Hirse und Pilze – der letzte Versuch

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Heute gibt es mal ein vegetarisches Rezept – und auch noch eines mit Hirse, deshalb auch „der letzte Versuch“. Was es damit auf sich hat erzähle ich gleich, aber vorher möchte ich kurz etwas zur Hirse sagen – soll ja auch etwas informativ sein 😛
Die meisten kennen Hirse bestimmt als Vogelfutter. Meist hängt sie am Käfig an der eigentlichen Ähre und ein paar zwitschernde Vögelchen knabbern die kleinen, gelben, runden Kügelchen ab. Da denkt man wohl nicht gleich daran, dass Hirse schmeckt und dass man das UNBEDINGT mal essen sollte.
Der Name Hirse stammt aus dem Altgermanischen „hirsa“, „hirsi“ oder „hirso“ und bedeutet „Sättigung“ bzw. „Nährung“. In vielen Ländern auf der Welt wurde die Hirse schon sehr früh in unterschiedlichen Rezepten eingesetzt, da sie sehr reichhaltig an Mineralstoffen und Spurenelementen ist.
Insbesondere für Silicium, Eisen und Magnesium und das wirkt sich dann positiv auf Knochen, Gelenke, Haut, Haare und Nägel aus.
Wer also mit Müdigkeit zu kämpfen hat kann einfach zur Hirse greifen, denn bei Müdigkeit ist Eisen sehr wichtig – und Hirse hat sehr viel davon! Schon 100 g Hirse deckt den Tagesbedarf an Eisen.
Damit der Körper das Eisen besser aufnehmen kann ist es wichtig etwas Vitamin C dazu zu essen – da reicht schon ein Spritzer Zitronensaft!
Zusätzlich enthält Hirse kein Gluten und ist daher leicht verdaulich und auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit bestens.
Auf meinem Zettel (und natürlich auch im Internet) stehen alle genauen Inhaltsstoffe und noch viel mehr Informationen. Hirse ist also sehr gesund und deshalb finde ich es wichtig sie hin und wieder in den Speiseplan aufzunehmen, aber Mr. Bee ist leider nicht begeistert davon.
Er ist kein typischer Mann, der nur Fleisch möchte und nicht auf seine Gesundheit achtet, aber Hirse mag er einfach nicht so gerne 😥 Er sitzt mir dann immer gegenüber, das Hirsegericht vor ihm und schaut mich ganz traurig an, weil er viel lieber etwas anderes hätte.
Deshalb „der letzte Versuch“! Ich wollte ihn nicht länger quälen, aber zumindest noch einmal etwas anderes ausprobieren. Bei diesem Rezept dominiert die Hirse nicht das Gericht, da die Pilze einen sehr intensiven Geschmack haben und die Hirse dadurch etwas unter geht. (Aber sie ist da und trotzdem Gesund.)
Und so war es für Mr. Bee sogar auch in Ordnung!

Es ist also ein Gericht für Leute, die gerne Hirse mögen, die nicht sooo gerne Hirse essen und für Leute, die etwas Kleines für ihre Gesundheit tun wollen – ach und etwas fürs Auge ist es auch noch (in zweierlei Hinsicht). ❤

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Rezept für Hirseknödel mit Pilzen

Zutaten für ca. 12 Knödel

für die Hirseknödel
• 200 g Hirse
• 500 ml Milch
• 20 g Butter
• 20 g Petersilie
• 1 Ei
• 40 g glattes Mehl
• Muskatnuss, gerieben
• 80g Gouda, gerieben
• Salz

für die Pilze
• 500 g dunkle Champignons
• 200 g kleine Austernpilze
• 2 Schalotten
• Weißwein zum ablöschen
• 2 – 3 Zweige Thymian
• Salz und Pfeffer
• Zucker

Zubereitung

1 Hirse heiß waschen, die Milch und die Butter mit Salz aufkochen und dann die Hirse dazu. Ca. 20 Minuten zugedeckt leicht ziehen lassen – immer mal wieder rühren.
2 In der Zwischenzeit die Schalotten klein schneiden, die Pilze putzen und klein schneiden (bis auf ein paar dekorative).
3 Die Schalotten mit etwas Olivenöl, Salz und etwas Zucker langsam anschwitzen bis sie leicht braun sind. Dann die Pilze dazu (vielleicht noch etwas Öl dazu) und mitbraten, bis sie durch sind – dabei die dekorativen Pilze NICHT mit hinein geben.
4 Wenn die Hirse fertig ist muss diese etwas abkühlen, in dieser Zeit die Petersilie klein schneiden.
5 Mehl, Ei, Gewürze zur Hirse geben und alles unterrühren. Zum Schluss den Käse dazu.
6 Nun nur noch einen Topf mit Salzwasser aufstellen, kochen lassen und Knödel formen. Die Knödel ins Wasser geben und 15 -20 Min im Wasser zugedeckt ziehen lassen.
7 Die dekorativen Pilze in einer kleinen Pfanne anbraten und nun alles zusammen servieren.

Gyoza – Teigtasche aus fernem Land

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Gyoza ist wohl nicht allen ein Begriff! Also sollte ich vielleicht erst einmal erklären, was Gyoza eigentlich sind.
Gyoza sind (wie man auf meinem Bild bestimmt sehen kann) gefüllte Teigtaschen und sie kommen aus Japan.
Gefüllte Teigtaschen gibt es überall auf der Welt – auch bei uns! Bei uns sind es Maultaschen, in Italien sind es Ravioli, in China Jiaozi und in Russland Pelmeni und so weiter. Es gibt wahrscheinlich in jedem Land Teigtaschen, die auf eine ganz bestimmte Art gefüllt werden, die typisch für das Land oder die Region ist.
Wie ihr bestimmt wisst liebe ich Teigtaschen in jeder Form und fast aus jedem Land – ob aus Italien, Deutschland, Osteuropa oder eben Asien.
Die Yaki – Gyoza heißen übersetzt „gebratenen Gyoza“, denn die japanischen und auch die chinesischen Teigtaschen können auf verschieden Arten zubereitet werden. Oft werden sie gedämpft, man kann sie aber auch frittieren oder eben braten, so wie ich es am Liebesten mache.
Dabei werden die Teigtaschen mit etwas Öl auf einer Seite angebraten, dann mit etwas Essig und Wasser abgelöscht und mit einem  Deckel so lange gegart, bis die Füllung gar ist. Dann werden sie noch etwas ohne Deckel gebraten, damit sie schön knusprig werden – fertig!
Die Füllung besteht meist aus gehacktem Schweinefleisch, Kohl, Nira (das ist chinesischer Schnittlauch), Knoblauch, Soja Sauce und Sesamöl.
Die Füllung lässt sich natürlich variieren – ist ja bei uns auch so!
Der Teig besteht aus Wasser und Mehl, der sehr dünn ausgerollt wird, gefüllt und dann auf eine ganz bestimmte Art und Weise geformt wird. Man kann diesen Teig aber schon fertig im Asialaden kaufen!
Die Gyoza werden dann eben gebraten und mit einer Sauce, die aus Sojasauce und Essig besteht, gegessen. Da ich aber kein Fan von Sojasauce bin habe ich eine Süß – Sauer – Sauce dazu gekocht und die damit gegessen. Sehr lecker!
Wenn man Gyoza im Internet sucht findet man etliche Rezepte, Bilder und Geschichten. Eine Geschichte fand ich besonders schön und deshalb muss ich die hier kurz niederschreiben.
Es geht um die Entstehung der Gyoza. Dazu gibt es viele Geschichten, aber diese eine finde ich besonders schön:
Der Legende nach existierte in China ein Kaiser, der (weil er dann angeblich ewig leben würde) 100 verschiedene Speisen am Tag essen wollte. Es wählte landesweit den besten Koch aus, der ihm 99 Gerichte kochte.
Dann fiel dem armen Koch kein weiteres mehr ein. Der Kaiser drohte ihm aber mit dem Tod, wenn er ihm keine 100 Gerichte kochen würde.
Da fiel sein Blick auf die Reste von Fleisch und Gemüse und ihm kam eine Idee. Er hackte alles klein, vermengte, würzte es und umwickelte es mit Teig. So entstanden die kleinen Teigtaschen. Der Kaiser war so begeistert, dass er zum Koch in die Küche lief (der todes Angst hatte, weil er befürchtete, dass der Kaiser damit nicht zufrieden war) und ihm sagte, dass ihm das Gericht am besten geschmeckt hat!

