingelegt und zerstoßen)
• Pfeffer
• 3 EL Schnittlauch
• 4 Blätter Basilikum
• Salz

Zubereitung

1 Den Frischkäse cremig rühren.
2 Den grünen Pfeffer aus der Lake nehmen und ihn leicht zerstoßen, dann unter den Frischkäse rühren.
3 Jetzt den Rest der Zutaten dazugeben und fertig!

Frischkäse indische Art

Rezept für Frischkäse indischer Art nach Uwe Spitzmüller

Zutaten

• 1 Packung Frischkäse (Natur) –> Uwe macht in ganz selber!
• 1 TL Kurkuma
• 1 TL Ras el Hanout
• 1 Msp. Chilipulver
• 1/2 TL Schwarkümmel
• 1 EL Mandelplättchen (geröstet)
• Salz

Zubereitung

1 Die Mandelplättchen in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
2 Den Frischkäse cremig rühren und die restlichen Zutaten unterrühren.
3 Zum Schluss noch die Mandelplättchen unterrühren und alles mit Salz abschmecken.

Marillentarte – für die Deutschen: Aprikosentarte :P

Mariellentarte 2
Heute gibt es aber wirklich mal eine Blitztarte. Warum? Ja weil man den Teig (Blätterteig) nicht mal selber machen muss. Klar kann man den auch selber machen, aber soweit bin ich noch nicht 😛
So schnell, wie dieser Kuchen geht, kann jeder Mikrowellenkuchen und Fertigmischungskuchen einpacken und vom Geschmack her ist er auch viiiel, viiiel besser.
Diese leckere Tarte gab’s bei uns gestern. Ich hab mich am Vormittag mit meinem Vater in Innsbruck getroffen und habe mich dann bei Mr. Bee, der leider Arbeiten musste, zum Essen eingeladen. Er arbeitet ja in einem Fischrestaurant!
In Innsbruck gab es ein kleines Fest im Hofgarten ganz in meinem Sinne. Und zwaaar:
In Österreich gibt es eine Initiative, die „Genuss Region Österreich“ heißt. Dort geht es hauptsächlich um saisonale, regionale und echte Lebensmittel. Unter diesem Namen sind also viele Landwirte, Gastronomen, Händler etc. zusammengeschlossen. Einiger dieser Betriebe haben sich am Jubiläumstag (10 Jahre Genuss Region Österreich) in Innsbruck im Hofgarten vorgestellt. Nicht nur Tirol war vertreten, sondern aus ganz Österreich gab es Stände zum probieren, kaufen und informieren.
Das fand ich natürlich super. Dadurch, dass ich ja noch nicht so lange hier lebe kenne ich vieles noch nicht und ich war sehr beeindruckt von den ganzen Ständen. Die Landwirte, die sich dort vorgestellt haben, haben richtig Spaß an Ihren Erzeugnissen und gewähren einen Blick hinter die Kulissen.
Leider war ich nur für eine Stunde da und so konnte ich mich nicht überall informieren und durchkosten, aber ein kleines Heftl habe ich mitgenommen und werde das intensiv studieren um zu wissen, wo es in Österreich gutes Fleisch, Gemüse, Käse, Tee … naja einfach gute Lebensmittel gibt. Da muss man dann halt einfach mal hinfahren. So lerne ich Österreich dann auch ein bisschen besser kennen.

Aber kommen wir wieder zur Tarte. Weil ich eben an dem Tag nur kulinarische Eindrücke gesammelt habe und nichts selber gekocht habe, dachte ich mir, so eine kleine Tarte ist schon noch drin.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem Blätterteig in meinem Ofen, der ist eher einfach – sagen wir es so. Und als ich das erste Mal (auch schon bestimmt 3 Jahre her) etwas mit Blätterteig gemacht habe, ist er einfach nicht aufgegangen und ist matschig geblieben. Dann habe ich es mich nicht mehr getraut. Aber ab jetzt schon wieder! 🙂
Als Form habe ich eine Tarteform aus Frankreich genommen, die ich bei unserem Elsass Urlaub abstauben konnte. Die hat überall kleine Löcher, damit der Teig noch knuspriger wird. Und er war Knusprig!
So jetzt also das Rezept:

Mariellentarte 1

Rezept für eine Marillentarte

Zutaten für eine Tarteform von D = 24

• 1 Packung Fertigblätterteig
• Mandeln gemahlen
• 6 – 7 Marillen
• Vanille
• Zucker
• 1 Packung Vanillezucker

Zubereitung

1 Gleich als erstens den Ofen auf 250 °C vorheizen,
2 Dann den Blätterteig in der Form gleichmäßig verteilen.
3 Die Mandeln auf dem Boden verteilen und die Marillen kleingeschnitten oben drauf.
4 Dann mit Zucker, Vanillezucker und Vanille bestreuen und fertig. Beim Zucker muss man sehen, wie süß die Marillen sind, sonst wird es zu süß.
5 Die Tarte für 5 Minuten bei 250 °C in den Ofen, dann die Hitze auf 200 °C reduzieren und nochmal 20 Minuten im Ofen aufgehen lassen. Schmeckt auch lauwarm!

