Holunderblütensirup … oder wie es die Tirolerin sagt – Hooooolasirup

Nach einer schier endlosen Regenperiode, schien Donnerstag mal wieder die Sonne und ich konnte endliche meinen Plan in die Tat umsetzen und Holerblüten klauben gehen um meinen ersten eigenen Holersaft daraus zu zaubern.
Los ging es als: Mr. Bee mit einer Kugel Heidelbeereis von seiner lieblings Eisdiele und ich mit einem kleinen Sackl. Los ging es also, wir waren für alle Eventualitäten gerüstet.
Nur nicht auf die kleinen, schwarzen Blattläuse. Es waren nicht mal die coolen kleinen, grünen, NEIN die Schwarzen. Also ging es von Strauch zu Strauch um einen zu finden ohne Tierchen. (Ist in der Natur gar nicht so leicht :D)
Aber wir haben einen gefunden. Einen kleinen Strauch mit ein paar Blüten, die gerade heute aufgegangen sind und daher der Blütenstaub noch nicht vom Regen abgespült wurde.
Gleich eingepackt und mitgenommen.
Zu Hause kramte ich das Rezept von meiner Mutter raus und los konnte es gehen.
Bevor ich hier das Rezept schreibe will ich noch kurz erzählen, warum ich den Holersirup selber mache. Von Zuhause bin ich es gewohnt, dass er selber gemacht ist. Aber wenn man auszieht und alleine wohnt freut man sich auf das, was man nicht haben konnte und das waren FERTIGPRODUKTEEEE! Unser Highlight war es, wenn meine Mutter mal keine Zeit zum kochen hatte und wir eine Fertigpizza essen konnten!
So ähnlich war es auch bei dem Sirup. Ich dachte mir, warum selber machen? Der in den Läden sieht viel schöner aus. Eine toll bedruckte Flasche, die manchmal sogar einen super Verschluss hat, damit man besser ausschenken kann und nicht alles so klebt. Die Flaschen von daheim waren eben nur Flaschen, aber die im Laden waren bunt … sooo schön bunt.
Es stellte sich heraus, dass es das auch schon war! Der Sirup hatte wenig Ähnlichkeit mit Holer.
Also kroch ich bei meiner Mutter zu Kreuze und wollte das Rezept und ab jetzt gib es bei mir nieee mehr so eine bunte, schön bedruckte Holersirupflasche, die können sich meine Kinder mal kaufen, wenn die ausziehen 🙂
So jetzt erlöse ich euch und rücke das Rezept raus.

Holsersirup

Rezept für Hoooolasirup

Zutaten für 3 Liter Wasser

• 10 Holunderblüten
• 2 kg Zucker
• 3 Zitronen
• 30 g Zitronensäure
• 3 Liter Wasser

Zubereitung

1 Wasser aufkochen lassen und erkalten lassen.
2 Den Zucker hinein und so lange rühren bis er sich fast aufgelöst hat.
3 Die Holunderblüten, die Zitrone in Scheiben und die Zitronensäure ins Zuckerwasser und umrühren.
4 Jetzt den Topf mit dem Sirup 2 Tage stehen lassen und bei Gelegenheit umrühren.
5 Nach der Wartezeit den Sirup durch ein Sieb abseihen und die Zitronen schön ausdrücken.
6 Jetzt nur noch in Flaschen umfüllen – ab besten bunte und schön bedruckte!! Und fertig ist er schon.

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Pappadelle in würziger Peperonicreme mit Salsiccia und Kräuterseitlingen