Nun genug mit der Geschichte und der Herkunft und kurz zum Rezept. Gyoza habe ich schon öfter gemacht, aber immer mit mäßigem Erfolg. Als deutsche möchtegern Köchin schmeckt es eben nicht, wie in Asien! Aber meine Mutter hat genug asiatische Kochbücher und genug asiatisches Kochwissen – nach mehreren Kochkursen in Asien und etlichen Urlauben mit asiatischem essen – kennst sie sich da ganz gut aus :D.
Sie gab mir ein Rezept, was mir auch wirklich sehr gut geschmeckt hat. Ein bisschen würde ich es ändern, aber das ist Geschmacksache. Mir war die Füllung etwas zu wenig intensiv. Das ist aber gewollt, denn in Japan ist die Füllung nicht so intensiv, wie in China, weil die Gyoza zum Essen eben in die Soja-Essig-Sauce getunkt werden und sonst der Geschmack zu intensiv wäre. Da ich das aber nicht gemacht habe, habe ich die Füllung etwas intensiver abgeschmeckt.
Abschließend lässt sich sagen, dass ich bei solchen Gerichten aus fremden Ländern (die mir halt so besonders gut schmecken) immer Glücklich bin, dass wir die Möglichkeit haben so viele unterschiedliche Geschmäcker zu probieren. Ich liebes es im Urlaub Gerichte zu essen, die ich von zu Hause und aus dem eigenen Land, nicht kenne.
Nur leider gibt es viele Menschen, die nicht über ihren Tellerrand hinausschauen. Und das nicht nur, wenn es ums Essen geht! Die tollsten und beliebtesten Gerichte der Welt würden wir nicht kennen, wenn man anderen Kulturen nicht offen gegenüberstehen würde. Ich bin sehr dankbar, dass mir meine Eltern die Toleranz gegenüber anderen Kulturen beigebrat haben. Ich bin sehr dankbar darüber, dass meine Mutter versucht hat authentisch international zu kochen und mir gezeigt hat, wo Gerichte her kommen und auch warum dort gegessen wird, was eben gegessen wird.
Gerade Asien ist ein Land in dem eine ganz andere Esskultur herrscht als bei uns. Und es ist nicht immer leicht zu verstehen, wieso Chinesen, Thailändern, Japaner etc. essen was sie essen. Ich denke, wer das Land und die Menschen nie kennen gelernt hat kann darüber nicht urteilen.
Wieso ich das gerade hier und jetzt schreibe? Grade in der heutigen Gesellschaft ist Toleranz ein wichtiges Thema. Ich finde Toleranz ist eines der wichtigsten Eigenschaften, die ein Mensch besitzen sollte. Wer anderen Völkern und Menschen mit Toleranz und Respekt entgegentritt leistet einen wichtigen Beitrag für die gesamte Menschheit. Und (so banal es klingt) es fängt beim Essen an, geht weiter bis Religion, Kultur etc.  ❤
Also mein Tipp reist so viel herum, wie es geht. Interessiert euch für andere Völker und Kulturen, und lasst euch von fremdem Essen verzaubern!

Damit verabschiede ich mich – schreibe euch mein Rezept noch hier auf und wünsche viel Spaß beim Verzauber! Mahlzeit!!

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Rezept für ca. 20 Gyoza

Zutaten

für die Gyoza
• 250g Schweinehackfleisch
• 6 Blätter Weißkohl
• 1/2 Bund Nira (chinesischer Schnittlauch) –> oder 2 Frühlingszwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• ca. 3 cm Ingwer
• 1 1/2 TL Gustin
• 1 1/2 TL japanische Sojasauce
• 3 TL Sesamöl
• 3 TL Wasser
• 1 Packung Teigblätter

für die Sauce
• 1 1/2 rote Paprika
• 2 Knoblauchzehen
• 2 – 3 Chilischoten
• 5 EL Essig
• 10 EL Zucker
• 1/4 Liter Wasser

Zubereitung

1 Für die Sauce die Paprika, die Chili und den Knoblauch pürieren.
2 1/4 Liter Wasser, Essig, Zucker und die Paprikapampe in einem Topf aufkochen und dann langsam einkochen lassen, bis einen schöne Sauce ersteht  – nicht zu sehr, denn es dickt noch beim erkalten ein.
3 Für die Gyoza das Fleisch faschieren oder ganz klein schneiden (oder eben schon faschiert kaufen).
4 Die Kohlblätter blanchieren, abschrecken und klein hacken. Den Nira und Knoblauch ebenfalls klein schneiden.
5 Das Fleisch mit der Sojasauce, dem Wasser und Sesam mischen. Dann den Rest dazu und zum Schluss mit dem Gustin mischen.
6 Jetzt die Füllung in die Teigtaschen füllen und richtig falten – dazu hier ein Video
7 Jetzt die Gyoza in einer Pfanne mit etwas neutralem Öl anbraten, dann mit Etwas Wasser und Essig ablöschen, den Deckel auf die Pfanne geben und warten bis die Teigtaschen gar sind (ca. 5 – 10 Min – man sieht es daran, dass der Teig schön glasig wird) und zum Schluss noch einmal kurz ohne Deckel braten- fertig!

Käsekuchen 2.0 und eine Liebeserklärung an Tirol

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Da bin ich nun wieder!
Wieder mit einem Rezept, wieder mit neuem Elan und mit einer neuer Küche.
Der Umzug ist zwar schon ein paar Wochen her, aber bisher habe ich einfach keine Zeit gehabt meine Gerichte zu fotografieren. Man muss aber auch sagen, dass ich etwas Angst davor hatte.
Es war nicht die Angst, dass die Gerichte auf dem Teller nicht schön aussehen, sondern eher die Angst um das Thema Licht. Ich denke viele Blogger kennen dieses Problem.
Da ich keine Softboxen, externe Blitze oder ähnliches habe, muss ich mit dem vorhandenen Licht in meiner Wohnung zurechtkommen.
In meiner alten Wohnung war das ein Traum. Ich hatte diesen kleinen süßen Erker und da ist einfach jedes Bild (mit ein paar kleinen Aufhellungen – mehr aber nicht) sehr gut geworden.
Jetzt hatte ich natürlich Angst. Mein jetziger Esstisch steht nicht mehr am Fenster (geschweige denn an einem Erker). Er steht ziemlich weit weg von einem Fenster. Klar ist die Wohnung sehr hell, aber das Licht kommt nur einseitig und ich war mir einfach unsicher. Deshalb habe ich das Fotografieren raus gezogen.
Ein bisschen wie das Phänomen von Schrödingers Katze – wenn ich es nicht ausprobiere kann ich auch nicht sagen, dass es nicht funktioniert.
Aber irgendwann musste ich ja doch ran. Also wurde die Kiste mit der Katze aufgemacht – und siehe da! Sie lebt!! (ich hoffe jeder versteht die Metapher 🙂 )
Und wie kann man am besten das Licht ausprobieren? Na klar, mit einem Kuchen!! Der wird nicht kalt (denn er ist es ja schon), er sieht eh schon gut aus und man kann ganz gut mit dem Licht spielen, ohne Stress beim fotografieren zu haben.
Ja und jetzt kommt die Liebeserklärung an meine wahlheimat Tirol. Tirol ist einfach toll. Na klar, jeder Tiroler liiiiiebt Tirol (manch einer vielleicht ein bisschen zu sehr – obwohl der Tiroler sagen würde, dass das nicht geht!). Aber ich liebe Tirol langsam auch. Es war kein leichter Weg, aber wir zwei mögen uns langsam. Und vor allem liebe ich das tiroler – und vor allem das haller – Wetter. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich es – als kleine Frostbeule – finde, dass eigentlich jeden Tag die Sonnen scheint. Nicht immer den ganzen Tag und auch nicht immer so warm, wie im Sommer aber fast jeden Tag für ein paar Stunden macht der Himmel sich frei und lässt die Sonne ein bisschen auf die schönen Berge und auf unseren neuen Balkon strahlen.
Und genau das liebe ich! Und das liebe nicht nur ich, sondern auch meine Kamera, denn dann werden die Bilder einfach super! Und, ja! Ihr seht ja das Ergebnis, durch die Sonne und die große Fensterfront unserer Wohnung, kommt von der Sonne so viel in der Wohnung an, dass die Fotos noch besser werden als in der alten Wohnung.
Ich war so glücklich und stolz, als ich meine Fotos gesehen habe. Und ich musste NICHTS, NICHTS, NICHTS bearbeiten. Nichts heller machen, keinen Kontrast verstärken etc. So, wie ich sie geknipst habe, so habe ich sie hier hochgeladen! (Okay – mein Logo musste ich einfügen – erwischt 😀 )

So jetzt hören wir auf über das Wetter und Tirol zu schwärmen, sondern schwärmen beim Kuchen weiter. 😛
Mein Käsekuchen ist einfach mein Lieblingskäsekuchen ❤ Das hängt bestimmt damit zusammen, dass meinen Mutter den schon immer gemacht hat und damit natürlich immer sehr viele tolle Kindheitserinnerungen verbunden sind. Ich liebe diesen Kuchen aber auch, weil er einfach nur ein ganz ehrlicher Käsekuchen ist. Keinen Boden (den doch beim Käsekuchen eh keiner braucht, oder?), ganz frisch und saftig.
Normalerweise gibt es den Käsekuchen bei uns nur so – also ohne Früchte –  weil er aber ein Geburtstagskuchen werden sollte musste ich ihn ein bisschen pimpen – daher auch Käsekuchen 2.0!

So jetzt höre ich auf zu schwärmen, gebe euch das Rezept und hoffe er schmeckt euch so gut wie mir!

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Rezept für einen Käsekuchen ohne Boden

Zutaten

für den Kuchen
• 1 kg Quark
• 320 g Zucker
• Rum
• 1 Vanillezucker
• 125g Nüsse (Mandelstücke gehackt)
• 1 Zitrone
• 125 g Butter
• 3 – 4 Eier (nach Eigröße)
• 1 Vanillepudding
• 3 EL Gries

für die Sauce und Beeren

• 1 Packung TK Beeren (ca. 400 g)
• Zucker oder Sirup zum süßen
• ca. 7 Blatt Gelatine
• Frische Beeren zum verzieren

Zubereitung

1 Zuerst den Ofen auf Umluft mit 175 °C einstellen und die Beeren auftauen lassen.
2 Eischnee erst schlagen und beiseite stellen.
3 Dann die restlichen Zutaten zusammen rühren.
4 Jetzt den Eischnee unterziehen.
5 Die Form einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.
6 Den Kuchen jetzt ca. eine Stunde in den Ofen schieben.
7 Wären der Kuchen abkühlt die Sauce herrichten, dazu die Gelatine ca. 5 min in kaltem Wasser einweichen.
8 Die Beeren pürieren, etwas süßen und durch ein Sieb streichen.
9 Die Gelatine erwärmen bis sie flüssig ist (nicht kochen lassen, sonst geliert sie nicht mehr – max. 80 Grad) und mit den Beeren vermischen und kurz im Kühlschrank an gelieren lassen.
10 Dann über den Kuchen schütten und mit Beeren garnieren.