Mariellentarte 3

Petersiliennudeln mit Eierschwammerln

Petersiliennudeln mit Eierschwammerl 1
Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich Eierschwammerl ergattert habe. Da musste ich natürlich zugreifen und die gab es gestern.
Als ich vor ein paar Wochen die ersten Eierschwammerl gesehen habe, hab ich die ganz Zeit überlagt, was ich damit machen kann. Und weil ich finde, dass Petersilie und Eierschwammerl sehr gut harmonieren habe ich einfach Petersiliennudeln gemacht.
Dazu habe ich nur zum Grundteig zwei Bund fein gehackte Petersilie untergemischt. Das hat super funktioniert und hat sehr gut geschmeckt.
Bei den Eierschwammerln habe ich nicht viel gemacht nur ein wenig Speck und ein bisschen Sahne. Ich wollte den Geschmack nicht übertünchen, sondern einfach nur den Schwammerl-Geschmack mit den Nudeln unterstützen.
So jetzt sitze ich hier und überlege, was ich noch zu dem Gericht schreiben soll. Es war super lecker, aber es gibt keine ausschweifend lange Geschichte dazu. Beim kochen ist nichts Schlimmes passiert und das Rezept ist auch nicht sehr schwer, deshalb habe ich mal im Internet gekramt und habe eine schöne Phrase gefunden.
Ihr kennt doch bestimmt alle das Sprichwort: „Das ist mir keinen Pfifferling wert.“ Ganz genau kann man es natürlich nicht sagen, aber was man weiß ist, dass früher Pfifferlinge Massenwahre waren. (Die guten alten Zeiten 😛 ) Und zu dieser Zeit muss wohl auch dieses Sprichwort entstanden sein, weil es früher wohl so viele Pfifferlinge gab waren sie nichts wert und so muss dieses Sprichwort wohl zustande gekommen sein.
Und es geht weiter mit (un)nützem Wissen über Pfifferlinge:
Ich weiß jetzt nämlich, wo meine Eierschwammerl herkommen. In Osteuropa wachsen sie nämlich noch viel besser als hier und deshalb kommt der Löwenanteil der Eierschwammerl daher – Sogar von Ende Juni bis Oktober/November.
Wartet noch … es gibt noch was zu sagen. Der Pfifferling ist sehr Kalorienarm! Juhu!! Da er aus über 90% Wasser besteht kann ja auch nicht so viel in den restlichen 10% an Kalorien zu finden sein. 100 g Pfifferlinge haben grade mal 15 Kalorien. Boa da muss ich wohl reinhauen!
Jetzt nochmal ganz kurz zum Thema Waschen und Pilze allgemein. Man sollte Pilze (bis vielleicht auf ein paar Ausnahmen) NICHT waschen. Warum? Er saugt sich mit Wasser voll und wird ganz schwammig und glitschig. Wenn man trotzdem die Nadeln oder die Erde herunter haben möchte – weil wir wollen ja nicht auf Steine beißen im essen nicht wahr Mr. Bee – sollte man sie mit einem Pinsel oder Dick und Durstig (für alle die nicht wissen, was das ist: Küchentuch) putzen.
Jetzt bin auch ich mit meinem Pfifferlinglatein am Ende und werde euch jetzt mein Rezept übermitteln.
Viel Spaß beim nachkochen und vor allem beim Essen!!

Petersiliennudeln mit Eierschwammerl 2

Rezept für meine Petersiliennudeln mit Eierschwammerln

Zutaten für 2 Personen (eine davon hatte viel, viel Hunger)

Für die Nudeln
• 400 g Mehl (Typ 00)
• 3 Eier
• 2 Bund Petersilie/ganz klein gehackt
• Salz

Für die Eierschwammerl
• 400 g Eierschwammerl
• 60 g geräucherten Speck
• 1 Schalotte
• 1 Becher Sahne
• Pfeffer

Zubereitung

1 Als erstes für den Nudelteig alle Zutaten verkneten und den Teig mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.
2 In der Zwischenzeit die Pilze putzen, klein schneiden, die Zwiebel auch klein schneiden und den Speck in dünne Streifen schneiden. (Man kann auch Würfel nehmen, aber ich hab lieber ganz dünne Speckfäden, die verbinden sich besser mit dem Rest.)
3 Dann den Speck leicht anbraten und dann die Zwiebeln dazu und nochmal 2 Minuten mitbraten, dann die Schwammerl dazu und alles gut durchbraten.
4 Jetzt die Nudeln mit der Nudelmaschine formen und im heißen Wasser ca. 3-5 Minuten kochen lassen.
5 In der Zwischenzeit die Schwammerl nochmal erwärmen und mit Sahne aufgießen und anschließend Pfeffern. Mehr braucht man eigentlich nicht.
6 Zum Schluss noch die Nudeln mit den Pilzen vermissen und sofort servieren.