Papadelle in würziger Peperonicreme mit Salsiccia und Kräuterseitlingen 1So da bin ich wieder, diesmal ohne Kuchen, sondern mit etwas herzhaftem. Ja Nudeln, schon wieder Nudeln. Naja das andere waren Ravioli und es werden auch nicht die letzten sein. Aber jetzt weg von der Nudel und hin zu Papadelle. Leute, die sich mit Nudeln auskennen werden sagen: „Das sind aber gar keine Papadelle.“ Jaaaa ich weiß. Es ist nur der Name des Rezeptes, was ich – gewitz wie ich bin – mir in der Buchhandlung aus einem Kochbuch stibitzt habe. Leider weiß ich den Namen des Buches nicht mehr, aber den Namen des Rezeptes und den wollte ich dann natürlich auch angeben, stammt ja nicht aus meiner Feder.
Gegen die Papadelle habe ich mich entschieden, weil … mhh … ich wollte die NICHT! Frauensache halt!
Das nächste Mal werde ich wohl die Nudeln selber machen, aber das ist jetzt eigentlich egal. Dann würde ich aber Papadelle machen. Jetzt aber Schluss!
Das Rezept fand ich gleich gut, warum? Weil Nudeln oft mit so langweiligen oder standardmäßigen Saucen gegessen werden. Meist heißt es: „Schnell mal Nudeln machen.“ Das wird ihr eigentlich gar nicht gerecht, der armen Nudel 😦
Und diese Sauce finde ich toll. Sie hat ein paar ausgefallene Zutaten kombiniert mit leckerer Sahne.
Nicht so ganz einfach war es natürlich die Zutaten hier alle zu bekommen.
Ich will jetzt gar nicht über Tirol und die Einkaufsmöglichkeiten schimpfen, weil eigentlich bekommt man fast alles – nach langem suchen. Aber manchmal will man eben nicht lange suchen!
Ich musste lange suchen, aber habe dann – danke Metro-Karte – die Salsiccia gefunden.
Das nächste man, wenn ich in Italien bin kaufe ich sie mir da und friere sie einfach ein, Problem gelöst.
Die Pilze und den Rest habe ich auch gleich gefunden und so ging es vorfreudig heim zum Kochen.
Das Rezept besticht, wenn man mal den Shoppingmarathon hinter sich hat, durch seine Schnelligkeit. Wie schon erwähnt: „Schnell mal Nudeln.“
Wer also jetzt Lust bekommen hat kann hier gleich loslegen, vorher nur kurz einkaufen 😛

Papadelle in würziger Peperonicreme mit Salsiccia und Kräuterseitlingen 2

Rezept für (Papadelle) in würziger Peperonicreme mit Salsiccia und Kräuterseitlingen

Zutaten

• 250g Pappadelle
• 200g Sahne
• 1 Salsiccia
• 2 Kräuterseitlinge
• 1 Bund Peterlilie
• 1 Peperoni
• 1 Knoblauchzehe

Zubereitung

1 Die Kräuterseitlinge putzen, längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Peperoni vom Strunk und den Kernen befreien und in streifen schneiden. (Ich habe die Kerne drin gelassen, ich mag er lieber schaaaarf.)
2 Die Salsiccia längs aufschneiden und von der Haut befreien, dann das Fleisch mit einer Kabel zerdrücken. Die Petersilie waschen und trocken schütteln, und klein hacken.
3 In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Hitze den Knoblauch und die Chili 1 Minute anbraten.
4 Die Temperatur erhöhen und die Salsiccia dazugeben und 2 Minuten scharf anbraten.
5 In einem Topf die Nudeln al dente garen.
6 Bei mittlerer Hitze die Kräuterseitlinge 4 Minuten mitbraten.
7 Anschließend Sahne und den Weißwein in die Pfanne geben und alles bei mittlerer Hitze 4 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8 Die Papadelle mit in die Pfanne geben und alles gut vermengen.
9 So das war es schon, da kommt nix mehr 🙂

Birnentarte – fast ein Blitzkuchen

Weil ich ja jetzt schon bei Kuchen und Torten und so bin, kann ich ja so weiter machen, also gibt es heute eine schöne Tarte.
Wer kennt das nicht, man kauft Birnen. Ich liebe Birnen, aber nur reife Birnen. Aber wenn man Birnen nicht auf dem Markt oder so kauft, gibt es meistens Birnen, die noch reifen müssen. REIFEN!! Das tun sie fast NIE! Man legt sie in eine schöne Schale, stellt sie auf den Tisch und wartet, jeden Tag läuft man dran vorbei und schaut. Sind sie schon essbar? Nein heute noch nicht! Das macht man Tag für Tag, dann vergeht eine Woche und man verliert die Lust. Ich habe sie auch verloren. Nur was machen?
Also habe ich mir kurzerhand die Birnen geschnappt und eine Tarte gebacken.
Aber diesmal sollte es eher schnell gehen, da habe ich ein bisschen experimentiert und ich muss sagen es ist einer meiner Lieblingskuchen geworden.
Auch Mr. Bee hat sie als NICHT TROCKEN abgesegnet 🙂 Puhh!
Wer also Lust hat diese schnelle Tarte nachzubacken und damit seinen Birnen eins auszuwischen, findet hier das Rezept.