 

So entsteht ein Gericht – kleine Anleitung Teil 3

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Da wären wir nur beim dritten und letzten Teil unserer kleinen Serie 😛
Im letzten Abschnitt geht es nun um das Anrichten und damit fange ich jetzt auch gleich an.

Aber vorab noch schnell die restliche Gliederung, die wir heute behandeln werden. (Die ganze Gliederung, sowie den ersten Teil der Serie: „So entsteht ein Gericht“ findest du hier den zweiten Teil findest du hier)

• Jetzt nimmt es Gestalt an
◦ Wie will ich anrichten?

Zum Schluss nochmal das wichtigste in Kürze

Jetzt nimmt es Gestalt an

Wie will ich anrichten?

Nach dem ganzen theoretischen geplane soll es eigentlich langsam ans praktische kochen gehen.
Aber damit solltet ihr kurz warten, denn zu wissen, wie man anrichtet – und das schon vor dem kochen – ist sehr wichtig. Warum? Dazu eine kleine Geschichte:

Als ich damit angefangen habe mein Essen zu fotografieren habe ich mir zwar ungefähr überlegt, wie es aussehen soll, aber ich habe es mir nie genau überlegt – geschweige denn es aufgemalt.
Und dann kommt der Zeitpunkt beim Kochen, an dem alles fertig wird: Das Fleisch ist gebraten und ruht, das Püree ist warm und hat eine tolle Konsistenz und das Gemüse ist gedünstet.
So und dann kommen plötzlich die Fragen. Welcher Teller? Naja ich nehme halt man einen Teller – wird schon egal sein! Dann merke ich, dass das Püree leider zu fest ist um schön auf den Teller drapiert zu werden. Es muss also Plan B her. Ich nehme das Püree und fixiere es in einem „Dessertring“ – so hält es gut. Dann will ich das Fleisch aufschneiden und weiß nicht genau wie. Soll ich es mehrmals durchschneiden? Oder nur einmal? Welchen Anschneidewinkel soll ich nehmen? Gut ich entscheide mich für mehrmals mit einem steilen Winkel. Ich setzte es aus das Püree und merke – Mist – es fällt vom Püree runter! Ich habe nicht genug Fleisch um es nochmal anders zu schneiden, also muss ich weiter machen – langsam wird alles kalt!
Ich merke, wie mich eine akute Unlust beschleicht, aber ich habe nicht so lange gekocht um jetzt kein Foto zu bekommen – also weiter!
Ich richte das Gemüse um den kleinen Turm an. Aber die Stücke sind zu groß! Ich hätte sie kleiner schneiden sollen! Jetzt kann ich es aber nicht mehr ändern.
Jetzt fällt mich auch noch auf, dass ich gerne noch ein bisschen Farbe in Form von Kräutern oder Gewürzen hätte. Aber welche? Ähh – mal sehen, was ich noch da habe!
Okay nehme ich halt schnell ein bisschen Schnittlauch, passt zwar nicht zum Gericht, aber wenigstens ist etwas Grün auf dem Teller.

Ich könnte ewig so weiter machen. Aber ich denken es ist für jeden verständliche, was ich damit sagen will.
Das Anrichten muss schnell gehen. Zum ersten will man ja das Gericht ja noch warm essen und zum zweiten verändern die Zutaten bei längerem stehen oder erkalten Ihre Beschaffenheit und Farbe und das meist zum Negativen.
Es ist also sehr wichtig sich genau zu überlegen, WIE das Gericht nachher auf dem Teller aussehen soll. Beim Anrichten läuft oft (auch bei super Planung) noch etwas schief. Das lässt sich aber schneller beheben, wenn ansonsten das Grundgerüst steht.

Aber wie soll man das jetzt genau machen?
Ich würde damit anfangen und überlegen, welchen Teller man nehmen möchte. Soll es ein Tiefer Teller sein? Soll der Teller eine bestimmte Farbe habe, oder schlicht weiß? Soll der Teller rund, oval oder eckig sein?
Wenn ihr dann einen Teller gefunden habt, überlegt euch, welche Zutaten ihr habt und wie sie auf dem Teller verteilt sein sollen.
Hier solltet ihr auch darauf achten, wie viel von den einzelnen Komponenten auf dem Teller sein soll. Denn es geht hier nicht nur ums Auge, sondern auch um den Geschmack!
So und jetzt müsst ihr – ob ihr wollt oder nicht – wohl einmal zu Papier und Stift greifen und ein bisschen malen.
Das muss nicht super toll aussehen, aber ihr solltet erkennen, ob eure Vorstellung auch umsetzbar ist.

Ich habe hier mal meine Skizze fotografiert, damit ihr seht, wie sowas aussehen KANN – natürlich nicht muss!
Es tut mir leid, dass sie so aussieht, aber sie war eigentlich nur für mich gedacht. Dachte aber es ist bestimmt nicht schlecht zu sehen, wie es in Wirklichkeit aussieht – muss also echt nichts tolles sein.

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Und dann der, für mich wichtigste Tipp zum Thema „Anrichten“: Schaut euch sooo viele verschiedene angerichtete Teller an, wie ihr könnt! Am besten im Internet, aber auch im Restaurant, im Fernsehen oder vielleicht auch bei Freunden. Nur so hat man genug Input um immer wieder neues anzuprobieren.

Trotzdem darf man dabei nie vergessen (und das muss ich mir auch zu Herzen nehmen) es kann auch bei der besten Vorbereitung und Planung etwas gründlich danebengehen. Andersherum kann es aber auch passieren, dass einfach so ein perfektes Gericht entsteht.

Zum Schluss nochmal das wichtigste in Kürze

Welcher Gang soll es werden?
◦ Vorspeise / Hauptgang / Nachspeise / Amüsgöl / Leichte Speise /
Sommerliches  Gericht / Winterliches Gericht etc.

Für wen koche ich?
◦ Veganer / Vegetarier / Mann / Frau / Kind / Senior etc.

Wie viel Zeit habe ich?
◦ Zeit einplanen für Vorbereitung / Garzeiten von Fleisch oder Eintöpfen etc.
◦ Zeit zwischen den Gängen bzw. beim Anrichten

Was ist die „Hauptperson“ meines Gerichtes?
◦ Lebensmittel bestimmen, das im Mittelpunkt steht – um das, das ganze Gericht
aufgebaut wird

Welche Lebensmittel passen zu meiner „Hauptperson“?
◦ Liste mit Lebensmitteln erstellen, die zur „Hauptperson“ passen – Food Pairing
◦ Wichtig: Alle Lebensmittel im Gericht sollten irgendwie stimmig sein.
◦ Auf Regionalität und Saisonalität achten.
               
Auf welche Weisen kann ich meine Lebensmittel Garen?
◦ Pürieren / Braten / Schmoren / Sous Vide garen / Grillen / Backen / Frieren / Gelieren etc.

Was brauche ich für Geräte und Eigenschaften dazu?
◦ Eigene Fähigkeiten: Kann ICH das umsetzen?
◦ Küchenwerkzeug: Habe ich alles in meiner Küche, oder muss ich noch etwas dazu kaufen?

Wie will ich anrichten?
◦ Tellerart bestimmen / Portionsgröße / Ausgewogenheit der einzelnen Komponenten
◦ Skizze vom Aufbau des Gerichtes auf dem Teller

Sooooo, das war es jetzt fürs Erste! Ich hoffe die Reihe hat euch gefallen und ihr könnt ein paar Tipps umsetzten. Mich würde natürlich interessieren, wie eure Eigenkreationen aussehen und wie ihr sie umsetzt!
Lasst mich doch etwas teilhaben und schickt mir ein paar Fotos von euren Gerichten! Würde mich sehr freuen. ❤

Bevor ich euch jetzt kochen lasse will ich noch kurz sagen, wie es hier die nächsten Wochen so weiter geht.
Es werden jetzt wieder Rezepte kommen, aber es kann sein, dass ich es Ende Jänner nicht schaffe so viele zu veröffentlichen, weil (wie ich ja schon einmal geschrieben habe) ziehen wir um und davon kann wahrscheinlich jeder ein Lied singen – da habt man erst mal keine Zeit zum Kochen.
Sobald ich dann eingerichtet bin gibt es dann auch Bilder von meiner neuen Küche und hoffentlich viele neue Rezepte!

Liebe Grüße euer : Bildunterschrift

So entsteht ein Gericht – kleine Anleitung Teil 2

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Sodala (um nicht immer „So“ zu schreiben) hier bin ich mit dem zweiten Teil meiner „So entsteht ein Gericht“- Reihe.
Ich will auch gar nicht lange herumreden und gleich wieder da anfangen, wo ich stehengeblieben bin.
Hier noch einmal den Teil der Gliederung um den es heute geht: (Die ganze Gliederung findest du in Teil 1 dieser Reihe)

• Elementare Fragen
◦ Was ist die „Hauptperson“ meines Gerichtes?
◦ Welche Lebensmittel passen zu meiner „Hauptperson“?
◦ Auf welche Weisen kann ich meine Lebensmittel Garen?
◦ Was brauche ich für Geräte und Eigenschaften dazu?