Curry – Reloaded

Shrimps Curry 1
Wie der Name schon sagt gibt es heute eigentlich wieder das gleiche Curry, wie vom letzten Mal, aaaber heute mit Shrimps.
Heute musste ich mal wieder arbeiten und da ist das Rezept wieder super schnell.
Die ganzen Zutaten haben Mr. Bee und ich bei unserem kleinen Ausflug vor dem Arbeiten in Rattenberg (eine kleine Stadt gleich hier um die Ecke) gekauft.
Dort gibt es einen tollen Gewürzladen. Wer mal zufällig dort ist: Gewürze – Egger; Südtiroler Straße 39; 6240 Rattenberg.
In den wollte ich schon immer mal, nur sind wir meistens abends oder am Sonntag in Rattenberg und da hatte er immer zu 😦 Da stand ich dann ganz traurig am Fenster und spähte hinein.
Heute wollten wir eigentlich in eine Klamm fahren, nur spielte das Wetter leider nicht mit und deshalb entschieden wir uns für Rattenberg.
Was euch wahrscheinlich mehr interessiert ist das Curry, was ich da gekauft habe.
Ein Currypulver besteht ja aus ganz vielen verschiedenen Gewürzen. Es gibt also sehr, sehr viele verschiedene Arten von Currypulver und so kann auch jedes Curry anders schmecken. Das Currypulver ist eine Gewürzmischung, die dem indischen Masala nachempfunden ist. Masala sind verschiedene Gewürzzubereitungen von Currys, die sehr stark variieren können – von süßlich bis scharf. Eine sehr typische Gewürzmischung ist zum Beispiel das Garam Masala. Es heißt wörtlich übersetzt „heißes Gewürz“ und besteht aus: Kreuzkümmel, Koriander, Muskatblüten, schwarzem Pfeffer, Kardamonkapseln, Nelken, Zimt und Lorbeerblättern. Auch hier gibt es nicht DIE eine Mischung.
Aber da kennt sich meine Mutter sehr viel besser aus, sie hat in Indien bei einer Inderin einen Kochkurs gemacht und nach ihrem Besuch dort gab es erst mal nur Indisches Essen.
In dem tollen Gewürzladen gab es verschiedene Currypulver und ich hab mich für das Currypulver mit dem Namen: Curry-Madras entschieden. Es ist ein etwas schärferes Currypulver und besteht aus: Nelken, Pfeffer, Knoblauch, Kurkuma, Chilis, Koriander, Bockshornklee, Fenchel, Cumin und Salz.
Dieses Curry habe ich diesmal verwendet und dadurch hat es gleich etwas anders geschmeckt als das vom letzten Mal und außerdem ist eben kein Huhn sondern Shrimps drin.
Auch bei den Shrimps versuche ich wenigstens Bio Qualität zu kaufen. Mr. Bee arbeitet neben seinem Studium bei einem Fischladen, kennt sich daher sehr gut mit Fischen aus und weiß auch ganau wo der Fisch herkommt und mit was er gefüttert wird. Vertiefen will ich das hier nicht, aber grade bei Shrimps ist es nicht so einfach. Die Shrimps wachsen in Aquakulturen auf und werden dort in so kleinen Behältern gehalten, das Legebatterien im Vergleich riesen Schlösser sind! Außerdem werden viele mit Antibiotikum vollgepumpt und sind dadurch auch für den Menschen nicht unbedingt so gesund. So ist das auch bei vielen anderen Fischen.
Leider wohnen wir hier nicht am Meer oder an einem Fluss aus dem man frische Garnelen oder Fische fischen kann. Da gibt es dann auch eine sehr beschränkte Auswahl an Fischläden. Meine Shrimps für heute habe ich also bei Hofer gekauft. Die haben einen tollen Geschmack und haben eine gute BIO Qualität.
Mehr braucht man für das Essen wieder gar nicht. Eigentlich nur ein gutes Currypulver, Shrimps und eben Crème Fraîche, Zwiebeln, viel Knoblauch, Chili und ein bisschen Basilikum.
Man kann statt einem Gemüsefond, den ich genommen habe, auch einen Fischfond nehmen, aber weil ich ja nicht so der Fan von zu viel Fischgeschmack bin habe ich darauf verzichtet. Ist aber bestimmt toll, für den, der es mag!
Jetzt gibt erst mal das Rezept 😛

Shrimps Curry 2

Rezept für das Curry Reloaded mit Shrimps

Zutaten für 2 Personen

• 2,5 Tassen Reis
• 225 g Shrimps, geputzt und der Länge nach halbiert
• 1 Schalotte
• 2 große Knoblauchzehen
• 400 ml Gemüsefond (oder Fischfond)
• 1 Becher Crème Fraîche
• 1 Chili
• Basilikum
• Currypulver, Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

1 Als erstes den Reis aufstellen. Dazu den Reis waschen, und mit der 1,5 fachen Menge Wasser einmal aufkochen lassen und dann mit zugedecktem Deckel bei geringer Hitze langsam köcheln, bis das Wasser verschwunden ist.
2 Dann die Zwiebeln, den Knoblauch, die Chili klein schneiden und die Shrimps der Länge nach halbieren.
3 die Shrimps mit Olivenöl anbraten und mit etwas Salz, Pfeffer und Currypulver würzen. Die Hitze hierbei muss nicht so hoch sein, wie beim Fleischanbraten. Die Shrimps gleich aus dem Topf nehmen und beiseite stellen
4 Im gleichen Topf die Zwiebeln mit Butterschmalz und viel Currypulver anbraten, dann den Knoblauch und die Chili dazu und weiter braten lassen. Nicht mehr so stark, damit der Knoblauch nicht verbrennt.
5 Dann mit der Brühe aufkochen lassen und ein wenig köcheln lassen.
6 Jetzt die Crème Fraîche dazu und alles nochmal richtig abschmecken, bei Bedarf etwas Zucker dazu.
7 Zum Schluss die Shrimps dazu – auch den „Braten – Shrimps – Saft“ – und ein bisschen köcheln lassen, aber nicht mehr aufkochen.
8 Die Basilikum Blätter dazu und alles nett anrichten. Fertig!