Birnentarte vor dem backen

Rezept für meine Birnentarte

Zutaten für eine kleine Form: D = 20 cm (wenn Ihr eine normale Größe habt macht einfach doppelt so viel Teig, bei den Birnen müsst ihr eh sehen, wie groß sie sind)

• 75g Mehl
• 50g Butter
• 20g Puderzucker
• ½ Prise Salz
• ½ eiskaltes Wasser
• 2 Birnen
• gemahlene Haselnüsse
• Vanille (ich habe so eine kleine Mühle)
• Vanillezucker
• Puderzucker/Zucker

Zubereitung

1 Aus Mehl, Butter, Puderzucker, Wasser und Salz schnell einen Teig kneten und dann 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
2 Wenn der Teig kühl ist, ihn in eine gefettete Form geben und die Mandeln auf den Teig, die Vanille dazu und die Birnen dünn drüber schichten.
3 Zum Schluss noch mit Vanille, Vanillezucker und Zucker bzw. Puderzucker bestreuen, nicht sparen, weil es ja im Ofen ein bisschen karamellisieren soll.
4 Dann bei 175°C, 25 Minuten im Ofen backen lassen. (Schmeckt auch lauwarm!)

Zum Schluss noch ein kleiner Birnen-Update. Die letzte Birne hat es geschafft nach 4 Wochen weich zu werden. Ich habe sie dann verspeist, muss aber leider sagen, dass es das Warten nicht wert war 😦
Lieber gleich reife Birnen kaufen oder eine Tarte draus machen. In diesem Sinne guten Abbo und einen ganz schönen sonnigen Tag!

Himbeertorte für Mr. Bee

Himbeergeburtstagstorte für Mr. BeeJedes Jahr aufs neue will ich für Mr. Bee einen Kuchen backen, nur sind wir nie daheim. Mr. Bee liebt es – im Gegenteil zu mir – seine Geburtstage in großer geselliger und manchmal feucht fröhlicher Runde zu feiern. Dies geschieht immer bei Mr. Bee´s altem Zuhause.
Jedes Jahr überlege ich also Kuchen: Ja, nein!? Bisher war die Antwort meist nein. Warum? Mr. Bee mag keinen trockenen Kuchen. Und irgendwie sagt er sich dann lieber keinen, als die Gefahr einen trockenen Kuchen da stehen zu haben.
Bisher habe ich mich da immer abwimmeln lassen, aber dieses Jahr nicht. Meine Kuchen sind nämlich NIE trocken.
Trotzdem wollte ich es ihm beweisen und kreierte eine kleine aber zauberhafte Himbeertorte.
Das Rezept habe ich mir irgendwie zusammengeschustert. Ein bisschen hier gelesen, ein bisschen da ausprobiert und das kam heraus:Himbeergeburtstagstorte für Mr. Bee von oben

Rezept für eine Himbeertorte nach Mrs. Bienchen, die aber nur klein aussieht aber sehr satt macht

Zutaten für D = 16 cm

Für die Schokotarte –  Böden
• 200 g Zartbitterschokolade
• 5 Eier
• Salz
• 120 g Butter
• 200 g Puderzucker
• 150 g Haselnüsse
• 2 EL Mehl
• 1 EL Zucker

Für die Himbeersahne
• 250 ml Sahne
• 2-3 EL Zucker
• 3 Blatt Gelatine
• ca. 200g Himbeeren

Zum Verzieren
• Sahne
• Sahne Steif
• Mikadostäbchen (mind. 2 Packungen besser 3)
• 250g Himbeeren

Zubereitung

1 Den Ofen auf 190°C vorheizen und die kleine Form einfetten oder direkt mit dem Tortenring. Hierzu ein gutes Video, wie man verhindert, dass der Teig ausläuft:
https://www.youtube.com/watch?v=c6MTJjzrxZg
2 Die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen lassen.
3 Eier trennen und das Eiweiß mit Salz steif schlagen.
4 Butter, Puderzucker und Eigelb schaumig schlagen.
5 Haselnüsse, Mehl, Zucker und Schokolade dazu und verrühren.
6 Eiweiß auf zweimal unterrühren, damit der Teig schön fluffig wird.
7 Teig in Form (nur bis Boden leicht bedeckt ist) und 15 Min backen und 10 Min abkühlen lassen.
8 Wiederholen bis Teige fertig ist. Werden ungefähr 4-5 Schichten.
9 Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser quellen lassen.
10 Sahne und Zucker verrühren.
11 Gelatine im Topf auflösen und in einen kleinen Teil der Sahne auflösen, dann alles untermischen
12 Aufschlagen und die Himbeeren dazu.
13 Dann schichten.
14 Mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – festwerden lassen.
15 Sahne schlagen und mit Mikadostäbchen und Himbeeren verzieren.