Elementare Fragen

Was ist die „Hauptperson“ meines Gerichtes?

Nachdem wir auf die anfänglichen Fragen Antworten gefunden haben geht es nun mehr ins Detail.
Was soll denn nun eigentlich in die Töpfe und anschließen auf den Teller?
Und da fängt es nun an etwas schwerer zu werden! Aber genau da habe ich DIE Lösung.
Es ist sehr viel einfacher, wenn man in dem Gericht ein „Hauptperson“ festlegt um die man dann das ganze Gericht plant.
Das muss nicht das Fleisch, der Fisch, dass teuerste oder ausgefallenste Produkt sein. Es sollte einfach das sein, was ihr im Mittelpunkt sehen haben wollt.

Nun um das leichter zu erklären wenden wir uns wieder zu meinem Beispielgericht: „Erbse, Pastinake, Speck, Schinken, Brunnenkresse“.
Meine Hauptperson war die Erbse! Ich wollte, dass der Geschmack der Erbse, der intensivste ist. Daher habe ich mein Gericht um die Erbse aufgebaut.

Wenn man also weiß, welches Lebensmittel im Mittelpunkt des Gerichtes steht ist es viel leichter sich die nächsten Schritte zu überlegen und ein stimmiges Gericht zu kreieren.

Welche Lebensmittel passen zu meiner „Hauptperson“?

Wir wissen nun also was unsere „Hauptperson“ ist. Jetzt ist es wichtig zu wissen, was wir mit ihr kombinieren können.
Dazu habe ich schon einen kurzen Beitrag geschrieben, den ihr hier lesen könnt.
Wichtig ist, dass die Lebensmittel, die ihr mit eure Hauptperson kombiniert zusammen passen, aber auch, dass die kombinierten Lebensmittel zusammen passen, damit das Gericht in sich stimmig ist.

Gehen wir wieder schnell zu unserem Beispiel, damit das nicht alles so theoretisch und kompliziert kling.

Da in meinem Gericht die Erbse die Hauptperson ist, sollten natürlich die restlichen Lebensmittel die Erbse unterstreichen und den Geschmack intensivieren und unterstreichen, aber nicht übertünchen.
Dazu habe ich mir erst eine Liste mit Lebensmittel gemacht, die gut mit der Erbse harmonieren.

Zum Beispiel:
Erbse – Dill
Erbse – Ei
Erbse – Huhn
Erbse – Minze
Erbse – Pastinake
Erbse – Schinken
Erbse  – Schwein
Erbse – Rosmarin
Erbse – Speck
Erbse – Zwiebel

Dann habe ich mir überlegt, welchen Geschmack ich haben möchte. Soll es eher in ein sommerlich frisches Gericht werden, dann wäre die Minze perfekt. Oder soll es eher eine Hauptspeise mit einem tollen Stück Fleisch werden, dann wäre das Schweinefleisch perfekt.
Mir war aber wichtig, dass es ein leichtes Essen ist, was nicht von einem perfekten Stück Fleisch dominiert wird.

Was mir auch wichtig war ist die Regionalität und die Saisonalität.
Unter Regionalität versteht man, dass die Produkte, die man bezieht aus der Region kommen. Da wir hier in Tirol sind gibt es hier ganz tollen Speck und sehr, sehr guten Schinken. Die Pastinake ist sowohl Regional als auch Saisonal.
Saisonal sind Lebensmittel, die gerade Saison haben. Das heißt zurzeit gibt es sehr viel Wintergemüse wie Kohl oder eben Wurzeln. Die Pastinake, die ich verwendet habe stammt von einem österreichischen Bio – Bauernhof.
Es ist sehr wichtig genau über diese zwei Dinge nachzudenken. Nicht nur, dass die Lebensmittel, die zurzeit Saison haben besser schmecken, weil die nicht in irgendwelchen Gewächshäusern wachen müssen, sondern auch, weil sie viel ökologischer und besser für die heimische Wirtschaft sind. Über dieses Thema kann man stundenlang schreiben – ich will es dabei belassen, werde es aber bestimmt in einem der nächsten Beiträge noch einmal aufgreifen.

Ich entschied mich für die Pastinake – Erklärung hatten wir gerade. Außerdem ist die Pastinake sehr gesund und eine super Untermalung der Erbse – nicht zu dominant im Geschmack, aber doch leicht süß, was eine tolle Kombination zu dem eher grasigen Geschmack der Erbse ergibt.

Für den Speck entschied ich mich, weil ich eine salzige Note brauchte und für den Schinken entschied ich mich, weil ich den Geschmack von Schinken und Erbse einfach toll finde und es dadurch nicht ganz so Fleischlos für mich ist.

Ich hoffe es ist rübergekommen, was ich sagen will. Es ist also gar nicht so schwer passende Zutaten für ein Rezept zu finden, wenn man sich im Vorfeld überlegt, was meine „Hauptperson“ ist und sich dann zu überlegen, was dazu alles passt.

Auf welche Weisen kann ich meine Lebensmittel Garen?

Zu wissen, was auf den Teller kommt ist schon mal ein großer Schritt, aber eben noch nicht alles.
Die Frage, die sich nun stellt, ist, WIE ich meine Lebensmittel verarbeite.
Stellen wir uns dafür ein Gericht vor, was nur aus Tomate besteht. Langweilig? Nein! Wieso?
Ganz einfach! Die Tomate kann man auf unterschiedlichste Art und Weise zubereiten. Zum Beispiel als Salat, gedünstet, als Suppe, gebraten, roh, getrocknet, als Pulver etc. Es gibt noch weit mehr Arten die Tomate zuzubereiten und genau das sollten wir uns auch überlegen.
Nicht nur, weil es toll ist zu sehen auf welche Art und Weise man die Lebensmittel zubereiten kann, sondern auch, um das Gericht für den Mund spannen zu gestalten.
Wenn man beispielsweise ein Gericht vor sich hat, dass nur aus weichen Komponenten besteht ist das sehr langweilig und macht auch wenig spaße beim Essen.

Man sollte sich also wieder eine Liste machen (jaaa ich liebe Listen!). Dort vermerkt man dann, wie ich meine Zutaten verarbeiten kann.
Kann ist die pürieren? Kann ich sie trocknen? Kann ich sie im Ofen garen? Kann ich den Geschmack durch unterschiedlich großes und kleines Schneiden verändern? Kann es sie roh essen etc?

Wenn man sich darüber im Klaren ist, wie man die Lebensmittel zubereiten kann muss man sich nun entscheiden.

Dazu neben mir wieder mein Gericht als Beispiel:
Ich wollte gerne, dass die Erbse auf zwei Arten im Gericht vorkommt. Einmal als Püree und einmal nur kurz blanchiert.
Die Pastinake (und das muss ich hier leider zugeben) ist nicht so geworden, wie ich es haben wollte. Ich wollte, dass die Pastinake in der Pfanne kurz angebraten wird, damit sie nicht so „matschig“ ist und zusätzlich ein paar Röstaromen mitbringt. Leider habe ich sie zu lange gekocht und beim braten ist sie nicht richtig braun geworden. Daher leider keine Röstaromen und leider auch nicht mehr so viel Bis!
Den Speck wollte ich bewusst nicht „zeigen“. Ich entschied mich also für einen Speckschaum. Zum einen ist das Erbsenpüree und die Pastinake doch sehr trocken (trocken ist vielleicht nicht  ganz das richtige Wort, aber vielleicht wisst ihr, was ich meine) und braucht etwas wie eine Sauce.
Der Schinken verlieh dem ganzen durch seinen kühlen, rauchigen Geschmack noch eine ganz besondere Note.
Die Brunnenkresse rundetet das alles ab und verlieh hier und da etwas schärfe.

Sobald man sich also darüber Gedanken gemacht hat findet man bestimmt auch sehr viel Spaß mit unterschiedlichen Texturen zu arbeiten.

Was brauche ich für Geräte und Eigenschaften dazu?

Eigentlich steht das Gericht schon und man muss es jetzt nur noch umsetzten, aaaber halt!
Man kann sich in seiner Fantasie natürlich vieles ausmalen, was nachher nicht immer funktionieren muss. Wenn man also so viel Liebe und Zeit in ein Gericht setzte, sollte am Ende auch etwas Tolles zustande kommen.
Das geht aber nur, wenn man sich im Vorfeld über seine Eigenschaften bewusst ist.
Die Frage, die man sich stellen sollte ist: Kann ICH das umsetzten?
Jemand, der selten kocht, der sollte klein anfangen. Nicht so viele unterschiedliche Komponenten auf einem Teller, auch nicht so vieles, was man vielleicht noch nie so gekocht hat.
Jemand, der Tag täglich viel und gerne kocht, der kann sich an neues trauen, trotzdem sollte man sich immer bewusst machen, dass es einmal nichts werden kann.

Ein zweiter Punkt ist die Frage nach den Geräten. Da geht es nicht primär um euer Können, sondern eher um eure Ausstattung.
Wenn ich in meinem Gericht ein Fleisch Sous Vide garen möchte, aber gar nicht im Haus habe um das umzusetzen ist das Gericht zum Scheiter verurteilt.
Natürlich wird das allen klar sein, aber man sollte sich trotzdem Fragen, ob der Ofen wirklich das leisten kann, was ich von ihm möchte, ob ich vielleicht Spritzbeutel zum ausgarnieren brauche, die ich gar nicht habe etc.