Ach und bevor ich es vergesse: Ich habe heute meine ersten Eierschwammerl gekauft. Morgen gibts leckere Pasta dazu! Und nein Mami, es ist nicht zu einseitig! Ich liebe Nudeln!!! :*

Malfatti, Spinatnocken, Spinat-Ricotta-Gnocchi … wie man es nennen mag

Spinatnocken 1
Heute wollte ich mal wieder ein Rezept von Donna Hay nachkochen. Der Name: Spinat-Ricotta-Gnocchi. Diese serviert sie auf Tomaten mit etwas Olivenöl und Parmesan.
Die Idee mit den Tomaten fand ich nicht so gelungen, deshalb habe ich sie mit Butter und Parmesan überbacken, aber auch die Zitronenschale aus dem Rezept habe ich weggelassen und dadurch sind es eher Malfatti geworden.
Und zwar nicht nur, weil Malfatti eine italienische Spezialität sind aus der Region Emilia Romagna sind sondern, weil Malfatti wörtlich übersetzt „schlecht gemacht“ oder „misslungen“ heißt.
Malfatti bestehen nur aus Spinat, Ricotta, Ei, Parmesan und Mehl. Natürlich gibt es 10000 Arten und Interpretationen, genau, wie meine.
Nur eines hat mich heute beim Kochen wirklich geärgert. Und zwar wollte ich eigentlich die Spinat-Ricotta-Gnocchi von Donna nachkochen – vor allem die Form. Sie hat nämlich den Teig halbiert und aus den zwei Hälften zwei gleich große 40 cm lange Teigrollen gerollt und diese dann in 3 cm dicke Gnocchi geschnitten. Dann sehen sie auch wunderbar aus!
Wie man auf den Bildern erkennen kann ist das bei mir nicht der Fall. Es ist nämlich eigentlich UNMÖGLICH! Der Spinat (dadurch, dass der kein passierter Spinat ist) lässt er sich nachher nicht mehr so ohne weiteres durchschneiden. Der Teig ist sehr zäh, dadurch ist es nur mit einem Haufen Mehl möglich überhaupt eine Rolle zu Formen. Wenn man es dann doch geschafft hat von der Rolle ein kleines Stück abzuschneiden klebt es sofort am Messer, an der Arbeitsfläche oder an den Fingern und dadurch ist die Form einer Gnocchi nicht mehr vorhanden.
Jetzt wissen wir also, warum Malfatti übersetzt „misslingen“ und nicht „schöne-wohlgeformte-Gnocchi“ heißen.
Nachdem ich mir das Bild etwas näher angesehen habe, habe ich auch gesehen, dass meine „Gnocchi“ viel, viel grüner sind, obwohl ich mich bei der Spinatmenge genau ans Rezept gehalten habe.
Das Bild spiegelt also in keinster Weise das Essen wieder. Und das macht mich ein wenig wütend. Wenn ich ein Kochbuch kaufe oder mir Rezepte mit Bildern ansehe, dann verlange ich auch, dass mir da nicht ein Traumbild hingestellt wird, was mit dem Teig oder der Zutaten überhaupt nicht möglich ist nachzukochen., dann soll man das Bild lieber weglassen.
Bei mir sieht das Bild und die „Gnocchi“ zwar nicht so toll aus, wie bei ihr, aber dadurch ist es jedem von euch möglich sie genau so nachzukochen und das ist ja wohl das wichtigste!
Ach und eigentlich ist es sowieso besser, dass sie nicht so Akkurat geworden sind, weil ich sonst nie die genaue Bedeutung von Malfatti gelernt hätte und es sich wieder einmal zeigt, dass typische Rezepte schon ihren Sinn haben und man sie nicht in einen modischen Rezeptnamen verwandeln muss um ein altes typisches Rezept, was über Generationen gerne und gut gekocht wird, zu essen und zu kochen.
Ich habe noch ein paar Rezepte bei denen nicht so viel Mehl verwendet wird, was ich sehr viel besser finde. Diese wird es hier bestimmt auch bald mal geben!
Und jetzt viel Spaß beim nachkochen!