Ravioloni Verdi con Mozzarella di Bufala

Ravioloni Verdi con Mozzarella di BufalaLange hab ich überlegt mit welchem Rezept ich denn anfangen soll. Gekocht habe ich viel. Fotos gemacht auch, aber sind sie auch gut genug um den Anfang zu machen und vor allem um auf diesem Blog zu landen?
Ich habe mich dann nicht Aufgrund der Schönheit der Fotos entschieden, sondern für den Geschmack.
Mit diesem Gericht verbinde ich nämlich mehrere Emotionen. Zum einen habe ich diese wundervollen Ravioloni aus einem – für mich persönlich – ganz tollen Kochbuch: „Pasta“ von Antonio Caruccio. Er ist ein älterer Italiener, der vom Aussehen etwas meinem Vater gleicht. Der kleine aber feine Unterschied ist, dass er kochen kann und mein Vater eben nicht. Nur wenn er es könnte würde es bei ihm genau so aussehen: Überall Mehl, die Finger voller Teig und Liebe für das Produkt was entsteht.
Zum anderen sind es meine aller ersten Ravioli (auch Ravioloni) und ich habe sie mit meiner gaaanz neuen Nudelmaschine (MOTORBETRIEBEN 🙂 ) gemacht.
Angefangen hat dieses Gericht aber mit dem Mehl, weil ich es ja ganz richtig und italienisch haben wollte zwang ich zwei meiner Freunde mit mir zum Brenner zu fahren und dort im EuroSpin Mehl zu kaufen.
Gott sei Dank gibt es am Brenner auch ein großes Fashion Outlet und so war der Trip nicht ganz so profan.
Der Tag des Mehlkaufes war herrlich, die Sonne brannte aufs Auto und in Italien bekam man gleich Urlaubsgefühle. Da freute ich mich umso mehr auf mein Gericht und fing daheim gleich an.
Und die anfängliche Skepsis, dass Ravioli so viel Arbeit machen und beim Teig kneten alles so dreckig und voller Mehl wird, verflog sofort. Ich liebe es zu spüren, wie der Teig langsam immer homogener wird und so schön glatt und geschmeidig – es ist so schwer zu beschreiben.
Nach vielem Kneten, ausstechen und füllen waren sie dann endlich da, meine eigenen Ravioloni und ich fand sie lecker, deshalb hier mein etwas abgeändertes Rezept.
Ich hoffe es schmeckt euch auch so gut wie mir.

Ravioloni Verdi

Rezept für die Ravioloni Verdi con Mozzarella die Bufala

Zutaten für 4-6 Personen ( ergibt ca. 12 Ravioloni)

Für die Ravioli
• 300 g Mehl (00)
• 2 Eier
• 75 g gegarter, gut ausgedrückter und pürierter Spinat
• Salz

Für die Sauce
• 600 g Büffel – Mozarella
• 50 g Parmesan
• 60 g Butter
• Pinienkerne (ohne Fett geröstet)
• 1 EL frische Rosmarinnadeln

Zubereitung

1 Für den Pasta Teig den Spinat blanchieren und gut ausdrücken, dann pürieren und mit den 2 Eiern, dem Mehl und dem Salz mischen und gut kneten bis er glatt und geschmeidig ist, wird ca. 10 bis 15 Minuten brauchen.
2 Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im  Kühlschrank ruhen lassen.
WICHTIG: Mir ist aufgefallen, dass der Teig dann sehr nass wird und mir macht es dann keinen Spaß mehr ihn zu verarbeiten. Ich lass ihn einfach draußen stehen und lass ihn leicht antrocknen und knete ihn vor dem verarbeiten nochmal durch. Das geht natürlich nur, wenn man ihn innerhalb einer Stunde verarbeitet, sonst wird er zu trocken und lässt sich gar nicht mehr formen und bricht.
3 Den Pasta Teig nun (ob in Frischhaltefolie oder nicht) mit der Nudelmaschine 2 mm dünn ausrollen und Kreise ausstechen.
4 Den Mozzarella in kleine Stücke schneiden und die Teigkreise damit belegen.
5 Die Teigkeise mit etwas Wasser benetzen und einen nicht belegten Teigkreis drauf legen und zu einer runden Ravioli formen.
6 Die Ravioli dann in reichlich Wasser 2-3 Minuten garen, bis sie al dente sind.
7 Währenddessen die Butter in einer Pfanne zerlassen, Pinienkerne und Rosmarin dazugeben und 2 Minuten in der Butter ziehen lassen.
8 Die Ravioli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und kurz in der Butter schwenken.
9 Auf gewärmte Teller anrichten und mit Parmesan bestreut servieren.