Wenn ihr das alles erledigt habt, dann könnt ihr schon FAST anfangen! Warum nur FAST? Weil es ungemein wichtig ist im Vorfeld zu wissen, wie man das Gericht anrichtet. Denn ein tolles Essen sollte auch genauso aussehen!
Dazu werde ich euch das nächste Mal ein paar Tipps geben!
Ich hoffe euch hat mein Beitrag gefallen und er hat euch ein bisschen geholfen und vor allem euch dazu animiert auch loszulegen!

Bis ganz Bald euer : Bildunterschrift

So entsteht ein Gericht – kleine Anleitung Teil 1

Pünktlich zum neuen Jahr gibt es hier für mich eine Premiere! Mein erstes eigens entwickeltes Gericht.
Rezepte habe ich mir schon viele selbst überlegt. Aber für mich ist ein Gericht kein Rezept, sondern ein Zusammenspiel aus vielen Rezepten, die am Ende dann ein Gericht ergeben. Und bestenfalls ist dieses Gericht dann eine Symphonie für den Gaumen!

Aber wie lasse ich so ein Gericht entstehen? Gibt es da eine allgemeine Formel, die ich anwenden kann?
Ich möchte hier auf meinem Blog in den nächsten Einträgen mehr auf dieses Thema eingehen. Darauf, wie man beim Planen eines Gerichtes anfängt. Darauf, wie man herausfindet, was zusammenpasst – und was nicht. Und darauf, wie man mit Texturen spielen kann etc.
Dazu werden ich diesem – und natürlich auch den nächsten Beiträgen – einer Gliederung unterziehen, damit das alles nicht so im Raum herumfliegt und man den roten Faden sucht – den musste man zu Schulzeiten auch schon immer genau einhalten. Da lernen wir, dass doch nicht alles aus der Schulzeit blöd war 😀

Hier nun die Gliederung für die nächsten Beiträge:

Einleitung zum Thema: Wie entwickel ich mein eigenes Gericht?

Hauptteil:
• Aller Anfang ist schwer
◦ Welcher Gang soll es werden?
◦ Für wen koche ich?
◦ Wie viel Zeit habe ich?

• Elementare Fragen
◦ Was ist die „Hauptperson“ meines Gerichtes?
◦ Welche Lebensmittel passen zu meiner „Hauptperson“?
◦ Auf welche Weisen kann ich meine Lebensmittel Garen – Stichwort Texturen?
◦ Was brauche ich für Geräte und Eigenschaften dazu?

• Jetzt nimmt es Gestalt an
◦ Wie will ich anrichten?

Zum Schluss nochmal das wichtigste in Kürze.

Einleitung zum Thema: Wie entwickel ich mein eigenes Gericht?

Draußen ist es dunkel, das Licht innen ist warm und leicht gedimmt – gerade so, dass man noch alles sehen kann und das Licht für einen arbeitet und nicht gegen Einen.
Du sitzt an einem schönen Tisch, der mit einer blütenweißen Tischdecke bedeckt ist. Die Gläser glitzern im Licht, das Besteck liegt poliert auf dem Tisch, die Serviette ist zu einem kleinen Kunstwerk gefaltet und eine kleine Kerze flackert am Tisch fröhlich vor sich hin.
Du blickst langsam auf und vor dir sitzt dein Partner. Extra schick angezogen für dich und den Abend. Ihr schaut euch tief in die Augen und genießt die Zeit. Gerade gibt es keinen Stress, ihr habt Zeit, Zeit für euch, Zeit euch mal wieder zu unterhalten, Zeit zu zweit.
Und dann kommt es. Das Essen! Der Kellner bringt zwei wundervoll gestaltete Teller, die eher einem Kunstwerk ähneln.
Andächtig schaut ihr auf das Kunstwerk vor euch und fang an es zu genießen.

Genau dieser Moment ist es, den ich am Essen so liebe! Natürlich ist das leider die Ausnahme, aber dieser Moment ist es, der mich jeden Tag aufs neue wieder antreibt selber immer besser und besser kochen zu können, denn ich will selber daheim auch Essen, wie in einem tollen Lokal. Ich will mich auch so über mein Gericht freuen, wie in einem tollen Restaurant.
Für mich ist Essen nicht nur „satt werden“, sondern die Freude am kochen und die Freude an Lebensmitteln und vor allem auch eine Zeit am Tag, an der ich Zeit für mich – und wenn Mr. Bee mal nicht arbeitet – und Zeit für uns habe. Man kann sich über den ganzen Tag unterhalten und die Zeit genießen.

Um so ein Kunstwert daheim selber zu erschaffen braucht man etwas Übung, etwas Zeit und vor allem einen Leitfaden. Dann ist auch das kein Hexenwerk!

Bevor ich jetzt hier anfange und euch meinen Leitfaden präsentiere, muss ich natürlich noch sagen, dass ich keine Köchin bin, ich auch nie einen Kochkurs gemacht habe und alles, was ich euch hier erzähle auf meinen Erfahrungen und meinem Wissen beruht.

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Aller Anfang ist Schwer

Welcher Gang soll es werden?

Bevor ich auf die hier gestellte Frage eingehe, möchte ich – der Einfachheit halber – die jetzt folgenden Fragen anhand eines Beispiels präzisieren. Als Beispiel dient mein Premiere – Gericht: „Erbse, Pastinake, Speck, Schinken, Brunnenkresse“.

Ganz am Anfang steht natürlich einmal die Frage, welchen Gang will ich denn überhaupt Kochen?
Soll mein Gericht in ein Menü eingebettet werden, oder steht es als Hauptgang oder vielleicht kleines Mittagsessen ganz für sich?
Wieso ist das wichtig?
Ganz einfach!
Die Frage nach dem Gang ist erst mal eine ganz profane. Soll es denn süß oder salzig werden? Im Anschluss stellt sich dann gleich die Frage: Wie groß soll die Portion sein?

Es ist natürlich wichtig zu wissen, wie groß die Portion sein soll – nicht nur um es bei einem Menü auch dem richtigen Gang zuzuordnen – sondern, weil sich danach auch wie Zutaten etwas verändern.
Eine Vorspeise, die zum größten Teil aus Fleisch und einer deftigen Beilage besteht, ist als Vorspeise nur bedingt geeignet. Ebenso ist ein Salat mit etwas Speckstreifen ein eher ungeeigneter Hauptgang.
Ich will damit sagen, dass es nicht nur wichtig ist zu wissen, wie VIEL auf den Teller kommt, sondern auch WAS und dazu ist es wichtig zu wissen, welcher Gang das Gericht in dem Menü dastellen soll, oder ob das Gericht komplett für sich alleine steht.
Sollte das Gericht für sich alleine stehen, ist auch wieder wichtig zu wissen, wann gegessen wird und wie viel Hunger die Esser haben.

In meinem Fall habe ich mich für eine Vorspeise entschieden. Diese Vorspeise sollte nicht in ein Menü eingebettet sein. Ich musste also nicht darauf achten, dass ein „roter Faden“ durch das Gericht geht, den man dann im Menü wiederfinden sollte.
Mir war wichtig, dass man – trotz dem, dass es nur eine Vorspeise ist – satt wird. So kann das Gericht auch ohne weiteren Hauptgang auskommen und als kleines Mittagessen genutzt werden.

Für wen koche ich?

Der Ein oder Andere wird sich fragen, warum es wichtig ist zu wissen, für wen ich koche?! Aber das ist eine sehr wichtige Frage. Es geht hier nicht darum jedem eine Extrawurst zu kochen, sondern sich zu fragen, was braucht und will derjenige, den ich bekoche. Man muss sich also die Fragen stellen: Koche ich für einen Mann, oder eine Frau? Koche ich für einen Sportler oder einen Mensch, der beruflich viel Zeit im Sitzen verbringt. Koche ich für einen Vegetarier, Veganer oder Fleischesser? Koche ich vielleicht für einen Allergiker, oder für jemand, der eine Unverträglichkeit hat?
Die Frage, die sich auch stellt ist, was braucht der Körper der Person, die von mir bekocht wird?

Manch Einer denkt jetzt, dass das ein bisschen zu übertrieben. Das kann stimmen, aber ich finde es sehr wichtig.
Die Frage nach dem „für WEN koche ich?“ ist wichtig, weil ich weiß, wie viel und vor allem was, auf den Teller muss.

Ich koche ganz anders, wenn ich weiß, dass mein Gast/Mann/Freund(in) etc. sehr viel körperlicher Arbeit nachgeht und daher großen Hunger hat.
Da muss nicht nur die Portionsgröße angepasst werden, sondern auch die Zutaten.
Ganz anders ist es aber, wenn mein Gast viel am PC sitzt, wenig Zeit hat sich körperlich zu verausgaben. Derjenige hat auch Hunger, aber ganz anders.
Auch hier ist die richtige Wahl der Lebensmittel wichtig.

Ihr seht also, dass die Frage wichtig ist – grade auch, wenn es um das Thema Allergien und Unverträglichkeiten geht.
Dieses Thema habe ich hier nur kurz angeschnitten. Man könnte sehr viel dazu schreiben, aber ich denke es ist einfach wichtig kurz darüber nachzudenken und sich diese Thematik etwas bewusster zu machen.