Spinatnocken 2

Rezept für „Spinat-Ricotta-Gnocchi“

Zutaten für 450 g Spinat (geht auch TK)

• 450 g Spinat
• 300 g Ricotta
• 4 EL geriebener Parmesan
• 190 g Mehl
• 2 Eier
• Salz, Pfeffer, Muskat
• 30 g Butter
• Parmesan zu überbacken

Zubereitung

1 Den TK Spinat fest ausdrücken oder den frischen Spinat kurz blanchieren und auch ausdrücken.
2 Den Spinat, Parmesan, Mehl und die Eier zu einem Teig vermengen und würzen.
3 Teig NICHT in zwei Teile teilen und ausrollen, sondern mit zwei Löffeln kleine Nocken formen und in heißem Salzwasser kochen lassen.
4 Die Gnocchi ca. 5 Minuten (bis sie an die Oberfläche kommen) garen lassen.
5 Dann die Gnocchi in eine Auflaufform oder einem Teller mit Butter und Parmesan bestreuen und 3 Minuten im Ofen überbacken lassen.

 

Heidelbeertorte für meinen kleinen – großen Bruder

Heidelbeertorte 2
Jetzt bin ich wieder da. Und ich komme mit einer Heidelbeertorte im Schlepptau.
Am Donnerstag ging es nach der Arbeit zu meinen Eltern und meinem kleinen – großen Bruder nach Ludwigsburg, wo sie zurzeit wohnen. Dieser kleine – große Bruder hat nämlich 17. Geburtstag und da haben wir Geschwister uns versammelt. Mein anderer noch größerer, aber auch kleineren, Bruder kam auch mit Freundin.
So war also die Wohnung sehr voll. Mr. Bee war leider nicht dabei, weil er Latein gelernt hat und arbeiten musste.
Deshalb machte ich mich von Hall ganz alleine mit dem Auto nach Ludwigsburg auf den laaangen Weg. Normalerweise fährt mich ja immer Mr. Bee, aber weil der eben nicht konnte musste ich wohl oder übel alleine, was auch bis 1 km vor dem Ziel sehr gut funktioniert hat. Dann aber hatte ich mich wohl zu sehr konzentriert, wie ich am besten zum Parkplatz komme und verursachte einen kleinen Auffahrunfall. 😦
Naja, es ist hier ja ein Kochblog und da müssen wir uns nicht mit dem Autoproblem beschäftigen. Das Auto ist geputzt, mein Wahlvater hat mir geholfen! Und naja den Rest bekomme ich auch noch schön.
Nach dem Schock habe ich dann am nächsten Tag endlich die Torte backen können. Ich muss mich vorab schon mal für die Fotos entschuldigen. Ich habe die Fotos nämlich am Abend – oder eher morgen – um 1:30 Uhr gemacht und da war das Licht nicht mehr das Beste. Und am Morgen wurde er schon verputzt.
Die Familie war auf jeden Fall sehr begeistert und geschmeckt hat die Torte auch.
Jetzt kommt hier gleich mal das Rezept. Vorsicht: Die Torte braucht mindestens 4 Stunden Zeit.

Heidelbeertorte

Rezept für eine Heidelbeertorte

Zutaten für eine Tortenform von 18 – 20 cm Durchmesser

Für die Heidelbeerböden
• 400 g Weizenmehl
• 3 TL Backpulver
• 400 g Heidelbeeren (keine TK)
• 200 ml Saure Sahne
• 2 TL Vanillezucker
• 2 TL geriebene Zitronenschale
• 250 g weiche Butter
• 300 g Zucker
• 5 Eier

Für die Sahne-Mascarpone-Creme
• 400 g Sahne
• 3 EL Zucker
• 250 g Mascarpone
• 1 Vanilleschote
• 3 EL Zitronensaft
• 250 g Heidelbeeren

Dunkle Schokoladenganache
• 50 g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
• 50 ml Sahne

Zubereitung

1 Den Ofen auf 175 °C vorheizen.
2 Mehl und Backpulver mischen
3 Heidelbeeren und 1 EL von der Mehl/Backpulvermischung mischen.
4 Saure Sahne, Vanillezucker und Zitronenschale verrühren.
5 Die Butter und den Zucker schaumig schlagen.
6 Langsam die Eier unterrühren.
7 Abwechseln die Sahnemischung und die Mehlmischung dazugeben.
8 Zum Schluss noch die Heidelbeeren unterheben.
9 Nun 1/4 des Teiges ca. 18 – 20 Minuten backen. Das nun noch 3 Mal wiederholen. Die Böden dann schön abkühlen lassen.

10 Für die Mascarpone Creme die Sahne mit 2 EL Zucker steif schlagen.
11 Die Mascarpone, das Vanillemark und den Zitronensaft mit einem EL Zucker glatt rühren.
12 Jetzt noch die Sahne unterheben.

13 Für die Ganache die Schokolade klein hacken.
14 Die Sahne bis zum Siedepunkt erhitzen und über die Schokolade gießen und ein paar Minuten ruhen lassen.
15 Dann zu einer Creme verrühren und ein paar Minuten bei Zimmertemperatur etwas fest werden lassen.

Heidelbeertorte 3
Zusammensetzen der Torte

Schokoladenganache in Kreis und Heidenbeeren
Mascarponecreme
4. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
3. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
2. Boden
Mascarponecreme
Schokoladenganache
1. Boden

–> Jetzt muss die Torte noch mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank, besser über Nacht.