Bei meinem Gericht, war mir wichtig ein Essen zu kochen, was leicht ist und man auch gut essen, kann, wenn man sich eben nicht grade viel bewegt.
Das hat folgenden Hintergrund. Mr. Bee und ich sind beide über die Feiertage krank geworden und hatten daher wenig Zeit uns viel zu bewegen. Stattdessen haben wir – wie wahrscheinlich jeder um die Weihnachtsfeiertage – viel Fleisch und Fettlastig gegessen.
Dem wollte ich mit dem Gericht entgegen wirken.
Die Menge sollte gerade so viel sein, dass man nicht mehr hungrig ist, aber auch nicht so viel, dass man wieder mit einem vollgestopften Bauch auf der Couch herumliegt.
Wichtig waren mir aber auch Vitamine und daher eine schonende Art die Lebensmittel zu garen, damit so viele wie möglich überleben.

Wie viel Zeit habe ich?

Dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich denke darüber macht sich jeder Gedanken.
Ich wollte es hier nur erwähnen, weil es doch wichtig ist.
Es geht nämlich nicht nur um die reine Arbeitszeit, sondern auch um die Frage des Servierens.
Ein Beispiel: Ich habe 10 Leute um 20 Uhr zum Essen eingeladen. Ich habe den ganzen Tag frei und habe mir ein 3 Gänge Menü überlegt. Die 3 Gänge lassen sich super in der Zeit zubereiten.
Doch dann kommen meine Gäste. Man setzt sich nett zusammen redet etwas und muss dann in die Küche. Jetzt ist die Frage?! Will ich das Essen schon vorbereitet und griffbereit haben? Oder will ich die Gänge, Gang für Gang abarbeiten und immer wieder dazwischen kochen?
Alles hat seine Vor- und Nachteile.
Wenn ich viel Wert darauf lege mit meinen Freunden Zeit zu verbringen und ich alles schon vorbereitet haben möchte, dann schränkt mich das in der Rezeptsuche sehr ein. Dafür habe ich keinen Zeitdruck mehr während den Gängen und sehr viel Zeit für meine Freunde/Gäste.
Lege ich hingegen viel Wert auf frische und grenzenlose Rezeptvielfalt muss ich in den sauren Apfel beißen und zwischen jedem Gang in die Küche zum kochen. Aber auch hier spielt dann das Thema Zeit eine wichtige Rolle.
Die Zeit zwischen den Gängen sollte nicht so lange sein, dass meine Freunde um 00:00 Uhr noch immer keine Nachspeise haben.

Ihr seht also, dass das Thema Zeit beim kochen sehr wichtig ist, vor allem auch um ein gutes Produkt auf den Teller zu zaubern.
Ihr solltet also ausreichend davon haben um alles vorzubereiten und auch um dem Lebensmittel die Zeit zu geben, die es braucht um Perfekt zu werden.

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So der Anfang meiner kleinen Reihe wäre gemacht. Das nächste Mal geht es dann ans Eingemachte. Und da wird dann auch das Rezept hinter diesem Gericht gelüftet.
Ich hoffe euch gefällt das Thema und ihr habt so viel Freude beim Lesen, wie ich beim schreiben.

Food Pairing, oder einfach nur: Champignon – Carbonara

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Heute gibt es mal ein ganz schnelles Gericht mit wenigen Zutaten. Wenig Zutaten und wenig Zeit muss aber nicht heißen, dass das Essen nicht besonders gut ist. Man muss einfach wissen, was man kombiniert und vor allem wie!
Es gibt viele einfache Rezepte, die großen und aufwändigen Gerichten die Show stehlen können. Die „normale“ Carbonara zum Beispiel. Sie besteht aus wenigen Zutaten und geht super schnell und ist einfach nur super lecker.
Ich habe eigentlich bei diesem Rezept nicht sehr viel verändert. Ich habe nur den Speck durch die Pilzen ersetzt und in die Eier etwas Sahne gemischt und schon war ein einfaches und schnelles Mittagessen gezaubert.
Wichtig ist bei solchen Kreationen, dass man sich überlegt, was passt zusammen?! Wie bei der Kleidung! Zu viel ist oft nicht das Optimale – zu wenig von dem Falschen natürlich auch nicht!
Der Begriff Food Pairing taucht in diesem Zusammenhang oft auf. Aber was ist das?
Übersetzt heißt es einfach „Essens – Paare“. Also sind es Lebensmittel die gut zusammen passen, aber nicht nur das. Sie passen nicht nur gut zusammen, sondern entfalten auch erst zusammen den besten Geschmack.
Ein paar kennt bestimmt jeder! Sie sind auch durch die Gesellschaft und Lebensmittelindustrie, in uns verankert. Beispiele wären: Schokolade und Orange, Zimt und Zucker, Karotte und Erbsen, Huhn und Speck, Leber und Apfel, Zwiebel und Leber, Kartoffel und Muskat, Ei und Salz, Spargel und Schinken, etc. ich könnte ewig so weiter machen.
Aber natürlich gibt es nicht nur Food Paare, die uns sofort einleuchten, sondern auch solche, die wir erst verstehen, wenn wir sie probieren.
Jedes gute Gericht besteht mindestens aus einem Paar, wenn nicht aus vielen, die sich sogar ergänzen. Das ist die Genialität vieler so guter Köche.
Als Genial würde ich mich noch lange nicht schimpfen, aber es ist wichtig sich mit diesem Thema auseinanderzusetzten um den eigenen Geschmack zu schärfen und weiterzuentwickeln.
Bei diesem Gericht habe ich zwei Lebensmittel miteinander kombiniert, die perfekt zusammen passen: Pilz und Ei.
Ich hatte kurz nachgedacht den Speck in dem Gericht zu lassen, denn Speck und Pilze passen auch sehr gut zusammen, aber ich wollte, dass der Geschmack des Pilzes das Gericht dominiert und deshalb habe ich mich gegen den Speck und für etwas Zwiebeln entschieden. Die Zwiebel unterstreicht den Pilz eher, als ihn zu übertünchen.
Wichtig ist bei diesem Rezept ein guter Pfeffer. Auf keinen Fall ein schon gemahlener Pfeffer. Ich habe mich für einen Pfeffer aus Madagaskar entschieden – Voatsiperifery Pfeffer. Dieser Pfeffer ist schön scharf und sehr aromatisch. Es ist schwer zu beschreiben, wie er schmeckt, wenn er gemahlen ist riecht er unheimlich blumig und genau so schmeckt er auch.

Ich hoffe dieser kleine und schnelle Eintrag heute zeigt euch, dass es nicht immer heißt, dass ein gutes Essen mehrere Stunden dauern muss. Es geht einzig und alleine um das Wissen: Was schmeckt wie und was passt mit diesem Geschmack zusammen, dass es einen Geschmacksexplosion gibt.

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Rezept für Champignon – Carbonara

Zutaten für 2 Personen

• 200 g Nudeln (kleine, feine Nudeln)
• 15 Champignons
• 1 Zwiebel
• 2 TL gehackte Petersilie
• 2 Eier
• 75 ml Sahne
• Salz
• Pfeffer (z.B.: Voatsiperifery Pfeffer)
• 4 EL Parmesankäse (für den Parmesanchip)

Zubereitung

1 Als erstes die Hälfte der Zwiebel in Halbringe schneiden und in Butterschmalz leicht braun anbraten – beiseite Stellen zum verzieren.
2 Die zweite Hälfte der Zwiebel in kleine Würfel schneiden, dann die Champignons in kleine Würfel schneiden.
3 Die Zwiebel mit Butterschmalz dünsten und mit Salz würzen.
4 Wenn die Zwiebeln gedünstet sind, dann die Pilze dazu und vielleicht noch etwas Öl oder Butterschmal dazu geben – Pilze sind nun mal Schwämme, die viel Fett aufsaugen.
5 In der Zwischenzeit die Nudeln al dente kochen und die zwei Eier mit der Sahne verquirlen.
6 Nachdem die Pilze schön braun sind mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie dazu geben.
7 Jetzt nur noch die Nudeln auf die Pilzmasse geben und etwas Nudelwasser dazu geben.
8 Die Ei Masse auf das Nudel – Pilzgemisch geben  – aber NICHT mehr kochen lassen. Sonst stock das Ei zu sehr und die Nudeln werden trocken.
9 Ach jaa – die Parmesanchips: Ganz einfach! Nur den geriebenen Parmesan auf ein Blech mit Backpapier häufen und bei ca. 180 Grad in den Ofen, bis sie schön braun sind! Fertig

Eine unerwartete Liebesgeschichte

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Am Heiligen Abend gibt es ein kleines Märchen, was zu dieser besinnlichen und lieblichen Stimmung passt. Es ist ein Märchen, was uns Zeigt, dass es für die Liebe nie zu spät ist und dass man bei der Liebe auch vielleicht  zweimal (oder noch öfter) hinsehen muss, bevor man sie sieht!

Die Protagonisten dieses Märchens sind zu Einen das Kochbienchen und zum Anderen der Kürbis.
Der Kürbis und das Kochbienchen haben nie wirklich viel miteinander zu tun gehabt. Das Kochbienchen hat in ihrer Kindheit  mal von ihm gehört, gesehen hat es ihn natürlich auch an so manchen Gruseltagen im Herbst, aber gegessen hat es ihn nie.
Die Schuldige in dieser Geschichte war wohl die Mutter des Kochbienchens, denn die ist kein Freund vom Kürbis und hat ihn deshalb nie in die Familie des Kochbienchens eingeladen – nicht mal als gruselige Deko!
Und so lebten der Kürbis und das Kochbienchen viele Jahre glücklich und zufrieden nebeneinander her – ohne, dass sie sich große begegneten.
Das sollte sich aber bald ändern.
Wie es nun mal so ist zog das Kochbienchen aus und musst selber kochen. Natürlich kochte sie so, wie es die Mutter es ihr beigebracht hatte.
Doch irgendwann fragte sich das Kochbienchen, was es denn alles noch so gibt und was es denn alles nicht kennt. Und da war er, der Moment, an dem das Kochbienchen und der Kürbis sich gegenüberstanden. Aber das Kochbienchen wusste nicht recht, was sie mit ihm anfangen soll und so blieb die Begegnung eine sehr kurze.
Eines Tage aber – das Kochbienchen lebt jetzt in Österreich und lebt mit einem Mann namens Mr. Bee zusammen – wurde das Paar von Freunden zum Essen eingeladen. Da war er der magische Moment. Der Kürbis und das Kochbienchen mussten sich nun (so will es der gute Ton) besser kennen lernen.
Der Anfang war sehr schwer, denn das Kochbienchen war noch sehr skeptisch und wusste nicht Recht, was es tun sollte, aber mit jedem Happen wurden der Kürbis und das Kochbienchen bessere Freunde.
Am Ende des Tages blieben eine nette Erinnerung und eine allmähliche Annäherung.
Diese sollte aber nicht in intensiver Erinnerung bleiben.
Doch, wie es der Zufall will, bekam das Kochbienchen eines kühlen Herbstages einen kleinen, süßen, orangenen Kürbis geschenkt. Der Kürbis lag lange in der Wohnung des Kochbienchens. Jeden Tag schauten sie sich an und wussten nicht recht, was sie tun sollten.
Aber eines Tages wachte das Kochbienchen auf, nahm sich ein Herz und ging zum Kürbis und veredelte ihn. Seither sind der Kürbis und das Kochbienchen sehr gute Freunde und der Kürbis ist aus dem Leben des Kochbienchens nicht mehr wegzudenken.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ❤

Der Ein oder Andere wird gemerkt haben, dass es in dem Märchen um mich geht und er wird auch gelesen haben, dass es kein klassisches Märchen ist, aber ich finde trotzdem, dass wir vieles lernen können. Auf jeden Fall lernen wir, dass wir nie auslernen!

Wie es hier auf meinem Blog so üblich ist, will ich euch nicht nur mit schnulzigen Märchen oder ärmlichen Metaphern abspeisen, sondern möchte auch noch ein bisschen lehren.
Wenigstens ein bisschen was möchte ich zum Kürbis schreiben – obwohl eigentlich eine schier endlose Informationsmenge zum Kürbis herrscht – deshalb halte ich mir hier auch eher knapp.

Vom Kürbis gibt es mehr als hundert verschieden Sorten, die beliebteste ist bei uns bestimmt der Hokkaido Kürbis. Dieser, doch eher kleine Kürbis, ist einfach zu verarbeiten – eigentlich kann man ihn in allen verschiedenen Garmetoden zubereiten.  Besonders toll dabei ist, dass man die Schale mitessen kann. Zu Beachten ist aber, dass diese eine etwas längere Garzeit hat, deshalb sollte man immer darauf achten, ob diese schon gar ist – sonst ist es kein so großes Essvergnügen.
Das krause Innere des Kürbisses muss (wie bei wahrscheinlich jeder Sorte) herausgenommen werden. Die Kerne kann man im Ofen „trockenbacken“, muss man aber nicht.
Doch wo kommt diese Kürbissorte überhaupt her? Naja eigentlich ganz einfach – Hokkaido klingt ja schon danach. Er stammt aus Japan!
Aber keine Angst, an all diejenigen, die Regional und Saisonal kochen wollen. Natürlich wird er auch bei uns angebaut.
Auf die anderen Kürbis Sorten werde ich eingehen, wenn ich mal mit ihnen koche, denn wie ihr ja jetzt wisst ist die Liebe zwischen mir und dem Kürbis noch eine sehr junge!
Zum Schluss noch ein unheimlich wichtiger Fakt 😉 : Der Kürbis hat die Avocado abgelöst! 😀 Bei Instergram und Co. sah man immer Bilder auf denen Brote mit Avocado und viel Gemüse (für die Fleischesser auch mit Hähnchen) zu sehen war. Jetzt wird die Avocado langsam abgelöst vom Kürbis. Ja genau – den Kürbis kann man im Ofen backen und ihn dann pürieren – mit Gewürzen abschmecken und auch aufs Brot essen. Genau wie bei der Avocado wird dann natürlich auch noch viel Gemüse drauf gepackt (jaa … und für den Fleischessen auch Fleisch).
Wir werden also in Zukunft immer mehr mit dem Kürbis konfrontiert werden!
Das ist auch gut so, denn der Kürbis ist sehr Kalorienarm und sehr reich an Vitaminen – wenn ihr mögt könnt ihr das hier nachlesen. Naja und schmecken tut er auch noch!!

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Rezept für Kürbissuppe mit King Prawns

Zutaten für 4 Personen
• ca. 400 g King Prawns (kommt drauf an, wie viele man gerne in der Suppe hat)
• 1 Hokkaido Kürbis
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 3 Kartoffeln
• 1 Karotte
• 1/4 Sellerieknolle
• (wer mag kann auch noch ein wenig Pastinake hinein schneiden – aber Vorsicht vor der Süße!)
• 1 Chili (das ist natürlich auch wieder von Person zu Person verschieden)
• 2 cm frischen Ingwer (wie gehabt – manche Personen mögen mehr Ingwer – für meine Mutter kann es nie genug sein)
• Gemüsebrühe (so viel, dass die Zutaten im Topf grade bedeckt sind – ca. 1/2 Liter)
• Olivenöl
• Butterschmalz
• Salz

Zubereitung

1 Die Zwiebeln schneiden und mit Butterschmalz im Topf bei mittlerer Hitze schön glasig braten.
2 In der Zwischenzeit den Kürbis, die Kartoffeln, Karotten, den Sellerie und die Pastinake wenn nötig schälen und in grobe Stücke schneiden.
3 Wenn die Zwiebeln glasig sind, dann das Gemüse dazu und etwas anbraten.
4 Jetzt mit der Brühe aufgießen, sodass das Gemüse bedeckt ist – sollte die Konsistenz nicht passen, kann man das nach dem mixen immer noch regeln.
5 Nun die gehackte Chili, den kleingeschnitten Knoblauch und den geriebenen Ingwer dazu geben.
6 Das alles nun mit Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen – bis alles gar ist (besonders auf die Schale des Kürbisses achten).
7 Während die Suppe kocht können die Kind Prawns geputzt werden.
8 Wenn das Gemüse gar ist, die Suppe mit einem Mixstab mixen und mit Salz abschmecken – ich finde die Suppe braucht fast keine anderen Gewürze.
9 Jetzt können noch die King Prawns von beiden Seiten in Olivenöl angebraten werden. Wer mag kann hier noch etwas Chili ins Öl geben, dann haben die Garnelen eine angenehme schärfe. Mit Salz würzen und garnieren! Fertig!
10 Ach noch ein Tipp – das Öl in denen die Garnelen gebraten wurden kann man gut über die Suppe träufeln.

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So jetzt wünsche ich euch gaaaaanz schöne Weihnachten mit euren Lieben. Genießt die kleine Auszeit nach den stressigen Vorweihnachtstagen, die Zeit mit eurer Familie und natürlich das gute und meist viel zu reichhaltige Essen – und wer weiß – vielleicht besucht uns Frau Holle und taucht die Welt in ein weißes Winterwunderland?

Euer
Bildunterschrift

Haschee Hörnchen ohne Hörnchen und Haschee

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Hier nun nach langem wieder ein Rezept. Diese Bilder entstanden im Mai diesen Jahres und warten seit dem veröffentlicht zu werden.

Aber jetzt ganz schnell Werbung in eigener Sache! Wie ihr seht gibt es mich jetzt auch auf Intergram – ich würde mich freuen, wenn Ihr mir folgen würdet!

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles zu diesem Gericht. Ich wollte eines schönen Tages Haschee Hörnchen machen.
Leider waren keine Hörnchen – Nudeln da und ehrlich gesagt, mag ich die Form der Hörnchennudeln nicht! Deshalb wurden es Penne – die Form mag ich lieber. Und am besten fand ich, dass diese Penne eine glatte Oberfläche haben (was eigentlich für diesen Saucentyp eher kontraproduktiv ist – die Röhrenform der Pennen hingegen ist super – das „Haschee“ kann schön in die Nudel hinein).
Aber nun einmal weg von der Nudel, den Penne und den Hörnchen und hin zum Haschee.
Bei diesem Thema muss ich nun sehr aufpassen, denn wie ihr wisst bin ich Deutsche und kann von Haschee natürlich nur berichten – aufgewachsen bin ich damit aber nicht! Alle Österreicher und auch die Österreicherinnen (ich darf die Frauen als zweites nennen –  denn ich bin eine) mögen es mir verzeihen, wenn hier etwas nicht stimmt und ich vielleicht ein paar Omas oder Müttern, die das Haschee – Rezept schon in 5ter (oder noch höherer) Generation weitergeben, nicht ganz einverstanden sind!
Bitte gerne melden und mich verbessern! Ich lerne gerne dazu! Also bitte keine Scheu einfach hier schreiben oder unten kommentieren! Ich freu mich schon von euch zu lesen – natürlich auch, wenn es keiner Verbesserungen gibt.