Rahm – Geschnetzeltes mit Spätzle

Geschnetzeltes 2

Kennt ihr das auch? Ihr arbeitet lange, habt keine Lust lange in der Küche zu stehen, müsst schnell irgendwo hin oder auch gerne andere Gründe. Ihr habt aber trotzdem Hunger.
Dann sollte man NICHT zu Fertigprodukten greifen. Heute möchte ich mal ein gaaanz schnelles Rezept zeigen. Dazu braucht man auch wirklich nicht viel und vor allem nicht viel frisches, man hat also fast alles daheim.
Wie passt das mit frischen Spätzle zusammen? Guut, die habe ich noch in der Tiefkühltruhe gehabt, wer das nicht hat kann Nudeln oder auch, und das finde ich am besten, Kartoffelpüree machen.
Wenn es aber ganz schnell gehen soll, dann eben Nudeln.
Das Geschnetzelte ist ganz schnell gemacht. Dazu braucht Ihr frisch nur ein Stück Fleisch. Ich habe ein Schweineschnitzel genommen, was ich auch empfehlen würde. Natürlich kann man auch Hähnchen nehmen.
Zusätzlich braucht man noch einen Fond (ich würde hier einen Gemüsefond empfehlen) und Zwiebeln, Knoblauch, Chili (optional), Crème Fraîche und Tomatenmark.
Das war es dann schon!
Es geht also super schnell, schmeckt lecker und man muss nicht auf Fertigessen zurückgreifen.
Bei mir gab es das Essen am Samstag nach 9,5 Stunden arbeiten. Ich war zwar soo müde, aber ich wollte nicht schon wieder schlecht gelaunt aus einem Schnellrestaurant kommen also ging ich noch schnell eine Crème Fraîche kaufen und fuhr mit dem Zug von der Arbeit heim.
Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen. Was? Jaaa und zwar habe ich beim Arbeiten was entdeckt. Ich habe die ersten Pfifferlinge (hierzulande auch Eierschwammerl) gesehen. Ich frage mich zwar, wo die her kommen, aber es war mir egal! Hauptsache es gibt sie wieder zu kaufen!
Während der Arbeit dachte ich mir schon 1000 Rezepte aus, die ich mit Eierschwammerl machen kann und ging dann – der Laden in dem ich die Eierschwammerl gesehen habe hatte schon zu – in einen anderen und war fester Überzeugung ich werde dort auch welche finden. Aber neeeöööiiiinnnn! Da gab es leider keine. So, da stand ich erst mal sehr deplatziert. An einen Plan B hab ich gar nicht gedacht.
Plan B musste also her und deshalb hier das Geschnetzelte. Nach ein paar Anrufen nach Hause zu Mr. Bee, der mir meinen Fleischbestand der Tiefkühltruhe aufzählen musste und dem darauf folgenden Auftauen von Fleisch und Spätzle, saß ich mit Crème Fraîche und noch ein paar Gelegenheitskäufen im Zug nach Hause.
Daheim ging es gleich ans Kochen. Das Fleisch, was ich immer selber einvakuumiere und für genau solche Tage portionsweise einfriere war schon fast aufgetaut, war ja auch warm genug in der Wohnung. Normalerweise sollte man Fleisch ja lieber langsam im Kühlschrank auftauen lassen, aber ich lasse es immer nur draußen liegen bis es aufgetaut ist und wenn ich es dann noch nicht gleich brauche packe ich es erst wieder in den Kühlschrank bis zur Verarbeitung.
Soweit zum drum herum, jetzt gibt es das Rezept, damit ihr nicht 2 Stunden fürs lesen braucht und dann keine Zeit mehr fürs Kochen und Essen habt.

Geschnetzeltes 1

Rezept für Rahm – Geschnetzeltes

Zutaten für zwei Personen:

• 2 Schweineschnitzel / oder Hähnchen
• 1 Zwiebel
• Chili (optional)
• Tomatenmark
• 400 ml Gemüsebrühe (oder Fond)
• Crème Fraîche
• Salz, Pfeffer, Paprikapulver
• Mehl zum Binden

Zubereitung:

1 Fleisch (geschnetzeltes) in Pfanne anbraten. Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. (Beim Paprikapulver aufpassen, es verbrennt schnell).
2 Das Fleisch aus der Pfanne nehmen.
3 Die Zwiebeln (mit Mehl bestäuben – falls Sauce sämiger sein soll) und die Chili andünsten und mit Tomatenmark etwas weiter braten.
4 Mit Fond aufgießen und etwas einköcheln lassen.
5 Danach die Crème Fraîche dazu und verrühren. Nicht mehr aufkochen lassen.
6 Dann das Fleisch und dem Fleischsaft dazu und alles köcheln lassen. Beim Schweinefleisch ruhig etwas länger, damit es schön zart wir. Beim Hähnchen muss es nicht unbedingt sein.

 

Fleisch JA oder NEIN ?!

Gestern Abend bin ich durch Zufall auf eine Fernsehsendung auf dem Sender ARD gestoßen.
Es ging grob gesagt um das Thema Wurst und das leidige Thema über das Fleisch essen.
Genau dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange. Ich bin eine bekennende Fleischesserin und kann und will auch nicht drauf verzichten. Was ich aber auch nicht will, sind Tiere, die leiden. Gerade da steckt man in einer Zwickmühle. Und ich damit auch!
Im ersten Beitrag der ARD „Lebensmittel – Check mit Tim Mälzer: Wie gut ist unsere Wurst?“ wurde Recherchiert, wie Wurst gemacht wird, aber auch, wo die Tiere herkommen und wie sie leben und geschlachtet werden. Die Frage war dabei, wie gut kann der Verbraucher das zurückverfolgen. Wenn ich also hier zum Metzger gehe, was erfahre ich?
Bei diesem Test haben die Metzger weit besser abschlossen, denn bei der verpackten Wurst war es nicht wirklich möglich zurückzuverfolgen, wo die Tiere herkommen und wie sie dort leben. Selbst am Kundentelefon konnte man nur die Länder eingrenzen und sonst leider nichts.
Das gibt mir zu bedenken. Natürlich geht es dem Tier nicht besser, wenn ich weiß, dass es in Massentierhaltung lebt, aber ich kann mich bewusst dagegen entscheiden.
Bei „Hart aber fair“ wurde dann noch genau über dieses Thema diskutiert.
Ich finde, dass sich in den letzten paar Jahren (naja sagen wir ca. 2 Jahren) schon eine Menge getan hat.
Viele Deutsche oder auch Österreicher haben sich aktiv gegen Fleisch entschieden. Viele verzichten auch ganz auf tierische Erzeugnisse.
Das ruft die Frage nach artgerechter Tierhaltung wieder ins Gedächtnis. Und das finde ich gut!
Ich selbst will nicht auf Fleisch verzichten, aber ich will keine Massentierhaltung unterstützen. Schon seit ein paar Monaten will ich eigentlich kein Fleisch mehr kaufen, was ich für ein paar Euro im Discounter bekomme. Nicht unbedingt, weil mir die Qualität nicht gefällt, sondern weil ich einfach nicht weiß, wo es her kommt.
Ich finde in unserer Gesellschaft ist Fleisch zu einem Produkt geworden, was nicht mehr als besonders, sondern gewöhnlich gilt.
Das möchte ich in meinem Leben nicht mehr! Wenn ich etwas mit Fleisch esse möchte ich es bewusst tun.
Das geschieht sofort, wenn ich dafür ein paar Euro mehr ausgeben muss. Dann denke ich drei Mal nach ob ich jetzt den dicken Braten essen muss. Und wenn ich ihn dann Esse möchte ich ihn genießen, aber auch mit gutem Gewissen essen können. Soweit das bei dem Thema möglich ist.
Auch grade am Morgen ist es für mich schwer. Ich brauche am Morgen einfach ein Frühstück mit Wurst. Aber auch da ist es nicht so einfach.
Bei uns hier in der Region gibt es zwei „Plagen“. Die eine ist der Bäcker Ruetz. Diese Bäcker macht leider auch nichts anderes als aufbacken. Seine Werbung und Präsenz in den Städten macht es aber anderen Bäckereien nur schwer möglich sich zu behaupten.
Die zweite Plage ist der Metzger „Hörtnagl„. Die Metzgerei beliefert ganz Tirol und vielleicht auch darüber hinaus, (so gut kenne ich mich nicht aus) und hat ihren Sitz hier in Hall in Tirol. Das Unternehmen hat eine Vielzahl von Auszeichnungen und beliefert neben den eigenen Verkaufsfilialen auch noch die Supermärkte (Spar, Billa, MPreis und Merkur).
Ich möchte jetzt nicht direkt etwas gegen die Qualität sagen, denn ich mag die Leberwurst von denen sehr gerne, nur lässt dieses riesen Unternehmen hier auch sehr wenig Platz für individuelle Metzgereien, die auch Bioqualität anbieten und nicht solche Massen verarbeiten.
Wo war ich stehen geblieben, ah ja, bei der Wurst zum Frühstück. Auch hier möchte ich versuchen auf alternativen zurückzugreifen. Da ich fast keinen Käse esse möchte ich versuchen mehr Frischkäse (den Käse esse ich) und Quark zu essen und Wurst auch als etwas Besonderes zu sehen.
Ich denke es ist in der heutigen Zeit einfach wichtig wieder ein richtiges Bewusstsein für Fleisch zu entwickeln.
Wir können nicht jeden Tag Fleisch essen und uns keine Gedanken machen, wo es her kommt!
Ich möchte ein kleines Zeichen setzen und damit Anfangen. Vielleicht gibt es ein paar Leute, die ich damit auch erreiche und wenn ich nur zum Nachdenken anrege.

Nun möchte ich kurz ein bisschen Werbung für eine Internetseite – Porcella– machen, die ganz tolles Bio – Fleisch hat und das Deutschland- und Österreichweit verschickt.
Ich würde empfehlen die Internetseite etwas genauer zu studieren und gerade auch die Idee des Unternehmens zu studieren, die ich ganz toll finde und viel Wahrheit beinhaltet.

Ich selber habe heute dort auch bestellt und werde auch in Zukunft dort bestellen und für spontane Fleisch- und Wursteinkäufe muss ich mir hier noch etwas überlegen.
Und in Zukunft wird es hier auf meinem kleinen Blog auch öfter mal was ohne Fleisch oder dann zumindest mit Bio – Fleisch geben, da schmeckt das Essen doch sehr viel besser.