Reden wir also über Haschee. Wenn man das Internet bemüht findet man wenig aussagekräftiges.
Man findet eine Definition: Haschee kommt aus dem französischem hachée und bedeutet „hacken“.
So weit so gut. Es ist also Gehacktes. Aber jetzt ist es wichtig, was gehackt wird. Es wird nämlich nicht einfach Faschiertes genommen (okay ich habe das getan, aber daher ja auch der Titel).
Das Fleisch (über die Frage: WELCHES Fleisch? – reden äh … schreiben wir gleich) wird möglichst dünn gehackt, oder durch den Fleischwolf gedreht!
Soweit ich das aber weiß, wird das Hacken vorgezogen und nicht das Wolfen!
So jetzt kommt das Interessanteste, aber auch das heikelste.
Welches Fleisch ist es denn nun?
Ich kann schon mal sagen welches Fleisch es NICHT ist. Auf keinen Fall wird rohes Fleisch, gekochtes oder gebratenes Fleisch verwendet! Wer also meint, dass er hier endlich mal die Reste seines Suppenfleisches, oder noch einen Rest vom Schweinebraten (jaaa – der kann sich auch mal auf wundersame Weise vermehren – stimmst Mami) (tut mir Leid, das ist ein insider und der ist leider echt zu lange zu erklären!) verarbeiten kann, der kann das leider vergessen 😦
Jetzt wo wir wissen, welches Fleisch es nicht ist, hier nun, welches Fleisch es dann ist!
Viel bleibt ja nicht mehr übrig. Ja der Eine oder Andere wird es schon erraten haben – es ist Wurst, Speck und sowas!
Und hier wird es jetzt richtig heikel. Denn bei der richtigen Mischung dieser Zutaten gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten. Hier kommen dann die Rezepte der österreichischen Omas zu tragen, mit denen ich nicht dienen kann.
Aber ich schreibe euch hier auf, was man als Haschee verarbeiten kann und ihr müsst herausfinden, welche Zusammensetzung euch am besten gefällt!
So könnt Ihr vielleicht mit eurem ganz eigenen Familienrezept starten.
Wenn ich die Zeit finde tu ich das auch uuund werde euch berichten!

Für das Hasche kann also verwendet werden:
• fetter Speck
• Selchfleisch
• geräucherte Würste (Polnische, Dürre, Debreziner oder Braunschweiger)
• gekochter Schinken oder Wurstreste

Diese Zutaten werden dann je nach Geschmack zu einer Masse gehackt oder gewolft und da wäre es – das eigene Haschee!

Soweit so gut! Wir wissen jetzt also eigentlich wie man originale Haschee Hörnchen machen würde. Und ich sage euch eines – die wird es auch bestimmt einmal geben!  Aber heute gibt es die Haschee Hörnchen, für diejenigen unter euch, die schnell was essen wollen und nicht lange hacken und wolfen wollen.
Es gibt Hackfleisch Penne nach einem Haschee Hörnchen Rezept! Sehr schön und da ist es auch schon.

Mahlzeit und viel Spaß beim Kochen

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Rezept für Hackfleisch Penne

Zutaten für 2 Personen

• 300 g Penne
• 250 g Bio – Rinderfaschiertes
• 2 kleine Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• Olivenöl
• 1 Schuss Weißwein
• 2 EL Majoran gerebelt (ihr könnt auch frischen nehmen)
• 1 Bund Schnittlauch (ich liebe viel Schnittlauch)
• 1/2 l Rinderbrühe

Zubereitung

1 Die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken.
2 Die Zwiebeln jetzt mit dem Olivenöl langsam und schön lange braten – je länger man der Zwiebel Zeit lässt, desto intensiver wird sie im  Geschmack. Ich mach immer noch etwas Zucker dazu – das kann dann leicht karamellisieren und Salz, damit der Saft der Zwiebel austritt.
3 Dann das Faschierte dazu und scharf anbraten – dass es schön krümelig wird.
4 Jetzt den Knoblauch dazu – er ist intensiver, wenn man ihn nicht mitbrät (wer es nicht so intensiv möchte sollte ihn mit den  Zwiebeln mitbraten).
5 Jetzt löschen wir das Faschieret mit Weißwein auf und lassen ihn einkochen.
6 Zum Schluss noch die Brühe dazu und mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Das ganze lassen wir jetzt 20 Minuten köcheln.
7 in der Zwischenzeit machen wir die Penne (ich denke jeder weiß, wie man Nudeln macht, auch wenn man ihnen coole italienische Namen gibt)
8 Nach 20 Minuten – und natürlich auch, wenn die Nudeln fertig sind – mischen wir diese mit der Hackfleischsauce und dem vielen Schnittlauch – Fertig!

Keine Worte – oder besser – einfach nur KEINE Überschrift

Nach langem „nichts – schreiben“ und „wenig –  kochen“ nun mal wieder ein neuer Eintrag. Ein Eintrag mit „mehr – schreiben“ und immer noch „wenig – kochen“.
Ich rechtfertige mich mal wieder, warum fast ein halbes Jahr nichts mehr kam.
Die Antwort ist eigentlich gar nicht so schwer. Es fehlt die Zeit!
Es fehlt die Zeit zum kochen. Es fehlt die Zeit zum schreiben und es fehlt die Zeit mir Rezepte zu überlegen.
Und seit ich weiß (und das ist jetzt schon gute 2 Monate her), dass wir umziehen werden ist die Luft raus in meiner momentanen Küche zu kochen.
Ich liebe sie zwar und ich habe sie mir so eingerichtet, wie ich sie haben will, aber sie ist nun mal so klein. Aber das blödeste ist einfach, dass außer Mr. Bee (und der ist auch fast nur am arbeiten und deshalb meinst nicht zum Essen da) keiner mit  uns Essen kann, weil der Tisch soooo klein ist.
Naja und (ich hatte es schon erwähnt) seit ich weiß, dass sich das bald ändert, habe ich keine Lust mehr und warte einfach nur ab. Ich fieber auf den Tag hin, an dem ich mit meinen Töpfen, Pfannen, meinem Geschirr, meinen Schlüsselchen, meinen Gewürzen (ja genau mit meinem Küchenzeug eben) in meine neue große Küche einziehen kann.
Dadurch, dass es keine von mir geplante Küche ist muss dort auch wieder viel optimiert werden, aber ich freu mich schon so sehr darauf!
Natürlich freu ich mich nicht nur aufs einrichten, sondern endlich auf das Essen mit Freunden und Familie!
Ich freu mich so sehr endlich meine Eltern zum Essen einladen zu können! Ich freu mich darauf mit Freunden auf dem Balkon zu grillen und ich freu mich auf den Platz in der Küche, der mir so viel mehr Möglichkeiten bietet mich auszutoben!
Leider ist nicht alles nur Freude (ich schreibe am Ende wohl auf, wie oft ich das Wort „Freude“ bzw. „freuen“ verwendet habe 🙂 ), denn das Problem der „Zeit“ lässt sich durch eine neue Küche nicht beheben! Da vermag es einem neuen Zeitmanagement.
Langsam pendelt es sich aber einiges ein.
Bei meiner Arbeit, bei der ist eher flexibel sein muss, ist nun ein Routineplan eingetreten und ich hoffe, dass das bleibt so – denn dann finde ich dazwischen auch mal wieder Zeit zum kochen.
Der Plan ist also, dass ab Februar dann Minimum ein Rezept die Woche erscheint. Den Tag werde ich dann noch bestimmen, wenn es soweit ist.

Aber nun kurz (für den, der sich dafür interessiert – alle anderen müssen wohl einfach noch warten, bis wieder neue Rezepte kommen – die auch bestimmt bald wieder kommen.) was sich alles in der Zwischenzeit getan hat.

Im Frühjahr dieses Jahres habe ich mir überlegt ein Kochbuch zu schreiben und zu gestalten. Das natürlich nur für mich und nicht für den großen Markt.
Das hat dazu geführt, dass ich mich wieder (Bildlich gesehen) in eine Badewanne mit Perfektionismus gelegt habe und mich darin so lange gebadet habe, dass ich nicht mehr kochen konnte!
Jedes Bild war hässlich, jedes Rezept zu einfältig und jeder angerichtete Teller zu wenig künstlerisch! Ich habe mir Vorbilder genommen, die viiiiel zu hoch gesteckt waren und wurde nur enttäuscht! Also beschoss ich – koche ich halt nicht mehr!
Es gab also daheim eher schnelle Gerichte und das war´s!
Ein paar Monate später fing ich wieder an, aber nur für mich und auch mit wenigen bis keinen Bildern vom Essen (höchstens für unsere Familien WhatsApp Gruppe – dafür muss es nicht perfekt sein), weil ich so einfach keinen Stress hatte!
Mr. Bee bekam wieder Essen für die Arbeit mit und ich habe fast jeden Tag wieder frisch gekocht und so wieder den Spaß am Kochen gefunden!
Und jetzt fühle ich mich wieder dazu im Stande mich hier zu melden und auch wieder ein paar neue Rezepte zu veröffentlichen.
Das freut (uii, da haben wir das Wort wieder) mich und euch hoffentlich auch!

Eine kleine Neuigkeit gibt es auch noch: Seit 11. Juni 2016 sind Mr. Bee und ich verlobt. Und im Juli 2017 wird geheiratet!

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Soo jetzt seit ihr auf dem neusten Stand!
Natürlich will ich euch nicht ohne ein paar Fotos abspeisen, also hier noch ein paar Bilder übers Essen!

Viel Spaß und gaaanz schöne und besinnliche Feiertage!!

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