Heute mal was aus der Mikrowelle – Zitronen Mikrowellenkuchen

Mikrowellenkuchen Zitrone 1
Am Ende der Woche gibt es noch einen schnellen Kuchen. Oder besser einen Bericht über einen schnellen Tassenkuchen.
Wie ich überhaupt auf einen Tassenkuchen gekommen bin?
Eine liebe Freundin hat mir an einem sehr lustigen Abend ein YouTube – Video über einen Kerl gezeigt, der gaaanz schnell einen Tassenkuchen in der Mikrowelle zaubert und sich irrsinnig freut. (Wie ein Keks – oder wie ein Tassenkuchen eben :P). Wir haben uns schlapp gelacht, aber die Idee mit dem Kuchen fand ich gar nicht so doof, nur sahen die Kuchen alle so gummig und zäh und gar nicht appetitlich aus. Das Thema ließ ich dann auch erst mal ruhen, aber dann hab ich ein ganzes Backbuch darüber gesehen und hab gedacht: „… vielleicht sind die Kuchen ja doch nicht so schlecht.“
Ich probierte dann mal einen mit Nutella und Kakao und Milch usw. aus und schob ihn mit voller Vorfreude in die Mikrowelle.
Gerochen hat es ganz gut, er kam auch schön hoch und ich freute mich sooo auf meinen Tassenkuchen. Fast so wie der Typ aus dem YouTube – Video!
Aber die Vorfreude war dann auch schon alles. Ich hatte genau das, was ich erwartet hatte. Einen gummigen, sehr kompakten, harten Kakaobatzen mit Nutella dazwischen. (Übrigends, der/die/das Nutella war lecker – kann man empfehlen)
Es war also schade um die Kalorien und vor allem um die Zutaten und das Abspülen der Tasse danach.
Das Thema war dann für mich gegessen. Musste ich nicht mehr haben.
Beim Rezepte suchen bin ich aber wieder auf so einen Kuchen gestoßen und die Bloggerin pries ihn an. Da dachte ich mir, dann kann er ja vielleicht schmecken. Der Teig glich auch schon eher einem normalen Kuchenteig, so gab ich der Mikrowelle und dem Kuchen noch eine Chance.
(Jetzt mal ehrlich Leute, wäre es nicht das Paradies auf Erden, wenn man sich nach dem Essen immer schnell so einen leckeren Kuchen zaubern könnte? Für mich zumindest schon :))
Gestern, übrigens nach 9,5 Stunden arbeiten genehmigte ich mir mal so einen Kuchen hier.
Schon einmal vorweg, er war besser als der „Nutella – Batzen“ aber das war definitiv mein letztes Mikrowellenkuchen. Es ist einfach Schade um die Zutaten. Ich hätte den Teig auch schnell in eine kleine Springform packen können und ihn normal backen können. Sehr viel besser!!!
Aber nochmal zur Zitronen-Mikrowellenkuchen-Konsistenz. Er war wirklich saftig! Aber leider war der Geschmack eher nichtssagend. Die Zitrone hat man wenig raus geschmeckt und mir war er fast zu wenig süß, obwohl schon 3 EL Zucker drin waren und ich ihn mit Puderzucker bestreut habe.
Ich habe dazu noch ein paar Blaubeeren gegessen, die sehr gut waren und dem Mikrowellenkuchen sehr gut getan haben.
Ich habe ihn dann fast ganz aufgegessen, aber mit dem Kapitel abgeschlossen. Leider! Das Paradies ist geplatzt.

Obwohl … so leicht will ich nicht aufgeben! Wenn einer von euch da draußen ein wirklich gutes Rezept über einen Mikrowellenkuchen hat, kann er oder sie es mir schicken und ich probier es aus und werde es dann hier veröffentlichen!
Vielleicht kann mir ja jemand das Paradies auf Erden bescheren 😀

Für alle, die doch gerne diesen Zitronen – Mikrowellenkuchen probieren wollen gibt es hier das Rezept.

Mikrowellenkuchen Zitrone 2

Rezept für eine große Tasse Zitronen Mikrowellenkuchen

Zutaten

• 30 g geschmolzene Butter
• 1 Ei
• 3 EL Zucker
• 3 TL Zitronensaft
• 4 EL Milch oder Sahne
• 5 EL Mehl
• 1/2 TL Backpulver
• Puderzucker zum bestreuen
• Blaubeeren oder andere Beeren zum aufpeppen

Zubereitung

1 Die Butter in der Mikrowelle schmelzen.
2 In einer großen Tasse das Ei mit einer Gabel gut verquirlen und dann den Zucker dazu und etwas aufschlagen.
3 Den Zitronensaft, die Milch, das Mehl und das Backpulver sowie die flüssige Butter unterrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. (Info: Teig ist eher flüssig)
4 Den Tassenkuchen jetzt bei 800 Watt 2,5 bis 3 Minuten in die Mikrowelle. Hier aufpassen, der Kuchen geht ziemlich auf, schauen, dass er nicht überläuft.
5 Jetzt nur noch mit dem Puderzucker und den Beeren garnieren und fertig. Schmeckt auf warm!